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Die effiziente Unternehmensführung, die wir anstreben, hat als wesentliches Element die Kaderpolitik, sagte Díaz-Canel bei der Bilanzsitzung von BioCubaFarma. Photo: Jose M. Correa

Die Stabilität bei der Versorgung mit den Basismedikamenten zu stabilisieren, den Ersatz von Importen zu steigern und neue Produkte einzugliedern, die Märkte zu diversifizieren, die Exportpläne einzuhalten sowie den Investitionsprozess zu verstärken – auch wenn das finanzielle Umfeld schwierig ist- mache es möglich, die produktiven Kapazitäten zu erhöhen, die technologische und logistische Infrastruktur und die Regulierungsnormen zu verstärken. Dazu rief der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez am Montag auf. Er machte deutlich, wie wichtig es für ihn sei, an der Bilanz des Jahres 2018 der biotechnologischen und pharmazeutischen Unternehmensgruppe BioCubaFarma teilzunehmen.

Dies ist für den Präsidenten ein strategischer Sektor innerhalb des nationalen Plans der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung bis 2030, dem wir uns persönlich und Fidel gegenüber verpflichtet fühlen, der diese Einrichtung mit großer Überzeugung gegründet und auch Raúl gegenüber, der die kubanische Wissenschaft immer vorangetrieben habe.

Das Land lebe in einem äußerst schwierigen Moment, in einem Kontext, in dem sich die Rhetorik des Imperiums was die Region Laterinamerikas und der Karibik angeht, gesteigert hat, der Grad der Bedrohung und der Einmischung in wichtige revolutionäre Prozesse der Region zugenommen hat, genauso wie die Kampagnen mit Lügen und falschen Anschuldigungen, mit denen man versucht, die Kubanische Revolution vor der Welt zu diskreditieren, um so die Sehnsucht zu nähren, diese zu zerstören.

Diese Ereignisse stehen mit vielen Elementen in Zusammenhang, die 2018 großen Einfluss auf wichtige Indikatoren der produktiven Entwicklung dieser Einrichtung hatten, sagte der Präsident.

Zu den relevanten Aspekten, denen man Aufmerksamkeit schenken müsse, gehörten die Einkünfte über Exporte und die Instabilität der pharmazeutischen Indistrie bei der Versorgung des Gesundheitssystems, was zu mangelndem Vorhandensein bestimmter Medikamente in den Apotheken geführt habe.

Wie der Präsident von BioCuba Farma Eduardo Martínez sagte, habe man, obwohl der Plan nur zu 94 % erfüllt worden sei, mehr eingenommen als im Vorjahr. Im Vergleich zu den zwei jahren zuvor konnte man auch das Fehlen von Medikamenten um 40 % reduzieren. Nichtsdestotrotz sei es verschiedentlich zu Ausfällen gekommen, die negative Auswirkungen auf die Bevölkerung gehabt hätten.

„Das ist eine Situation, die im Jahr 2019 noch schwieriger werden wird und es ist wichtig, dass die Arbeiter des Sektors und die Bevölkerung dies wisse. Dies habe mit den äußerst harten Sanktionen zu tun, die man den Bruderländern auferlegt hat, mit denen wir Kooperationsabkommen haben. Hinzu kommt die Verschärfung der finanziellen Verfolgung und der Wirtschaftsblockade gegenüber Kuba, was verhindert, dass die Finanzmittel auf einfache Weise fließen.

Wir sind von Regierungsabkommen abhängig und dies hat unser Management geprägt; dabei müssen wir Veränderungen hinzu anderen Perspektiven machen, die es dieser Einrichtung erlaubt, voranzukommen und zu wachsen“, sagte der Präsident.

EFFIZIENTES MANAGEMENT ALS LEITFADEN UND ZIEL

Über eine Regierungs- und Unternehmensführung zu verfügen, die in der elementaren Rolle zum Ausdruck kommt, die das sozialistische Staatsunternehmen in Kuba einnehmen soll, ist entscheidend. Nach Meinung des Präsidenten verläuft diese Effizienz über Arbeitssysteme, die Prioritäten formulieren, entsprechende Räume für Debatte und Teilnahme schaffen und es ermöglichen, mit den Prozessen fortzufahren, damit sich die Probleme nicht anhäufen, proaktive Arbeitsstile gefördert werden, mit weniger bürokratischen Hürden und einem engen Bezug zur Basis.

„Das effiziente Unternehmensmanagement, das wir anstreben, hat als wesentliche Komponente die Kaderpolitik; die Kader müssen vor allem Sensibiliät gegenüber den Problemen der Leute zeigen“, sagte der Präsident.

Er ging auch auf die revolutionäre Unruhe ein, die uns dazu bringen müsse, so zu reagieren, dass man vorankomme und die Probleme löse, ohne dabei die Kultur des Details aus den Augen zu verlieren.

