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Die Internationale Buchmesse ist das Ereignis des Landes mit dem größten Publikumsandrang Photo: Juvenal Balán

Der Republik Uruguay und den Schriftstellern Lina de Feria und Rogelio Martínez Furé wird die XXV. Internationale Buchmesse gewidmet sein, die vom 11. bis 21. Februar in Havanna stattfindet.

Die erste Pressekonferenz zu diesem Ereignis mit dem größten Publikumszuspruch des Landes fand gestern in Anwesenheit des Außenministers der Republik Uruguay, Rodolfo Nin Novoa, und dem Nationalen Direktor für Kultur des Erziehungsministeriums, Sergio Mautone statt.

Bis jetzt haben sich für die Buchmesse 34 Länder angemeldet und 250 Intellektuelle haben ihr Kommen zugesagt.

Ebenso wird bei dieser Buchmesse dem Schriftsteller José Soler Puig anlässlich seines 100. Geburtstages Tribut gezollt. Das Ereignis gedenkt auch des 130. Jahrestages der Abschaffung der Sklaverei und des 60. Jahrestags der Landung der Yacht Granma.

Nin Novoa sagte, dass der Präsident Uruguays, Tabaré Vázquez im Februar nach Havanna komme, um an der Buchmesse teilzunehmen und er machte deutlich, dass diese Einladung eine Ehre sei, die Kuba Uruguay erweise. Er gab auch den Beschluss seines Außenministeriums bekannt, die Briefe und Dokumente neu aufzulegen, die José Martí an die Republik Uruguay gerichtet hatte, als er Konsul dieses Landes in New York war. „ Dass der kubanische Held Repräsentant eines Landes wie des unseren war, ist für uns ein Anlass des immerwährenden Stolzes“, sagte er und fügte hinzu, dass „in einer Welt, die so viel Interesse an Materiellem zeigt, die Uneigennützigkeit Martís einfach hervorsticht. Dieser Brief ist ein Gedicht an die Liebe eines Amerikaners für ein amerikanisches Vaterland, das er als sein eigenes ansah“.

Mautone sprach von der großen Freude, die das uruguayische Volk empfinde, als Ehrengastland an der Buchmesse teilzunehmen. „Während der Zeit der Diktatur war Kuba ein kleines Flämmchen, das hinten am Weg geleuchtet hat“, sagte er. Er machte deutlich, dass Uruguay sich verpflichtet, das Beste seiner Kultur mitzubringen. Auch wenn da die Großen, wie Mario Benedetti und Eduardo Galeano seien, werde es ebenfalls die Literatur der neuen Generation geben. „Es ist für uns eine große Herausforderung die Präsenz Uruguays in einen Erfolg innerhalb des Erfolgs, den die Buchmesse in Havanna darstellt, zu verwandeln“, fügte er hinzu.

„Wir werden versuchen, die Schuld zu begleichen, die wir gegenüber der zeitgenössischen Literatur Uruguays haben... wir haben die Klassiker veröffentlicht und die Buchmesse sollte uns mit dem Aktuellen vertraut machen“, sagte die Präsidentin des Kubanischen Institut des Buches (ICL) Zuleica Romero und schätzte bei dieser Gelegenheit die Qualität des kulturellen und literarischen Programms, das man vorbereite, als sehr hoch ein.

Die geehrten Schriftsteller wendeten sich auch an die Anwesenden. De Feria bedankte sich für die Geste: „Ich erhalte etwas, was ich glaube, nicht zu verdienen, aber dass es so scheint, als ob ich es verdiente, bedeutet für mich, dass man mich an die Seite der wichtigsten Intellektuellen stellt“. Martínez Furé erhob seine Stimme um in einem Lied auszudrücken: „Ich bin der Verteidiger des gesprochenen Wortes, ich bin der Cimarrón der Worte, ich klone Identitäten. Ein unersättlicher Hunger des Universums durchschüttelt mich. Der Ashé des Wortes gibt mir das lebendige Wort zurück“.