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Photo: Cubadebate

Der kubanische Regisseur Miguel Torres (1941-2017), der Direktor Lateinamerikanischen ICAIC Nachrichten war, einem Juwel der nationalen Filmkunst, das von Santiago Álvarez gegründet wurde, starb heute am frühen Morgen in Havanna.

Er kann auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn als Regisseur von Dokumentar- und Spielfilmen zurückblicken und war außerdem Professoer und Filmkritiker. Miguel Torres begann 1962 als Drehbuchassistent. 1964 machte er seine ersten Dokumentarfilme und bekam ein Jahr später ein Stipendium der UNESCO für Fortbildungskurse in Frankreich und Italien.

Er erhielt in seiner langen Laufbahn als Regisseur und Kriegsberichterstatter Dutzende von Preisen und Anerkennungen, wie man erst jüngst in einer vom kubanischen Fernsehen ausgestrahlten ihm gewidmeten Retrospektive sehen konnte.

Zu seinen bedeutendsten Werken gehören  Introducción a Chile (1972), über die Regierung von Salvador Allende; Los Malagones (1981)Diario de una esperanza (I y II), de 1986;Che (1998); Misioneros de la salud (1999). Seine letzte Arbeit war  El otro Lezama. Crónica (2012).

Sein Dokumentarfilm Crónica de una infamia (1982), (Chronik einer Schande) die die Reaktion der Studenten angesichts der Schändung des Denkmals des Nationalhelden José Martí durch US Marines wiedergibt, erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise und ist von Kritikern als einer der besten kubanischen Dokumentarfilme der Revolution bezeichnet worden.

Er leitete außerdem die Abteilung für Internationale Beziehungen des Kubanischen Filminstituts ICAIC und fungierte parallel zu den Weltfestspielen der Jugend und Studenten (1978) als Koordinator des Jungen Kinos.