Andere Punkte, die bei der Debatte zur Bilanz zur Sprache kamen, waren die Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften und der Exodus des Personals. In diesem Zusammenhang drängte Díaz-Canel, besonderen Schwerpunkt auf die Arbeit mit der Jugend zu legen. „Oft lässt sich dieser Exodus durch das Lohnproblem erklären, das besteht, aber das ist nur ein Teil. Auch wenn wir heute nicht das für die Arbeit bezahlen können, was sie verdienen würden, nicht, weil wir das nicht wollten, sondern, weil wir finanziell dazu nicht in der Lage sind, so ist doch dies die Einrichtung des Landes, die den höchsten Durchschnittslohn aufweist. Aber trotzdem gehen die Leute fort und das liegt nicht nur am Lohn“, sagte er.

„Wir müssen uns fragen, wie wir mit den jungen Leuten umgehen, wir wir Bedingungen für ihre Entwicklung schaffen, wo man das anerkennt, was jeder einzelne beitragen möchte. In der Zukunft werden wir mehr bezahlen, aber wenn wir dieses Problem nicht gelöst haben, wird der Exodus weitergehen,“ fuhr er fort.

Auch lenkte er die Aufmerksamkeit auf die notwendige Nutzung von Werkzeugen wie die soziale Kommunikation, wo bei die innerstaatliche priorisiert werde und dass die Kollektive die Strategie ihrer Einrichtungen kennen müssen; die Computerisierung muss sowohl zur Produktionssicherung wie auch als Plattform zum Umgang mit der Bevölkerung genutzt werden, damit die Menschen ihre Meinung, ihre Vorschläge, ihre Sorgen äußern können und Antworten erhalten.

Der kubanische Präsident betont, wie wichtig es für die wissenschaftliche Forschung sei, die Verbindung zu den Universitäten zu halten, mit diesen die neu installierten Technologien zu teilen und die wissenschaftliche Pools in Lehranstalten zu verwandeln. Er regte auch an, die Vorteile zu nutzen, die das Vorhandensein eines technischen Hochschulabsolventen bei der Nachfrage nach Arbeitskräften biete.

Eine Stärke sei, dass das Land heute die gesamten in den Leitlinien in Bezug auf den wissenschaftlich- technischen Bereich, die Umwelt, die Innovation, die High Tec Unternehmen, die technologischen Parks und die Beziehung Universität- Unternehmen betreffenden politischen Maßnahmen verabschiedet habe. „Jetzt geht es darum, sie umszusetzen und zu erreichen, dass uns dadurch neue Chancen entstehen.“

Man müsse die Verhandlungsteams verstärken und uns an die neuen Zeiten anpassen wohl wissend, dass unsere Forschungen anspruchsvolleren Regulierungen standhalten müssten und politisiert würden- dies sei dringend erforderlich. In diesem Zusammenhang rief er dazu auf, sich für die Verkettung mit der direkten ausländischen Investition einzusetzen, nicht nur was die Investitionen oder die joint venture Unternehmen innerhalb des Landes angehe, sondern auch im Ausland.

„Man muss mehr exportieren und Geld für das einnehmen, was wir exportieren. Ende 2018 hatten wir nicht eingeforderte und bereits abgelaufene Exportschulden von beträchtlicher Höhe und das in einer Situation, in der das Land das Geld so dringend braucht. Seit Oktober nun haben wir mit einem strengen Nachverfolgungssystem einen wichtigen Betrag zurückbekommen.

Weniger importieren, Importe ersetzen, die Finanzierungen besser handhaben, die Projektmittel zur Innovation nutzen und Sicherheit und Vertrauen in die Machbarkeitsstudien setzen, das sind Dringlichkeiten, die erfüllt werden müssen.

Die nationale Produktion verteidigen, auch die Naturprodukte, ist eine weitere Forderung des Landes.

Wegen all dieser täglichen Arbeit und Hingabe, sagte Díaz Canel, empfinde er tiefen Stolz Kubaner zu sein, wenn er die Beiträge und die neuen Produkte sehe, die sie Wissenschaftler dieser Einrichtung erreicht hätten. „Sie sind der Stolz der Revolution“.

EINIGE ERGEBNISSE DES JAHRES 2018

Aus der Bilanz geht hervor, dass es 2018 gelungen ist, 35 medizinische Eintragungen im Ausland zu erreichen und man damit jetzt über insgesamt 740 verfüge, was ein wichtiger Wert für die Steigerung der Exporte darstellt.

Andere Meilensteine waren die Verhandlungen mit über 50 Ländern und der Austausch mit über 70 neuen pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen zur Unterzeichnung neuer Verträge, unter denen die Verhandlungen mit dem Krebsinstitut von New York besonders herausragen, die mit der Schaffung eines joint-venture Unternehmens zwischen Kubas und den USA in der Sonderentwicklungszone Mariel ihren Abschluss fanden.

Der Investitionsplan, auch wenn die Vorgaben nicht erreicht wurden, erzielte mit einem Anstieg von 33 % gegenüber dem Vorjahr, die höchste Ziffer in den letzten zehn Jahren. Dabei sind besonders die Fortschritte im biotechnologischen Industriekomplex CIGB-Mariel und der Abschluss verschiedener Investitionen zu erwähnen, die bereits genutzt werden.

Bei Forschung und Entwicklung wurden positive Ergebnisse erzielt. Man konnte 23 neue Produkte einführen, acht neue Patentobjekte wurden der kubanischen Behörde für Industrielles Eigentum vorgelegt und auf internationaler Ebene wurden 116 Patente gewährt.