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Der kubanische Präsident wies an, die Bevölkerung Moas besser darüber zu informieren, was unternommen werde, damit niemand schutzlos bleibt Photo: Estudios Revolución

HOLGUÍN – Bei dem Treffen, auf dem ein Resümee des zweiten Regierungsbesuchs in Holguín gezogen wurde, lobte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez, dass die Universität der Provinz durch ihre tiefgehenden Studien eng an die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Provinz eingebunden ist. Dabei hob er besonders die hervor, die sich mit den Metallgussformen für das Bauwesen, die Entwicklung von Werkzeugen und bei Tarea Vida mit dem Küstenschutz als besonderem Schwerpunkt befassen.

Andere Betriebe, deren Anstrengungen seine Anerkennung fanden, waren die der Milchindustrie der Provinz, die damit befasst sind, neue Produkte anzubieten, deren Nahrungsmittelsicherheit zu garantieren und an der Verkettung mit dem Tourismus festzuhalten. Er würdigte ebenfalls das Produktionsunternehmen für Nickel und Kobalt, Comandante Pedro Soto Alba, das seine Produktionspläne erfüllt hat und Investitionen tätigt, die trotz der Probleme, die die Anwendung des Titels III des Helms-Burton Gesetzes mit sich bringen, die Effizienz dieser Industrie steigern werde.

Positiv bewertete er auch den Beginn einer ernsten Analyse zwischen Doktoren des Hochschulinstituts für Bergbau und Metallverarbeitung in Moa und von Beamten der Ministerien, die mit dem Bauwesen in Verbindung stehen, für einen unterseeischen Emitter, mit dem die Fabrik beabsichtigt Rückstände der Nickelproduktion auf dem Meeresboden abzulagern. Diese Diskussionen könnten dazu führen, dass man andere wirksamere Wege findet, um die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Er bekräftigte, dass der Ministerrat den integralen Entwicklungsplan Moas genau verfolge und wies an, die Bevölkerung in dieser Gegend besser über das zu informieren, was unternommen werde, damit sie verstehe, dass, auch wenn die Nickelvorkommen einmal erschöpft seien, niemand schutzlos bleiben werde.

Er erkannte an, dass in der Stadt Holguín hart und ernsthaft gearbeitet werde. Dabei begrüßte er auch die Instandsetzungsarbeiten des Eisenbahnterminals, besonders im Hinblick auf die bald zu erwartende Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebs auf der Strecke Holguín-Havanna, die zu einer enormen Verbesserung bei der Beförderung von Passagieren führen wird. Die Hauptstadt der Provinz werde in ihren Bemühungen fortfahren, immer schöner und funktionaler zu werden . Das sagte der Präsident bei mehr als einer Gelegenheit.



ANWEISUNGEN

Wenn auch eine Menge zu loben war, so gab es doch auch bei einigen Betrieben der Provinz viel Anlass zu Kritik. So z.B. was das Thema der Investitionen angeht, die laut Minister für Wirtschaft und Planung Alejandro Gil rechtzeitig ausgeführt und an den produktiven Ergebnissen gemessen werden müssen.

Er kritisierte eine Gruppe von 33 Unternehmen der Provinz, die hohe Erträge aufwiesen und sagte, dass diese nicht Ergebnis produktiver Effizienz sondern schlechter Planung seien, weil man Ziele aufgestellt habe, die unter den realen Möglichkeiten lagen und die dann relativ leicht zu erfüllen waren.

Der Minister für Landwirtschaft Gustavo Rodríguez Rollero führte aus, dass die Provinz intensivere Maßnahmen ergreifen solle, um an die 67.000 Hektar Ackerland in den verschiedenen produktiven Zentren bewässern zu können. Ebenfalls müsse weiter an der Wiedererholung des Viehbestands gearbeitet werden und dabei sollte man die Haltung von Bullen konzentrieren, die jetzt in vielen Händen zerstreut sei. Außerdem müsse man die Zahl der staatlichen Betriebe mit Verträgen für Schweinehaltung erhöhen, etwas, das auch durch den privaten Sektor behindert wird, weil es Züchter gibt, die über Land verfügen, dieses aber nicht zur Produktion von Nahrungsmitteln für die Tiere benutzen.  

Zur Produktion von Schweinefleisch sagte der kubanische Präsident, dass einige private Produzenten mit Haltungsverträgen sich dahinter verstecken würden, dass der Staat die Zusage nicht einhalte, Futtermittel zu liefern, nicht genügend Fleisch liefern oder den Preis unangemessen erhöhen.

Dazu sagte er, man müsse mit diesen Personen sprechen, denn diese Reaktion stelle einen Missbrauch dar. Aber auch für diese Leute, sagte er mit Nachdruck, habe man trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes die Preise für Medikamente nicht erhöht. „Und wir verlangen auch nicht von ihnen, dass sie für gesundheitliche Dienste allgemein oder für die Bildung bezahlen“, fügte er hinzu.

Die Analysen brachten unter anderem zum Vorschein, dass der Raub von Treibstoff und anderer Ressourcen aus staatlichen Betrieben anhält, dass es weiterhin in den Lagern zu viele Ersatzteile gibt und die lokalen Industrien zur Herstellung von Baumaterialien zu wenig genutzt werden.

Angesichts dieser Probleme, sagte der kubanische Präsident, sei die unaufschiebbare Antwort, sich der wirtschaftlichen Aufgaben verantwortlich anzunehmen, ohne die notwendige ideologische Arbeit zu vernachlässigen, die notwendig sei, um der Verschärfung der feindlichen Politik der USA gegenüber Kuba entgegenzuhalten.

