OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Ein Redner sprach über die Bedeutung des Gesetzesdekrets 300 zur Steigerung der Produktionen Photo: Jose M. Correa

„ Lasst uns auf das Niveau erreichen, das die Kommunikation aktuell fordert und die Identität und die Kultur des Widerstands unseres Landes auch von unseren Medien aus verteidigen und zeigen, dass wir alle zusammen Kuba sind, dass wir Kontinuität sind“, betonte der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez beim Resümee des Treffens, bei dem die Arbeit des Kubanischen Instituts für Radio und Fernsehen (ICRT) im Jahr 2018 und seine Projektionen für die Zukunft analysiert wurden.

Aber der kubanische Präsident sprach dort nicht nur für diejenigen, die mit diesen beiden wichtigen Kommunikationmsitteln in Verbindung stehen, sondern für alle, indem er Richtlinien vorgab und Realitäten des nationalen und ausländischen Umfelds darlegte, die uns zwingen, die Arbeitsstile zu ändern, um die Bedürfnisse eines unterschiedlichen Publikums zu befriedigen, ohne dabei die erzieherische, kulturelle und ideologische Funktion aufzugeben.

Deswegen betonte er die Notwendigkeit die Präsenz in den sozialen Netzen zu verstärken, die von den Inhalten des Feindes dominiert würden, der sein Gift gegen die Revolution versprühe.

„Das was nicht gut daran ist, dass sie Ihres hereinstellen und wir das Unsere nicht drin haben“, sagte Díaz-Canel vor einem Plenum, in dem sich fast drei Stunden lang ein Treffen entwickelte, in dem die Kritik und die Selbstkritik hervorstachen und an dem unter anderem auch das Mitglied des Sekretariats des Zentralkomitees der Partei Víctor Gaute und der Leiter seiner Ideologischen Abteilung Joel Suárez teilnahmen.

Er setzte sich dafür ein, das Konzept eines Systems der integralen Arbeit in allen Medien zu entwickeln, das es ermöglicht, Inhalte auf der Grundlage von Qualität und dem Erhalt und der Verteidigung unserer Identität zu formulieren, was „uns zu einem Entwurf von Kommunikationsteilen führt, die zusammengehören“. Er warnte davor, dass wenn dies nicht gelinge, man den Weg für die Strategie des Imperiums frei mache, uns mit seiner Unterhaltungsindustrie seine Pseudokultur und die Trivialität aufzuzwingen. Er forderte gleichzeitig dazu auf, den Fake News von einer herausgehobenen Position aus entgegenzuwirken.

„Wenn wir von Multimedien sprechen, geht es nicht um einen Wettbewerb zwischen den traditionellen und den aktuellen Medien, wir setzen uns für alle ein, es gibt ein Publikum für alle und wir müssen alles gut machen.“

Er führte weiter aus: „ Heute kann ein Fernsehkanal, ein Radiosender, eine Zeitung nicht nur das eine sein, alle müssen auf eine Multimedienpräsenz zielen. Die Entwicklung der Technologien zwingt uns andere Darstellungsformen auf.“

Er erklärte, dass es darum gehe, ausgehend von einer bereits verabschiedeten Politik, die sich in der Phase der Umsetzung befinde, ein Kommunikationskultur im Land auzubauen, die als Wissenschaft und Notwendigkeit, eine Perfektionierung der Managementmodelle der Kommunikationsmedien bewirken werde.

Wie auch für andere Bereiche des wirtschaftlichen und sozialen Lebens bezeichnete er den Prozess der Computerisierung als entscheidend; wenn man vorher die Produkte in audiovisuelle Formen umwandeln musste, so müssen sie jetzt, entsprechend den Bedürfnissen des jugendlichen Publikums zu Apps werden.

Strategische Allianzen

Díaz-Canel betonte, dass das ICRT Inhalte in Koordination mit den entsprechenden Institutionen produzieren müsse und er betonte die Rolle, die die Kader dabei einnehmen müssten, deren Schulung allerdings noch Mängel aufweise, wie der Bericht festgestellt habe. Bei ihnen dürfe nicht das Gespür für die Probleme der Menschen, die revolutionäre Unruhe und die Kultur des Details fehlen.

Er mahnte an, die innovativen Dinge wie die Musikprogramme am Sonntag gut zu machen; dabei führte es als Beispiel La Banda an, was außer dass das Programm unterhalten und die Kultur wertgeschätzt habe, auch bewies, dass es in Kuba ein sehr gutes System zur künstlerischen Ausbildung gebe, und das sei Identität.

Er warnte davor, auch wenn man unsere Besonderheiten berücksichtigen müsse, sich nicht von internationalen Tendenzen im Fernsehen wie z.B.der Durchführung von Programmen zu einer bestimmten Saison abzukoppeln, genauso wenig wie von der Interaktivität und der Verstärkung der Programme mit Zuschauerbeteiligung, den Videoclips und den Apps.

Eine der größten Neuerung der Verfassung verfechte die Autonomie der Bezirke; sie bringt für das Radio- und Fernsehsystem neue Managementformen mit sich, die dergestalt sein müssen, dass sie nicht die Selbstbestimmung der Sender und Fernsehstudien beeinträchtigen.