OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Im selben Saal der Nationalbibliothek José Martí, wo der Comandante en Jefe Fidel Castro am 30. Juni 1961 die Worte an die Intellektuellen sprach, versammelten sich gestern, 55 Jahre später, einige der damals herausragenden Schriftsteller und Künstler Kubas. Dieser Gedenkfeier für ein Ereignis, das einen Höhepunkt in der Kulturgeschichte des Landes darstellt, schlossen sich Kunstschaffende der neuen Generationen an.

Zu den dort Versammelten gehörten unter anderem der gegenwärtige Präsident der Kulturgesellschaft José Martí, Armando Hart, der ehemalige Kulturminister und jetzige Berater des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Abel Prieto, der Kulturminister Julián González, der Präsident der UNEAC Miguel Barnet und der bekannte Journalist Ignacio Ramonet.

Der Direktor der Nationalbibliothek Eduardo Torres Cuevas erinnerte an die Essenz jener Rede, in der die Herausforderungen umrissen wurden, denen die Intellektuellen einer Gesellschaft sich stellen müssen, in der eine tiefgehende Umwandlung stattfindet und er betonte, dass sich jener Akt damals in einen ständigen Ideengeber verwandelt habe. Er sei vertieft worden und es habe Neudefinitionen gegeben, die aber immer dem Wesen jener außerordentlichen Bewegung treu geblieben sei, die aus der Debatte geboren und in der Strategien begründet wurden, die in diesen Jahrzehnten in Gang gesetzt wurden.

Eldys Baratute, ein junger Arzt, der zum Kulturpromotor wurde, stellte in seiner Rede den Stolz und die Gewissheit in den Vordergrund, die er empfinde sich jetzt einer der edelsten Sachen zu widmen, indem er seine sozialen Bemühungen hin zur Kulturarbeit orientiert habe. Über den Führer der Revolution sagte er, dass dieser der Förderer einer Kultur gewesen sei, die die Kunst in Funktion aller Menschen sieht und das Land von der Kultur aus und für diese träumte.

Die 23jährige Lilian Mendoza sagte, sie gehöre zu dieser Generation und dieser Gruppe von Kunstausbildern, die die Kunst in das Leben jedes einzelnen kubanischen Schülers tragen. Dies sei eine große Verpflichtung, denn zu der Wirkung die diese Worte Fidels von damals noch heute ausüben, gehöre die, auf die Erhaltung des Erreichten und auf die dauernde Verteidigung des Kubanischen Lebensgefühls, der Cubania zu setzen.

Miguel Barnet, dessen anekdotische Anmerkungen die Podiumsdiskussion beendeten, hoben die Größe des Comandante en Jefe hervor, der inmitten eines schwierigen politischen Szenarios, in dem ständig versucht wurde, die gerade siegreiche Revolution zu destabilisieren, innehielt, um mit den Schriftstellern und Künstlern zu sprechen, weil er sich Sorgen darum machte, was mit der Kunst geschehen könne.

Damals sei er der jüngste der anwesenden Intellektuellen gewesen und er habe die Größe des Revolutionsführers erkannt und verstanden, dass die Revolution größer ist als wir selbst. Er habe gelernt, dass die Revolution zu verteidigen bedeute, die Kultur zu verteidigen und er erinnerte an die Bemühungen Fidels, alles für die Revolution zu gewinnen, was diese größer machen würde. Er habe beim Comandante immer dessen grenzenlosen Mut bewundert, der entscheidend ist, wenn man derartig große Veränderungen in Angriff nehmen will. „Fidel hat uns gelehrt, die Angst zu verlieren“, schloss er.