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Das erste in einem staatlichen Betrieb gelegene Seniorenheim in Kuba weits alle Bedingungen auf, um den Rentnern, die in diesem Betreb gearbeitet haben, den Aufenthalt dort angenehm zu machen Photo: Freddy Pérez Cabrera

SANTA CLARA – Die erste Einrichtung Kubas, die sich der Betreuung von Mitarbeitern nach deren Pensionierung widmet, wurde soeben bei der Elektromechanischen Firma Villa Clara eröffnet. Diese Initiative wurde ins Leben gerufen, um die Lebensqualität derjenigen zu verbessern, die dort gearbeitet und  alles für das Unternehmen gegeben haben.

Laut Justo Rodríguez Gattorno, dem Direktor des Unternehmens, ist dies ein Akt der Gerechtigkeit für diejenigen, die jahrelang in der Produktion tätig waren, und das Projekt ist umso wertvoller, da es von den Mitarbeitern selbst initiiert wurde. Mit dieser Initiative möchte man denjenigen, die es am meisten benötigen, auch im letzten Lebensabschnitt zur Seite stehen.

 Diese erste Seniorenwohnanlage, die aus zwei umgebauten Schiffscontainern entstanden ist, bietet alle Annehmlichkeiten für einen angenehmen Aufenthalt, darunter eine Klinik, einen Speisesaal, ein Badezimmer, einen Fernseher und einen Fitnessbereich, so der Direktor. Er betonte außerdem, dass die Betriebskosten aus Eigenmitteln des Unternehmens gedeckt werden.

Um den Aufenthalt der Senioren in der Einrichtung angenehmer und sinnvoller zu gestalten, werden die rund 20 dort untergebrachten Rentner neben der Pflege auch ihre Erfahrungen mit den neuen Mitarbeitern teilen, die das Zentrum verstärken und den firmeneigenen Bio-Garten unterstützen, erklärte Rodríguez Gattorno. Dies ist das erste Projekt dieser Art in Kuba und Teil der kubanischen Politik, die Altenpflege durch verschiedene Maßnahmen auszubauen.

 

 Nach Bekanntwerden der Nachricht zeigten sich zahlreiche Internetnutzer erfreut über die Initiative und sprachen sich für deren Umsetzung an anderen Orten aus. María Abreu Rodríguez sagte beispielsweise:

„Ich finde das eine sehr gute Idee. Es gibt viele Einrichtungen mit leerstehenden und verfallenden Gebäuden, die genutzt werden könnten, um den ehemaligen Arbeitern und Arbeiterinnen dieses Landes etwas von dem zurückzugeben, was sie uns gegeben haben.“ Rafael Guevara schrieb dazu: „Diese Aktion war ein Erfolg und andere Unternehmen und Organisationen könnten sie durchaus nachahmen, da sie all jene Menschen wertschätzt, die ihr Bestes gegeben haben. Vielen Dank an das gesamte Team und die Leitung.“