OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Wie in den Tagen vor Beginn der Hurrikansaison (1. Juni) üblich, gefällt es den an Meteorologie Interessierten, sich die Prognosen anzusehen, die verschiedene Institutionen im Ausland über die wahrscheinliche Anzahl tropischer Organismen angefertigt haben, die sich in dem Gebiet bilden könnten, das für uns interessant ist, nämlich im tropischen Atlantik, im Golf von Mexiko und im Karibischen Meer.

Zu denen, die am meisten Beachtung finden, gehören die Prognosen, die von den US-Universitäten von Colorado und Arizona erarbeitet wurden und jene der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

Auch wenn vielleicht viele es noch nicht wissen, hat sich seit 1996 das Meteorologische Institut Kubas der begrenzten Gruppe von weltweiten Forschungszentren angeschlossen, die diese Art von Voraussagen mit einer synoptisch statistischen Methode herausgeben, die von Wissenschaftlerinnen Maritza Ballester und Cecilia González und dem Wissenschaftler Ramón Pérez entwickelt wurden.

Die Prognosen über eine Saison haben wissenschaftlichen Wert, indem sie die Kenntnisse über die Faktoren in der Atmosphäre und in den Ozeanen vertiefen, die Einfluss auf das Verhalten der Hurrikansaison haben und uns so schließlich eine annähernde Vorstellung bieten, wie viele tropische Systeme zwischen dem 1. Juni und dem 30. November in der gesamten Region auftreten könnten.

Allerdings stellen sie noch kein entscheidendes Gewicht für die operative Arbeit der Fachleute dar, denn bis jetzt hat keine davon die Kapazität, uns mit genügend großer Vorlaufzeit anzuzeigen wann und über welchen Ort genau ein Hurrikan trifft.

So ist das Entscheidende, weit über die wahrscheinliche Zahl der tropischen Organismen hinaus, die für den gesamten tropischen Atlantik prophezeit wurden ( die kubanische Prognose für die Hurrikansaison geht im Prinzip von einer Hurrikansaison im normalen Bereich aus. Man erwartet die Bildung von 11 tropischen Stürmen ,von denen sechs zu Hurrikanen werden) vorbereitet zu sein und präventiv an der Reduzierung der Schwachstellen zu arbeiten.