OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
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Kuba hat soeben einen weiteren Schritt in der Anwendung der sterilen Insektentechnik zur Bekämpfung der Aedes aegypti-Mücke getan, indem es zum zweiten Mal in Havanna, diesmal mit Hilfe einer Drohne, männliche Exemplare dieser Art freisetzte, die mit ionisierender Strahlung sterilisiert wurden.
Marta Contreras Izquierdo, Koordinatorin des kubanischen Netzwerks der Nuklearkommunikatoren (Recnuc), erklärte gegenüber Granma, dass dies Teil eines Experiments ist, das vom Institut für Tropenmedizin Pedro Kourí durchgeführt wird und darauf abzielt, die Auswirkungen der Freisetzung auf dem Luftweg mit denen auf dem Landweg in Bezug auf Überleben, Ausbreitung und Wettbewerbsfähigkeit zu vergleichen.
Im Falle unseres Landes besteht die Technik in der massiven Freisetzung von sterilen männlichen Aedes aegypti-Mücken in ihrer natürlichen Umgebung, die durch die Paarung mit wilden Weibchen deren Fortpflanzungsfähigkeit verringern.
Mit deren sinkenden Vermehrungsrate nimmt auch die zahlenmäßige Größe der Populationen des schädlichen Vektors, der Dengue-, Zika- und andere Viren überträgt, mit der Zeit ab.
Es muss hervorgehoben werden, dass männliche Mücken nicht stechen, keine Krankheiten verbreiten und selbst bei Bestrahlung sexuell konkurrenzfähig bleiben.
Die erste Anwendung in Kuba fand am 25. November 2019 in der Gemeinde El Cano im Stadtbezirk La Lisa von Havanna statt. In den darauffolgenden acht Monaten wurden wöchentlich sterile männliche Aedes aegypti-Mücken freigesetzt, und zwar ausschließlich auf dem Landweg, wodurch eine hohe Wirksamkeit dieses Verfahrens erreicht wurde und die Mückenpopulation in dem Gebiet fast vollständig eliminiert werden konnte.