
Es gibt Menschen in Kuba und im Ausland, die an der Börse spekulieren. Menschen, die aus allem, an dem es in Kuba mangelt, Kapital schlagen und auf diese Knappheit setzen.
Über diejenigen, die darunter leiden, sagen sie: „Das ist nicht meine Familie.“ Doch unter den Betroffenen sind Nachbarn, Freunde, vielleicht sogar die eigene Mutter, Bekannte, die auf ein Gehalt, eine Rente oder ein regelmäßiges Einkommen angewiesen sind, und die noch nicht einmal sicher sein können, dass sie es am Geldautomaten abheben können.
Aber Geschäft ist Geschäft, und zwar ein lukratives und nichts für Weichlinge "die für irgendjemanden Mitleid empfinden“.
Es gibt Menschen in Kuba, die mit Geld handeln und dabei den Mangel ausnutzen – der von jenen geschaffen wird, die von außen dafür bezahlen, dass er bestehen bleibt und den wir deshalb trotz harter Arbeit, lokaler Investitionen, der Produktion mit eigenen Rohstoffen und eines anständigen und nachhaltigen Miteinanders nicht beheben konnten.
Und es ist unter anderem Menschen wie jenen zu verdanken, dass es in Kuba heute Banken ohne Bargeld gibt und gleichzeitig Privatpersonen, die das Bargeld der Banken horten. Es existieren also Banken mit zwei Arten von Schaltern nebeneinander: die von Personen, die fast immer nicht arbeiten, und die automatisierten, die fast immer leer sind.
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Um die wirtschaftliche Lage weiter zu verschärfen, haben Finanzkriminalität und insbesondere Devisenhandel stark zugenommen. Diese Straftaten umfassen das Einbehalten, Horten und illegale Weiterverkaufen großer Bargeldsummen für diverse Spekulationsgeschäfte, vorwiegend mit dem Ziel ,Gewinne daraus zu ziehen.
In allen Fällen dienen diese Aktivitäten dem subversiven Ziel, dem Land die Geldzuflüsse aus Überweisungen zu entziehen und die Landeswährung durch die Nutzung der Referenzkurse des sogenannten informellen Devisenmarktes zu schwächen.
Kürzlich zerschlug das kubanische Innenministerium ein Netzwerk, das unter dem Schema internationaler Geldwäsche operierte. Angeführt von einem sogenannten Finanzier, hatte sich das Netzwerk darauf spezialisiert, Geldüberweisungen in den USA aufzufangen, die für Familien in Kuba bestimmt waren, und diese im Gegenzug in kubanischen Pesos auszuzahlen.
Gleichzeitig nutzte das Netzwerk diese einbehaltenen Dollar, um in den USA Waren für kubanischen Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben (KKMU) zu kaufen. Die Erlöse aus diesen Verkäufen wurden dann zur Auszahlung der versprochenen Geldüberweisungen nach Kuba verwendet.
Ihr Gewinn? Die Provisionen, die sie sowohl für den Kauf und Import der Waren als auch für den Geldtransferdienst erhoben.
Oberstleutnant Yisnel Rivero Crespo, Leiter der Abteilung für Wirtschaftskriminalität der Ermittlungseinheit des Innenministeriums, teilte der Zeitung Granma mit, dass landesweit über hundert Ermittlungen gegen diese Art von krimineller Aktivität laufen, die zwar ähnliche Ziele verfolgen, aber unterschiedliche Methoden anwenden.
Ein weiteres aktuelles Beispiel sei die gleichzeitige Zerschlagung dreier krimineller Netzwerke mit Operationszentren in den Provinzen Villa Clara, Havanna und Pinar del Río. In allen Fällen hätten diese Netzwerke Hunderte Millionen Pesos in bar – also nicht auf Bankkonten – bewegt, und die Transaktionen seien innerhalb kürzester Zeit abgewickelt worden.
Der Fall Villa Clara, registriert unter der Voruntersuchungsnummer 862/2025, betrifft laut Rivero Crespo bisher fünf direkte Verdächtige, die im Rahmen des oben beschriebenen internationalen Finanzkompensationssystems operierten, aber mit der Besonderheit, dass ein einzelner Manager in Kuba gleichzeitig die Aktivitäten zweier Finanziers im Ausland koordinierte: einen in den Vereinigten Staaten und den anderen in Spanien.
In diesen beiden Ländern leben die größten kubanischen Gemeinden im Ausland; daher eignen sie sich ideal, um große Mengen an Fremdwährung zu veruntreuen, diese in Rechnung zu stellen und sie anschließend auf der Insel durch Rückführung in Landeswährung zu kompensieren.
