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Vom 7. bis 17. Februar findet in Havanna die 28. Internationale Buchmesse statt Photo: Jose M. Correa

Die Festung San Carlos de la Cabaña ist bereit, vom 7. bis 17. Februar Hauptsitz der 28. Internationalen Buchmesse von Havanna zu werden, an der rund 43 Länder aus allen Kontinenten teilnehmen. Sie wird dem Schriftsteller Eduardo Heras León gewidmet sein und die Ehre als Gastland kommt der Demokratischen Volksrepublik Algerien zu. Auf einer Pressekonferenz unter der Leitung von Sonia Almaguer, Direktorin der Kubanischen Buchkammer, und Juan Rodríguez Cabrera, Präsident des Kubanischen Buchinstituts, wurden Einzelheiten zur Messe bekannt gegeben.

Über 600 Redaktionsneuheiten werden bei dieser Ausgabe der Veranstaltung das Licht erblicken. Bisher haben 120 Aussteller aus rund 20 Ländern sowie 354 Autoren und Fachleute aus der Literaturwelt ihre Teilnahme bestätigt. Als Nebensitze der Veranstaltung in Havanna werden unter anderen Casa del Alba Cultural, der Cuba Pavilion, die José Martí Nationalbibliothek, die Universität Havanna, das Zentrum Dulce María Loynaz, der Sitz der Uneac, Casa de las Américas, das Zentrum für Hispanoamerikanische Kultur und das Haus der Poesie ihre Türen öffnen.

Die feierliche Übergabe der Nationalpreise für Literatur, Sozialwissenschaften und Humanistik; Edition, Buchdesign und Geschichte wird in der Cabaña-Festung stattfinden, ebenso wie das Kolloquium über das Leben und Werk von Heras León, von dem mehrere Bücher neu herausgegeben werden, darunter die Neuheiten El libro de los elogios (Das Buch des Lobes, eine Auswahl von Texten zu Ehren kubanischer und einiger ausländischer Autoren) und El libro de las presentaciones (Das Buch der Präsentationen, eine Auswahl der vom Autor erstellten Buchpräsentationen) und die Neuauflagen von La guerra tuvo seis nombres (Der Krieg hatten sechs Namen), Los pasos en la hierba (Die Schritte auf dem Rasen), Cuentos completos (Vollständige Geschichten), Desde la platea(Aus dem Publikum) und Dolce Vita.

Die Messe wird auch dem 60. Jahrestag des Sieges der Kubanischen Revolution und dem 500jährigen Bestehen von Havanna gewidmet sein und bietet der algerischen Kultur Raum, um ihre Literatur und andere künstlerische Manifestationen dieses Landes vorzustellen.

Rodriguez Cabrera erklärte, das Organisationskomitee habe alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass die Messe mit gebührender Disziplin abgehalten werde, und betonte, dass die Führung des Landes außergewöhnliche Anstrengungen unternommen habe, um die Bücher der Messe zu erstellen, denn während für andere Länder der Erwerb einer Tonne Papier 600 Dollar koste, müsse Kuba 1.300 Dollar aufbringen.

„Ich weiß nicht, was noch kommen könnte“, sagte der Träger des Nationalpreises für Literatur „Chino“ Heras, sich auf die Freude beziehend, die ihm die Messe bringt, und nachdem er sich 50 Jahre lang der Literatur gewidmet hat. Der algerische Botschafter Abdellah Laouari wiederum ging auf die Gefühle und die Solidarität ein, die Kuba und sein Land verbinden.