OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

DER erste Vizepräsident des Staats- und Ministerrats Miguel Díaz-Canel sagte bei seinem Treffen mit dem Vorstand des Kubanischen Künstler- und Schriftstellerverbandes (UNEAC), dass die Kulturinstitutionen die aktive Teilnahme der künstlerischen und literarischen Avantgarde in sich schließen müssten.

Díaz-Canel bezog sich auf die unersetzliche Rolle dieser Institutionen bei der Förderung staatsbürgerlicher und ästhetischer Werte und die Debatte darüber in der Kulturarbeit innerhalb der Gemeinden. Diese seien die entscheidende Instanz, in der Projekte mit bemerkenswerter Wirkung mit solchen zusammentreffen, die trotz guter Absichten Konsummuster reproduzieren, die den Interessen der Gesellschaft fremd sind.

Das Szenario, in dem unser Land darum kämpft, das Erreichte zu bewahren, wobei es auf ein gutgehendes und nachhaltiges sozialistisches Modell zustrebt, und angesichts der Strategien des historischen Feindes der Revolution, Werte und Prinzipien wegzuwaschen, verpflichtet uns auf integrale Weise und in der ganzen Komplexität, die kulturelle Dimension zu berücksichtigen.

Im Besonderen lenkte er die Aufmerksamkeit auf die Versuche, die historische Erinnerung auszulöschen, die prärevolutionäre Zeit schönzureden und das Bewusstsein einzuschläfern.

Bei der Bewertung dessen, wie die Aufgabenstellungen des VIII Kongresses der UNEAC, der im April stattfand, umgesetzt wurden, erachtete Díaz-Canel die Bemühungen, diesem Kongress, der wesentliche Fragen angesprochen hatte, Kontinuität zu geben, als ernst und verantwortungsbewusst. Er bekräftigte der Verpflichtung der Kunstschaffenden, Lösungen zu finden und neue Wege zu öffnen, aber er wies auf Mängel bei der Übertragung dieser Ergebnisse auf die Gesellschaft hin.

Miguel Barnet, Präsident der UNEAC, erklärte die von den permanenten Kommissionen angenommenen Aufgaben und die Maßnahmen, die in Gang gesetzt wurden, um die Übereinkünfte des Kongresses zu kanalisieren. Dazu gehören die Statuten und Regulierungen, die der Repräsentativität und dem Funktionieren der Organisationsstrukturen zu gute kommen.