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Zu den Auszeichnungen, die jeder Intellektuelle und jeder gute Schriftsteller des Kontinents anstrebt, gehört zweifellos der Literaturpreis der Casa de las Americas, der seine 58. Auflage erfährt und dessen Vergabe mit einem weit gefassten Programm von Aktivitäten, die vom 16. bis zum 26. Januar 2017 stattfinden, begleitet wird.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind 390 Buchtitel eingegangen, die in den Genres Roman, Poesie, Essay zu historisch-sozialen Themen, nicht fiktive Literatur und brasilianische Literatur (Fiktion) in Wettbewerb treten, letztere mit der beeindruckenden Zahl von 135 Vorschlägen. Es gibt auch einen Wettbewerb um den Studienpreis über die schwarze Präsenz in Amerika und der Karibik von heute. Die Einzelheiten wurden in Anwesenheit des Präsidenten der Casa, Roberto Fernández Retamar, bekanntgegeben.

Die Eröffnung ist für den 16. Januar um 11 Uhr im Che Guevara Saal vorgesehen und die einführenden Worte wird der dominikanische Essayist und Professor an der Universität von Syracuse, Silvio Torres-Saillant, sprechen. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Jury vorgestellt, die für die Abteilung Romane aus den Erzählern Rey Andújar (Dominikanische Republik), Juan Cárdenas (Kolumbien), Milton Fornaro (Uruguay), Ana García Bergua (Mexiko) und Ahmel Echevarría (Kuba) bestehen wird.

Die Poesie wird von den Dichtern Leonel Alvarado (Honduras), Eduardo Langagne (Mexiko), Selena Millares (Spanien), Freddy Ñáñez (Venezuela) und Sigfredo Ariel (Kuba) beurteilt. Der Gewinner des historisch-sozialen Essays wiederum wird von den Wissenschaftlern Pablo Mella (Dominikanische Republik), Berenice Ramírez López (Mexiko) und Aurelio Alonso (Kuba) bestimmt.

Die Schriftsteller Stella Calloni (Argentina), Alberto Salcedo Ramos (Kolumbien) und Arístides Vega Chapú (Kuba), wurden ausgewählt, um über den Gewinner der nicht-fiktiven Literatur zu entscheiden. Für die brasilianische Literatur besteht die Jury aus Lúcia Bettencourt, Adriana Lisboa und Guiomar de Grammont. Über den Studienpreis für die schwarze Präsenz in Amerika und der Karibik von heute wird von João José Reis (Brasilien), Silvio Torres-Saillant (Dominikanische Republik) und Gloria Rolando (Kuba) entschieden.

Die Gewinner werden am 26. Januar im Che Guevara Saal bekanntgegeben, aber an den Tagen zuvor finden eine große Zahl von Aktivitäten statt, die Teil der Preisvergabe sind. Die Bücher, die den Preis der Casa 2016 gewonnen haben, werden in der Bücherei Dionisio San Román in Cienfuegos vorgestellt, wohin sich die Jurymitglieder traditionell begeben, um ihrer Arbeit in Ruhe nachgehen zu können. Diese Bücher werden ebenfalls am 25. Januar um 17 Uhr in Havanna in der Galerie Haydée Santamaria präsentiert.

Am 24. Januar wird es Foren geben auf denen anlässlich des 50 jährigen Bestehens von „Hundert Jahre Einsamkeit“ die Teilnehmer der Foren und das Publikum einen Raum haben, um den spirituellen Wert zu überdenken, den uns das Lesen dieses Juwels der Literatur unseres Amerikas und der Welt hinterlassen hat.