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Der kubanische Minister für öffentliche Gesundheit, Dr. José Angel Portal Miranda, erklärte am Freitag gegenüber der kubanischen Presse, dass die kubanische Regierung bei den Bemühungen um eine sichere Rückkehr der am 12. April in Kenia entführten kubanischen Ärzte Assel Herrera Correa und Landy Rodríguez Hernandez nicht einen Moment geruht habe.  

Portal Miranda erinnerte daran, dass der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez im Rahmen seiner Bemühungen mit seinen Amtskollegen in Kenia und Somalia telefoniert hat. Der erste Vizepräsident Salvador Valdés Mesa sei mit dem kenianischen Außenminister zusammengetroffen und Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla stehe im ständigen Dialog mit seinen Amtskollegen aus beiden Ländern.

„Ich für meinen Teil hatte mehrere Gespräche und ein persönliches Treffen mit der kenianischen Gesundheitsministerin im Rahmen der jährlichen Versammlung der Weltgesundheitsorganisation Ende Mai und bin systematisch mit dem Leiter der kubanischen medizinische Brigade in diesem Land in Kontakt", erklärte er.

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Der kubanische Minister sagte, dass die kenianischen Behörden versichert hätten, dass beide Ärzte am Leben seien und dass alle möglichen Maßnahmen ergriffen würden, damit sie sicher in ihre Heimat zurückkehren, aber „dies ist ein komplizierter Prozess, der Zeit braucht und die größtmögliche Diskretion, sollen die Aktionen erfolgreich sein“.

„Bisher hat niemand irgendeine Bedingung im Austausch für die Freiheit unserer Ärzte gestellt, obwohl einige Pressemeldungen erschienen, die dann wieder dementiert wurden", sagte er.

Der kubanische Gesundheitsminister betonte, dass in ähnlicher Weise die Familien der beiden Ärzte in Las Tunas und Villa Clara unter systematischer Obhut stünden, sie würden über die durchgeführten Aktionen informiert, er habe sie auch selber schon besucht und sie hätten der Regierung ihr Vertrauen ausgesprochen, die dem Wahlspruch folge, „keines ihrer Kinder je im Stich zu lassen“.

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Er wies darauf hin, dass Kuba in Kenia eine Brigade hat, die aus 101 Ärzten besteht, von denen 32 derzeit in Kuba Urlaub machen, dass die kenianischen Behörden und die Menschen dort für die humanitäre Arbeit der Ärzte in diesem Land hohe Anerkennung empfinden und dass das Solidaritätsprinzip, das Kuba auszeichnet, dessen ganzes Volk mit Stolz erfüllt.

„Kubanische Ärzte arbeiten in der Regel an entlegenen und schwer zugänglichen Orten, an denen es kein medizinisches Personal gibt, und sie mischen sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines Landes ein. Unserer Zusammenarbeit gehen ausdrückliche Anfragen der Aufnahmeländer voraus und sie unterliegt immer einer Vereinbarung zwischen den Gesundheitsministerien", sagte er.

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Er nannte die positive Bilanz, die die medizinische Zusammenarbeit Kubas für das Leben von Millionen von Menschen in Zehntausenden von Gemeinden in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik darstellt, die ohne diesen Beitrag vor ernsthaften Schwierigkeiten gestanden hätten, Zugang zu Gesundheitsdiensten zu bekommen, „unanfechtbar“.

José Angel Portal Miranda dankte auch für die Besorgnis, das Interesse und die Solidarität der kubanischen Bevölkerung.

"Wir verfolgen diese heikle Angelegenheit, die in der Geschichte der kubanischen Kooperation keinen ähnlichen Vorfall kennt, permanent weiter und werden nicht ruhen, bis unsere Landsleute sicher in unsere Heimat zurückgekehrt sind", schloss er.