OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Miguel Díaz-Canel auf einem Rundgang durch das Dorf Artemisa Photo: Estudios Revolución

Es ist in unserem Land nicht üblich, dass in unseren Zeitungen irgendein Artikel, ein Kommentar oder eine Chronik erscheint, die von unserem Präsidenten handelt, der die Geschicke der Nation auf kollektive Weise und in der absoluten Überzeugung leitet, dass man nur mit der Arbeit aller im Land so vorankommen werden, wie es nötig ist.

Man kann daraus ableiten, dass in diesem „aller“ auch die Journalisten enthalten sind. Wenn wir dann unsere Rolle nicht so ausüben, wie wir sollten und lieber Adjektive missbrauchen – nur gute natürlich – wenn es darum geht, eine Aktion von den tausenden zu bewerten, die das Land unternimmt und die nicht immer in dem Rhythmus oder mit der Qualität verlaufen, wie sie sollten.

Ermutigend ist jedoch, dass eine ziemliche große Anzahl junger Journalisten in allen unseren Medien damit beginnen „ die Wirklichkeit zu sehen“, die andere nicht gesehen oder falsch wiedergegeben haben.

Es wird recherchiert, untersucht und heftig kritisiert, wenn für einen geplanten Besuch alles äußerlich so beschönigt und geschminkt wird, dass der Beamte sehen soll, wie „gut“ die Dinge dort funktionieren.

Der Reporter, der Mann oder die Frau hinter der Kamera stellen das Land mit immer größerer Objektivität dar, sie decken Gründe auf, warum sich die Fertigstellung einer Baumaßnahme verzögert und auch die schlechte Qualität einiger von ihnen. Die nicht freundliche Behandlung bei Dienstleistungen für die Bevölkerung oder auch die Gleichgültigkeit irgendeines Vaters, der seinen Sohn in der Schule „abgibt“, damit sich einzig und allein die Lehrer um dessen Erziehung kümmern sollen.

Uns allen fehlt noch das Fixiermittel, um zu jedem Zeitpunkt nicht mit Parolem oder aus persönlicher Zuneigung heraus zu handeln, wenn wir etwas sehen, das nicht in Ordnung sein könnte.

Die Gleichgültigkeit oder das „lieber keinen Konflikt riskieren“ kann nicht die Antwort sein, wenn wir in ein Krankenhaus kommen, in dem man Investitionen in Millionenhöhe gemacht hat, um der Bevölkerung eine vollständige Gesundheitsversorgung zu garantieren, um darauf zu warten, dass man bei uns eine kostspielige Untersuchung am Herzen vornimmt und wir eine schmutzige Wand sehen oder Papier oder Watte auf dem Boden liegt. Oder wenn wir hören, dass jemand laut fordert, behandelt zu werden, ohne Rücksicht darauf, dass der Arzt gerade einen Patienten behandelt, weil dessen Fall dringender ist oder einfach weil er früher gekommen ist.

Viele kubanische Journalisten hatten die Chance – ich würde sagen das Privileg – beruflich an der Seite Fidels zu arbeiten, als dieser durch das Land reiste, Krankenhäuser, Schulen, Farmen, Zuckerrohrfelder und Zuckerfabriken besuchte oder auch bei Auslandreisen.

Fidel ist für die Journalisten eine wahrhafte Schule gewesen. Er war gegenüber dem, was wir machten nie kontemplativ sondern immer darauf bedacht, dass wir unsere Aufgabe gut und mit aller Sicherheit ausübten.

Es stellte sich als nahezu unmöglich heraus, ihm zu folgen, denn Fidel ging überall hin. Setzte sich Risiken aus, sah alles, „fasste alles an“. Er fragte mit mehr Vehemenz nach als jeder von uns. Er legte seine Hand auf unsere Schultern, um ein Gespräch zu beginnen, das Minuten oder sogar Stunden dauern konnte. Man musste ihn überzeugen, wenn wir ihm eine Idee vorschlugen oder wenn er Berichte gelesen oder gehört hatte, der ihn nicht völlig zufriedenstellte.

So war Fidel immer und wegen seines gesamten Werks, seines Muts, seiner Beständigkeit in der Arbeit und seiner Vision der Zukunft, erinnert man sich überall an ihn, in jedem Land, in den Herzen von Millionen auf der Welt, die ihm dankbar sind und seine Gegenwart spüren.

Aber ich habe sowohl in Kuba als auch im Ausland sehr wenige Menschen beobachtet, die ihn Präsident genannt hätten. Und er war ein solcher. Aber die Bezeichnung „Comandante“ hörte sich so vertraut an, so nah und gleichzeitig respektvoll, dass wir immer wollten, dass er genau das wäre: der Comandante.

Heute, im Kuba der Kontinuität, ist Miguel Díaz-Canel, der sein Schüler war, gekommen, um die ihm vom Comandante zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen.

Der heutige Präsident Kubas, der alle mit seiner Fähigkeit den direkten und systematischen Kontakt mit seinem Volk aufzunehmen, bewegt und überzeugt hat, trägt unter seinem Arm das Büchlein, das diese wichtige Lektion mit der Unterschrift von Fidel Castro Ruz, dem Comandante enthält.

Der Präsident der Kontinuität wird anerkannt und man bewundert ihn. Man weist ihn auf etwas hin, weil er das gefordert hat. Die Presse betrachtet er als Teil seiner Arbeitsteams.

Er kritisiert das, was schlecht gemacht wurde und er fordert, dass die Führung auf allen Ebenen mit dem Volk verbunden sein muss, seine Beschwerden anhört, bei der Suche nach Lösungen hilft, wo ein Bürger nur eine bürokratischen Antwort auf seine Beanstandung erhalten hat.

Er achtet auf alle Details. Die Geburtstage, die geschichtlichen Daten und er verpflichtete sich den Journalisten gegenüber, und er hat dies genau eingehalten, ein Konto im sozialen Netz Twitter zu haben und es als Teil seiner Arbeit an der Spitze des Landes zu benutzen.

Man kann seine Sicherheit beobachten, wenn er mit Spezialisten auf gleicher Ebene über ein Thema spricht. Er unterhält sich mit Bauern, Arbeitern und mit Wissenschaftlern. Er ist begabt, was die Beherrschung der neuen Technologien und der Kommunikation angeht und er fordert, dass man diese dem Volk so einfach wie möglich erklärt, aber dass man Wissen und Überzeugung in ein Thema einbringe, dass in unseren Zeiten eine so große Bedeutung hat.

Er ist ein Präsident, der unermüdlich ist, bemerkte ein Verwandter, der daran gewohnt ist ihn in den Fernsehnachrichten zu sehen und seine ständigen Rundgänge zu beobachten, bei denen es immer genug Raum gibt, um den Menschen aus dem Volk zuzuhören und mit ihnen im Stil des Comandante zu sprechen.

In den Umarmungen Raúls, wenn er ihn auf der Rückkehr von irgendeiner Reise erwartet, kann man Zuneigung, Sicherheit und Vertrauen feststellen. Armeegeneral Raúl Castro Ruz weiß, dass die Kontinuität garantiert ist und dass Fidel, in seiner neuen Dimension, von seiner unvergänglichen Tribüne im Herzen eines Felsens, in jeder Handlung des neuen Präsidenten präsent ist.