OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Der kubanische Minister für Kultur Julián González (links) überreicht, während des Schlussakts der Buchmesse, dem Präsidenten der Buchkammer Uruguays Jorge Saraccin die besondere Anerkennung der Jury für die Republik Uruguay Photo: Yander Zamora

Wie die Ministerin für Bildung und Kultur der Republik Uruguay Julia Muñoz bei der Schlussveranstaltung der 25. Ausgabe der Internationalen Buchmesse Havanna 2016, die gestern im Nicolás Guillén Saal von La Cabaña stattfand, sagte: „Es schließt sich das internationale Kapitel der Buchmesse, aber das nationale wird sich ab März bis zum 24. April über ganz Kuba ausdehnen“. Dann wird die Buchmesse in Santiago de Cuba ihr Ende finden.

Die Ministerin sprach im Beisein des kubanischen Kulturministers Julián González, des uruguayischen Botschafters Ariel Bergamino und der Präsidentin der Kubanischen Buchinstituts und des Organsiationskomitees der Buchmesse Zuleica Romay. Sie bedankte sich für die Aufnahme, die Freundlichkei tund die Sympathie, die das kubanische Volk ihrem Land entgegengebracht hat und sagte, dass die Tatsache, dass die Buchmesse mit Uruguay als Gastland jetzt beendet sei, „für uns nicht der Höhepunkt von etwas noch das Ende irgendeiner Geschichte und auch kein Ankunftspunkt ist, sondern ganz im Gegenteil ein Impuls, vereint weiter beim Bau einer besseren Zukunft voranzuschreiten (...)und bei einer Aufgabe, die nicht einfach, aber die schönste ist, nämlich die des Lebens.“.

„Wir beenden eine fröhlich verlaufene Buchmesse mit einem Programm auf hohem Niveau“, sagte Romay und hob unter den Erfolgen, das aus 60 Punkten bestehende Programm des Ehrengastlandes hervor. Es fanden Seminare zum 130. Jahrestag der Abschaffung der Sklaverei, Kolloquien zum 400 Todestag des Incas Garcilaso und zum 100. Todestag von José Soler Puig statt – insgesamt 793 Aktivitäten mit über 12.600 Teilnehmern.

Es waren 172 Schriftsteller und 41 Künstler aus 37 Ländern anwesend. Allerdings konnte man nicht über die vorgesehene Anzahl von Büchern verfügen. „Dadurch dass die Rohstoffe für die nationale Druckindustrie zu spät eintrafen, konnten wir nicht mit allen Büchern, die wir geplant hatten, präsent sein“, sagte Romay, die darauf hinwies, das in der Cabaña 241.000 Exemplare hinterlegt worden waren, von denen 150.400 den Kindern gewidmet waren. Sie sagte, dass man weiter daran arbeiten müsse, ausländische Verlage mit guten Katalogen anzuziehen, die die Herausforderung akzeptieren, ihre Angebote auf einem Markt wie dem kubanischen anzubieten, der aus einem Publikum bestehe, das hohe Anforderungen stellt und daran gewöhnt ist, entsprechend der staatlichen Politik, dass Kultur für alle zugänglich sein müsse, Bücher zu niedrigen Preisen zu kaufen.

Romay sagte weiter, dass man alles tue, um die über eine Million Exemplare, die noch nicht produziert worden sind, in die Buchmessen zu integrieren, die ab März bis Ende April im Rest des Landes stattfinden werden.