Das Netzwerk des in Villa Clara ansässigen Unternehmens umfasste zwei Kuriere – einen für jedes Land –, die das Bargeld einsammelten und es mithilfe zweier weiterer Angestellter in Städten der Provinzen Sancti Spíritus (einschließlich der Stadt Trinidad) und Las Tunas verteilten.
Laut Aussage des Experten kontrollierte der Hauptverantwortliche, der seit zwei Jahren in diesem Bereich tätig war, wöchentlich einen Bargeldfluss von mehreren hundert Millionen Pesos, der aus Verkäufen verschiedener nichtstaatlicher Unternehmen in derselben Provinz stammte. Finanziers aus dem Ausland bezahlten diese Unternehmen mit Warencontainern und erhielten Provisionen zwischen 6 % und 12 % des Kaufpreises zuzüglich Importkosten.
Montags und freitags wurden die Geldüberweisungen an die Empfänger ausgezahlt, auf Wunsch des Kunden auch in US-Dollar. Daher gehörte der illegale Dollarkauf ebenfalls zu den Aktivitäten dieses Netzwerks.
BUCHSTÄBLICHE WECHSELSTUBEN
Der Leiter der Abteilung für Wirtschaftskriminalität der Ermittlungseinheit des Innenministeriums erwähnte auch die Bearbeitung zweier ähnlicher Fälle in Pinar del Río und Havanna, allerdings ohne Beteiligung eines ausländischen Finanziers.
In der westlichsten Provinz ging es um eine vierköpfige Organisation, die sich auf den lokalen Ankauf möglichst großer Mengen an Devisen spezialisiert hatte. Dabei orientierte man sich stets am Referenzkurs des inoffiziellen Devisenmarktes, der jedoch je nach Bedarf manipuliert wurde, um den Devisenbedarf derjenigen zu decken, die Devisen benötigten: Reisen ins Ausland, Kapital für den Erwerb von Schmuggelware, andere spezifische Anschaffungen usw.
Der Fall, dokumentiert in der Voruntersuchungsakte Nr. 1021/2025, wurde vom ermittelnden Beamten erläutert. Dieser gab an, dass eine sehr junge Frau aus dieser Organisation wegen der Leitung illegaler Aktivitäten in geschlossenen Social-Media-Gruppen angeklagt werde.
Rivero Crespo hob zudem hervor, dass der Umfang einer Straftat je nach Region variiert, abhängig vom Devisenbedarf, der durch verschiedene Aktivitäten entsteht, die den Einsatz von Devisen, vorwiegend US-Dollar, erfordern.
Ein vergleichbares Beispiel ist der Fall, der sich vor Kurzem in Havanna, genauer gesagt in der Gemeinde Diez de Octubre, ereignete und in der Voruntersuchungsakte Nr. 1344/2025 dokumentiert ist.
Ähnlich wie im Fall von Pinar del Río agierte auch dieses System: Ein Einzeltäter, der auf eigene Faust handelte, nutzte sein Haus als Drehscheibe für den direkten Ankauf von US-Dollar. Er häufte genügend Geld an, um große Geschäfte für nichtstaatliche Unternehmen zu finanzieren, die diese Währung benötigten.
Dafür musste er natürlich Millionen von kubanischen Pesos anhäufen, um kontinuierlich Devisen zu kaufen und überhaupt Kapital für Wirtschaftsakteure in Kuba bereitstellen zu können.
Könnten ein oder zwei solcher Verbrechen die nationale Wirtschaft erschüttern? Wohl kaum, wenn es nur zwei oder drei wären.
Doch die Tatsache, dass es sich um ein landesweit verbreitetes Phänomen handelt, erfordert dringendes Eingreifen. Neben der bloßen Bekämpfung des Problems – das Innenministerium bearbeitet derzeit über hundert Fälle – muss dies durch die Umsetzung wesentlicher Maßnahmen zur makroökonomischen Stabilität, wie im Regierungsprogramm dargelegt, unterstützt werden.
Nichts an diesen illegalen, auf Devisenhandel basierenden Geschäften kann als harmlos bezeichnet werden. Dies gilt insbesondere, da die Diskrepanz zwischen den realen, durch einen dysfunktionalen offiziellen Referenzkurs offengelegten Differenzen und den durch informelle Marktkurse aufgebauschten künstlichen Differenzen reichlich Spielraum für Spekulationen bietet, von denen diese Kriminellen profitieren. Es kümmert sie nicht, ob die von ihnen gehorteten Bargeldberge – zusätzlich zu einer prekären und unzureichenden Bankeninfrastruktur – dazu führen, dass Hunderte von Geldautomaten leer stehen oder die Guthaben von Tausenden von Rentnern auf ihren Magnetkarten nicht ausgezahlt werden können.
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