OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Martirena

Die Prozesse der Erosion abzumildern, die ganz allgemein die Strände der Karibik betreffen, ist lebenswichtig, wenn man die Widerstandsfähigkeit und den Schutz der Küstengemeinden dieser geographischen Zone vor dem Anstieg des Meeresspiegels und anderer widriger Auswirkungen schützen möchte, die mit dem Klimawandel in Verbindung stehen.

Das Eintreten für dieses Konzept stand im Mittelpunkt der Beiträge der Experten, die auf dem Podium saßen, das innerhalb der Arbeitssitzungen des XII. Internationalen Kongresses über Umwelt und Entwicklung stattfand.

In den Debatten machte man eine Bestandsaufnahme aller bei der Umsetzung dieses Projekts der regionalen Zusammenarbeit erreichten Fortschritte. Dieses Projekt beinhaltet die Auswertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die sandigen Küsten der Karibik und die Suche nach Alternativen für deren Kontrolle und Resilienz. Das von Kuba vorgeschlagene Projekt, an dem zehn Länder beteiligt sind, war von den Regierungschefs des Verbandes Karibischer Staaten (AEC) verabschiedet worden. Im Januar 2108 begann man mit seiner Umsetzung.

Wie Dr. José Luis Juanes Martí, Forscher am Institut für Meereswissenschaften (Icimar) und einer der kubanischen Spezialisten, der als technischer Berater bei diesem Projekt fungiert, gegenüber Granma sagte, habe man sich bis jetzt auf die Bildung institutioneller Kapazitäten und der Ausbildung menschlicher Ressourcen konzentriert, damit dem Phänomen der Erosion angemessen begegnet werden könne. Dies trage auch dazu bei, das technische Niveau anzuheben, das es möglich macht, die Projekte zur Wiederherstellung der Küsten in Angriff zu nehmen, die in naher Zukunft in verschiedenen Ländern der Region durchgeführt werden sollen.

„Wir arbeiten auch an der Gestaltung der konzeptuellen Grundlagen, um ein Regionales Netz zur Überwachung der Erosion zu schaffen“, betonte er.

Um die Zusammenarbeit und den Austausch der am Projekt beteiligten Länder zu stärken, erhielt das Institut für Meereswissenschaften eine Spende an Computerausrüstungen, Software und Verbrauchsmaterial, die in den Auswertungsstudien und der Steuerung der Erosion an den kubanischen Küsten eingesetzt wird.

  • Eine von kubanischen Forschern in Zusammenarbeit mit Kollegen aus den USA, Frankreich und Puerto Rico entwickelte Studie bewies auf unwiderlegbare Weise, dass es sich bei der Erosion um ein allgemeines Phänomen der karibischen Strände handelt.
  • Der geschätzte Rhythmus beim Rückgang der Küstenlinien in der Region variiert zwischen 0,27 und 2,5 Metern pro Jahr.
  • In Kuba hat man bei etwa 80 % der 430 Sandstrände Anzeichen von Erosionsprozessen entdeckt.