OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Der historische Führer der Kubanischen Revolution Fidel Castro Ruz hielt ständig eine Verbindung zu den Studenten Photo: Granma-Archiv

Das dunkle Gesicht des Faschismus, seine ihm eigene Eigenschaft, die Menschen zu unterjochen und mit Füßen zu treten, war das, was jenen Widerstand in Prag hervorrief. Die Antwort war eine brutale Repression, die unter anderem einem Studenten das Leben nahm. Die Ohnmacht, die Wut und der Schmerz mobilisierten seine Kommilitonen und einmal mehr reagierten die Verbrecher mit Tod, durchsuchten Studentenwohnheime, erschossen Unschuldige und selbst damit war ihr Durst nach Blut nicht gestillt und sie schickten noch Tausende Studenten in die Konzentrationslager.

Diese Ereignisse fanden am 16. und 17. November 1939 statt und waren ein weiteres Ereignis, dass die Welt nie die Verbrechen des Faschismus, aber auch nicht die Fähigkeit der Studenten weltweit, Widerstand zu leisten, vergessen lassen sollte.

Wenn auch diese Vorkommnisse keine direkte Verbindung mit Kuba haben, so feiern wir doch auch hier an diesem Datum. Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass, wenn es den Internationalen Tag des Studenten nicht gäbe, hätte unsere Insel ihn selbst eingesetzt, denn die kubanischen Studenten können auf eine so schöne und erfolgreiche Geschichte zurückblicken und sie haben in den verschiedenen Epochen das Verdienst erworben, in ihren Reihen von Martí bis Fidel das fortgeschrittenste politische Denken beherbergt zu haben.

Es war unter den Händen von Rafael María de Mendive, dass die in dem jungen José Martí bereits vorhandenen Sensibilisierung, der Patriotismus und die unversöhnliche anti-sklavistische und anti-kolonialistische Haltung ihre wahren Formen und Dimensionen annahmen. Diese Jahre des Heranwachsens waren entscheidend beim Wachstum dessen, was ihn zum Ideologen des Befreiungskampfes von 1895 und den zukünftigen Kämpfen für die definitive Unabhängigkeit Kubas werden ließ.

Hinzu kommt, dass in den Jahren der Neo-Kolonie die Studenten eine tragende Rolle spielten und aus ihren Reihen Persönlichkeiten hervortraten, ohne die es unmöglich wäre, die Tradition des Widerstands und des Kampfes dieses Volkes aufzuschreiben.

Dabei muss man Mella erwähnen, den Gründer des Studentenverbandes (FEU), beispielhafter Revolutionär, Opfer des Hasses eines Tyrannen; Villena, mit dem „Protest der Dreizehn“ und seinem Manifest, setzte er sich für den Kurs der grenzenlosen Hingabe für die Sache des Landes ein, ein unaufhörlicher Kampf, bei dem er seine Gesundheit vernachlässigte, um denjenigen zu verfolgen, der alle verfolgte und tötete, die sich ihm bei seinen unzähligen Exzessen in den Weg stellten. Es war dies auch die Generation des Juan Marinello, Beispiel einer engagierten Intellektualität, die sich der Ungerechtigkeit entgegenstellte und bis zu seinem Tod seinen Überzeugungen treu blieb.

Wir hatten einen José Antonio Echeverría, der zusammen mit seinen Gefährten am 13. März für immer zu einem Zeichen des Heldenmuts wurde, als er über Radio Reloj den Willen der kubanischen Studentenschaft verkündete, die Tyrannei zu bekämpfen, auch wenn es ihr Leben kosten würde, was einige Minuten später eintrat.

Es waren Hunderttausende Studenten, die im Untergrund ihr Wissen und ihre Tun in den Dienst des Vaterlandes stellten, die fortgeschrittenen Positionen einnahmen und Visionen einer Zukunft hatten, die sie nicht unter dem Joch des Imperialismus sehen wollten.

Und aus ihnen wurden andere geboren, und die Toten marschierten zusammen mit den Lebenden und dort an der Universität wuchs jene große Führerpersönlichkeit heran, in der die reinsten Gefühle für die Unabhängigkeit sich vereinten und die zusammen mit ihren Mitkämpfern sich an Martí lehnte, am 26. Juli den Kampf aufnahm, sich vom Angeklagten zum Ankläger verwandelte . Dieser Mann ohne Epoche, zeitlos, der immer der Alma Mater dankte und sich niemals von seinen Wurzeln entfernte.

Es gibt so viele Gründe, die die kubanischen Studenten mit Stolz für ihre Geschichte erfüllen. Deshalb ist der 17. November ein Tag der Freude, weil wir in Freiheit ein so elementares Recht wie das des Zugangs zur Bildung feiern können, aber es ist auch ein Tag der Erinnerung an jene, die in noch sehr jungen Jahren mit ihren Träumen, die ewige Verpflichtung der kubanischen Studentenschaft mit ihrem Land schufen.

Und das Schönste daran ist, dass dieses Engagement weiter geht und dass die Revolution weiß, dass unter ihrer Jugend die Zukunft zu finden ist und sie weiter ihre Geschichte schreiben wird.

Internationaler Tag des Studenten

  • Am 28. Oktober1939, am 21. Jahrestag der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei, brach sich der Widerstand der Tschechen gegen den Faschismus seine Bahn; es kam es zu gewaltigen Protesten in Prag, an denen eine große Zahl an Studenten beteiligt war.
  • Bei der Auseinandersetzung mit den faschistischen Besatzern wurden viele verletzt und einige starben an ihren Verletzungen. Der Medizinstudent Jan Opletal war eines der Opfer. Die Nachricht von seinem Tod entfachte den Hass in der Bevölkerung an und gipfelte in dem Aufruf, den Widerstand zu verstärken.
  • Am 15. November, dem Tag der Beerdigung, gingen die Menschen zu Protesten auf die Straßen. Die Antwort der Nazis darauf war vernichtend.
  • In der Nacht vom 16. zum 17. November umlagerten sie die Studentenwohnheime, verhafteten und schikanierten Tausende Studenten und füsilierten neun von ihnen.
  • Am 17. November wurden alle tschechischen Hochschuleinrichtungen geschlossen und über 1.200 Studenten in das Konzentrationslager Sachsenhausen – Oranienburg transportiert.

Quelle: Zeitschrift Alma Máter.