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Mit Der Staat gegen Fritz Bauer wird die Deutsche Filmwoche eröffnet.

Während der Deutschen Filmwoche in Havanna werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Havanna und dem Goethe-Institut vom 24. bis 30. Juni im Kinosaal 23 y 12 sieben deutsche Spielfilme gezeigt.

Der Zyklus beginnt (heute auf Einladung, Wiederholung morgen um 17 Uhr für die Öffentlichkeit) mit Der Staat gegen Fritz Bauer, von Lars Kraume, der in diesem Jahr sechs Lolas gewann, die höchste Auszeichnung der deutschen Filmindustrie, darunter die für den besten Film, Regie und Drehbuch.

Im wirklichen Leben war Bauer der Staatsanwalt, der in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts den Prozess gegen SS-Führer des Vernichtungslagers Auschwitz in Gange brachte, wobei er nicht selten aus Bundesjustizkreisen der Nachkriegszeit behindert wurde.

Bei der Premiere beschrieben Kritiker den Film als „brillantes Porträt einer Ära und großartiges Monument für den zivilrechtlichen Wert Bauers“. Gespielt wird Bauer von dem preisgekrönten Schauspieler Burghart Klaußner.

Gezeigt werden weiterhin: Ich fühle mich Disco, von Axel Ranisch und René Rimkus (Freitag, 24.6., 17.00 Uhr), bei dem es um Vater-Sohn-Konflikte geht; About a Girl, von Mark Monheim (Samstag, 25., 20.00 Uhr), über das Leben eines fünfzehnjährigen Mädchens; und Horizon Beautiful, von Stefan Jäger (Sonntag, 26.6., 17.00 Uhr und Mittwoch, 29.6., 20.00 Uhr), der Fußball-Fans und Fans von Barcelona begeistern wird.

In Als wir träumten (Sonntag, 26.6., 20.00 Uhr und Mittwoch, 29.6., 17.00 Uhr), einem Spielfilm von Andreas Dresen nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Clemens Meyer, geht es um eine Leipziger Jungenclique in der frühen Nachwendezeit, während Hin und weg, von Christian Zübert (Dienstag, 29.6., 17.00) ein Roadmovie ist, in dem die Beziehungen zu einem Mann, der an einer unheilbaren Krankheit leidet, im Mittelpunkt stehen.

Der Film Jack von Edward Berge schließt den Zyklus (Donnerstag 30., 20.00 Uhr). Seine Handlung konzentriert sich auf zwei Kinder, die auf der Suche nach ihrer Mutter durch die Stadt ziehen.