SENSIBILITÄT BEI DEN DIENSTLEISTUNGEN

Als eine anerkannte, schöne, saubere Einrichtung von hoher Qualität und Sensibilität bei der Leistung gesundheitlicher Dienste für unser Volk bezeichnete der kubanische Präsident das Klinisch-Chirurgische Hospital Lucía Íñiguez Landín, das für die Behandlung von eineinhalb Millionen Menschen verantwortlich ist.

Mit dieser Einrichtung mit 25 medizinischen Fachrichtungen und 495 Betten begann der kubanische seinen Regierungsbesuch in dieser Provinz,

 Díaz-Canel erfuhr hier, dass man neuartige chirurgische Techniken für die funktionelle Chirurgie bei Parkinson und der arthroskopischen Chirurgie der Schulter, der Behandlung des Bandscheibenvorfalls durch Anwendung von Ozon sowie für Organtransplantationen eingeführt habe.

Der Staatschef besuchte auch den Raum für Hämatologie, wo er sich von der Qualität überzeugen konnte, mit der die Patienten dort behandelt werden. Er besichtigte auch das Zimmer, das für die Empfänger von Knochenmarktransplantationen gedacht ist und er würdigte die Annehmlichkeiten, die dort installiert wurden, um ihnen die beste Behandlung zukommen zu lassen.

Unter dem Blickwinkel, sich in die Haut des anderen zu versetzen, hat sich das Krankenhaus auch bemüht,alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich die Ärzte während des anstrengenden Bereitschaftsdienstes entspannen und gut ernähren können. Das konnte Díaz-Canel feststellen, als er die Abteilung für Ärzte besuchte, die aus verschiedenen Zimmern besteht, die alle klimatisiert sind, Bädern, Aufenthaltsraum, Esszimmer und alles so, dass man es auf den ersten Blick nicht von einem vornehmen Restaurant unterscheiden könnte.

Im Krankenhaus Lucía Íñiguez Landín wird auch ein Computerisierungsprojekt entwickelt, das unter anderem zur Umsetzung eines digitalen Röntgensystems, der Einrichtung eines internen Fernsehkanals, der Wifi Deckung in 60 % des Krankenhauses und zur Inbetriebnahme einer Website, die über die vorhandenen Medikamente in den internen und extern Apotheken des Krankenhauses informiert, beigetragen hat.



DIE INEFFEKTIVITÄT BEI WOHNUNGSBAU ABSCHÜTTELN

Die Ineffektivität, die Hürden und die Bürokratie abschütteln, die das Wohnungsbauprogramm der Regierung verlangsamen, dazu rief der Präsident in Holguín auf. Es ist dies eine Provinz, die den Plan der Fertigstellung von Wohnungen nicht erfüllt, wozu auch die gehören, für die man besonders bedürftigen Personen Zuschüsse gewährt hat.

Er lenkte die Aufmerksamkeit darauf, dass 2019 das erste Jahr der Umsetzung der Wohnungsbaupolitik in Kuba ist und dies müsse ein Wendepunkt für die Lösung eines der schwierigsten Probleme bedeuten, denen sich das Land gegenübersieht.

Er wiederholte, dass es nötig sei, dem Thema der Menschen, die Zuschüsse erhalten und die die verletzlichsten sind und für die die Revolution, alle Ressourcen zur Verfügung gestellt hat, damit sie das Problem lösen können, einen anderen, sensibleren Blickwinkel zu geben. „Warum muss es so lange dauern, eine Basiswohnung von 25 Quadratmetern zu bauen?“, fragte der Präsident, als er die Zeitrückstände auf den Tisch legte, die die Provinz aufweist.117 im Jahr 2012; 1 154 im Jahr 2013; 616 im Jahr 2014; 333 im Jahr 2015; 95 im Jahr 2016 und 52 im Jahr 2017.

Díaz-Canel vertrat die Auffassung, dass die Bedingungen vorhanden seien, diese Rückstände aufzuholen, denn es sei dafür der politische Willen und die Organisationskapazität vorhanden, aber er drängte auch darauf die Handlungsweise zu ändern. Dabei ging er besonders auf die Ernennung von Paten für jede Familie ein, die Zuschüsse erhält, damit diese ihnen bei den Baumaßnahmen zu Seite stehen und darüber wachen, dass der Bau auch fertiggestellt wird.

 Er sprach auch das Thema der Qualität der Bauwerke an. „Es geht hier nicht darum, schlechte Wohnungen zu bauen, damit man den Plan erfüllt, sondern, dass alles was man macht immer besser wird. Wir müssen widerstandsfähige Wohnungen errichten, die den Hurrikanen standhalten“, sagte er.

Der Präsident wiederholte, wie wie wichtig es sei, rechtzeitig die gesamte technische Dokumentation der Wohnung zu haben und dass, wenn der Bau fertiggestellt sei, die Wohnungsdokumentation fertig sei, damit diejenigen, deren Wohnungsproblem gerade gelöst worden ist, nicht weitere Unannehmlichkeiten bewältigen müssten. Wie aus dem Treffen hervorging, ist man in dieser Sache in der Provinz schon weiter gekommen.

Was den Verkauf von Baumaterialien angeht, forderte er nachdrücklich eine strikte Kontrolle aller Stellen, wo diese angeboten werden, damit nicht nur einige wenige, zum Nachteil der wirklich Bedürftigen, einen Vorteil davon haben. Zum Schluss betonte er, dass der Kampf, den es zu führen gelte, der sei, dass es kein einziges Haus mehr mit Lehmfußböden gebe, egal, ob dafür eine legale Dokumentation existiert oder nicht.