OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: José Manuel Correa

„Wir Kubaner müssen für den Tourismus eintreten, nicht nur wenn wir daran denken, wie oft wir diese Optionen in Anspruch nehmen können, sondern auch, weil er zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes beiträgt und weil wir durch ihn unsere Kultur, Identität, unsere Werte und unsere nationale Eigentümlichkeit behaupten, sagte der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez am Mittwoch auf einer Arbeitssitzung des Parlaments.

Der Tourismus stelle eine Art des Exports von Dienstleistungen dar und sei der Bereich mit dem größten Anteil an ausländischer Investition, sagte er.

Um effizient zu sein und damit er die Lokomotive der Wirtschaft sein könne, müsse man die produktiven Verzahnungen mit der nationalen Industrie potenzieren. Das wäre man, seiner Meinung nach, dabei zu erreichen, aber es würde noch ein langer Weg zurückzulegen sein.

Der Tourismus müsse auch in den Verbindungen zwischen dem staatlichen und nicht-staatlichen Sektor und in den Programmen der lokalen Entwicklung zum Ausdruck kommen.

Die jüngst verabschiedeten wirtschaftlichen Maßnahmen wie die in Zusammenhang mit der Stärkung der staatlichen Unternehmen, der Ankurbelung des Exports sowie das Ersetzen administrativer Methoden zur Zuweisung von Ressourcen durch andere Finanzierungsmechanismen müssten auch vom Tourismus genutzt werden.

Nach Aussage des kubanischen Präsidenten könne man trotz der Schwierigkeiten von Ergebnissen sprechen.

Er betonte, dass es sich um „eine der Aktivitäten handle, die das meiste flüssige Geld ins Land bringe, sei es um Schulden zu zahlen, zu investieren, Rohstoffe zu kaufen.... Wenn wir das intensivieren und es effizienter machen, werden die Einkünfte steigen“.

Er lenkte auch die Aufmerksamkeit auf die Fähigkeit des Tourismus, Arbeitsplätze zu schaffen und eine Unternehmenskultur zu erzeugen, mit Kadern, die sowohl für das Management als auch im wirtschaftlicher oder ideologischer Hinsicht gut ausgebildet seien.

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Díaz-Canel hob hervor, dass sich dieser Sektor auf einem Konzept der nachhaltigen Entwicklung entwickle, die von einer umfassenden Auswertung ausgehend, zwischen den Säulen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft verlaufe.

In diesem Zusammenhang ging er auf die Veränderung der Arbeitsmethoden ein: es werden bereits keine großen Erdbewegungen mehr vorgenommen, die dort heimische Vegetation wird erhalten, es wird mit einer Dichte von nicht mehr als 25 Zimmer pro Hektar gebaut und die Gebäude sind nicht höher als die Vegetation.

Er führte weiter aus, dass es auf den Wegen Übergänge für Tiere gebe, die Ökosysteme geschützt würden, die Wiederbenutzung des Wassers gefördert werde, Aufbereitungsauflagen nach kubanischem Entwurf benutzt würden, man erneuerbare Energie nutze und Mülltrennung erfolgen würde.

Die Anerkennung, die man international im Tourismusbereich erreicht habe, sei eine Aufforderung nach mehr zu streben. Er ging auf die Bereitschaft einiger Investoren ein, die weiter auf Kuba setzen und auch einige Regierungen hätten deutlich gemacht, dass sie ihre Unternehmen vor den Bedrohungen des Helms-Burton Gesetzes schützen würden.

Díaz-Canel betonte außerdem die Fortschritte, die man dabei erzielt habe, Hotels nach kubanischen Vorschlägen zu entwerfen.  

Von den Sektoren, denen es gelungen ist, ihre Produktionen in den Tourismus einzugliedern, um die Verzahnung mit der nationalen Wirtschaft zu stärken, erwähnte er den Agrarlebensmittelsektor, die Beförderung, die Kommunikation und die Industrie.

„Woran man weiter arbeiten muss, ist der an der Qualität der Dienstleistungen“, sagte er. „Das schwierigste war zunächst das Hotelangebot zu entwickeln und jetzt kommt es darauf an, dass wir uns durch die Originalität der Angebote unterscheiden.“

Er rief dazu auf, neue touristische Produkte zu entwickeln, nicht nur Sonne und Strand, sondern auch solche, die mit Gesundheit,Kultur, Geschichte, nationalem Erbe und Natur in Verbindung stehen, in denen das typisch Kubanische zum Vorschein komme.

Díaz-Canel ging auf die Bemühungen ein, neue Märkte zu erschließen und die Faktoren herauszufinden, die die Besucher einschränken, sei es bei den Reiseoptionen, bei den Zahlungsmöglichkeiten oder den Sitten und Gepflogenheiten.

Er wies auch daraufhin, dass der Fortschritt beim Tourismus sich in eine Alternative für die Entwicklung der Provinzen verwandeln könne und sagte, dass die Absicht, den Tourismus zu verstärken mit dem Niveau an Einkünften zusammenhänge, das er mit sich bringe.

„Es gibt immer ein touristisches Potential. Heute kommen viele Leute nicht wegen der Blockade, aber wir werden das überwinden und wir werden siegen. Wir können nicht auf dieses Irgendwann warten, um unser Hotelangebot zu erweitern“.

Nach den Worten des kubanischen Präsidenten ist Kuba attraktiv wegen „der Sicherheit, den Eigenschaften des Volkes, der Kultur, der Geschichte, der Herzlichkeit, den sozialen Werten; denn Kuba ist das Symbol der Hoffnung, weil Kuba respektiert wird.

„Die touristische Entwicklung erfordert eine intensive, umfassende und intelligente Herangehensweise, die verführerisch ist, bezaubert und anziehend auf die wirkt, die uns besuchen“, sagte er.