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Der kubanische Präsident nahm zusammen mit den Abgeordneten an der Analyse über den Prozess der Computerisierung der Gesellschaft teil Photo: Estudio Revolución

Es besteht seitens der Regierung der Wille, im Prozess der Computerisierung der Gesellschaft weiter voranzukommen, sagte der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez bei der Analyse dieser Politik im Ausschuss über Dienstleistungen.

Der Präsident machte deutlich, dass dieser Prozess bereits Realität sei, dass er voranschreite, sich nach und nach gefestigt habe und inmitten einer schwierigen wirtschaftlichen Situation und einer aggressiven Politik der Subversion stattfinde, die die Absicht verfolge, den Kubanern über imperialistische Projekte Zugang zum Internet zu verschaffen.

In diesem Zusammenhang fügte er hinzu, dass es sich aber gerade jetzt beweise, dass die Kubaner dies über Dienstleistungen tun könnten, die von der eigenen Regierung zur Verfügung gestellt würden und für die unsere Ressourcen und Talente verwendetet würden.

„In den USA gibt es eine Task Force, die sich darauf konzentriert, wie man, nach ihren Worten, allen freies Internet gibt. Welche Absichten stehen wohl dahinter, wenn sie doch die ersten sind, die verhindern, dass wir die notwendigen Ressourcen für die Infrastruktur bekommen, wenn die wichtigsten Unternehmen, die Beziehungen zu Kuba hatten, finanziellen Verfolgungen und einseitigen Sanktionen ausgesetzt wurden?“

„Deswegen“, so fügte er hinzu, „ sind wir hier dabei eine Schlacht bei der Blockade und auf dem Feld der Ideologie zu gewinnen.“

Díaz-Canel ging auch auf die Debatte ein, zu der sowohl die Abgeordneten und die Beamten des Kommunikationsministeriums zu einem Thema beigetragen haben, das eine Möglichkeit der Prosperität und der Modernität darstellt.

„Wir müssen die Computerisierung als einen Prozess sehen, der auf den Bereich der Wirtschaft, der Ideologie und der Gesellschaft übergreift, und der außerdem ein Vermittler bei der Teilnahme der Bevölkerung an der Entscheidungsfindung ist.“

Der kubanische Präsident sieht die Regierung und den E-Commerce als wesentliche Bereiche für die Politik der Comuterisierung.

Er ging auch auf die Bedeutung der Cybersicherheit ein und betonte, dass bei allem, was man tue, der Cyberspace geschützt und verteidigt werden und Souveränität haben müsse.

Er hob die wichtige Rolle der Kader und der Führung von staatlichen Institutionen bei diesem Prozess hervor.

„Die Netze dürfen nicht ignoriert werden, dort findet ein ideologischer Kampf statt. Heute ist der gesamte Ministerrat in Twitter vertreten und gibt Informationen weiter, ein Weg mehr, um mit der Bevölkerung zu interagieren“, sagte er weiter.

„Das Internet dient dazu, Wissen zu vermitteln, dort können Ideen und erbauliche Gefühle mitgeteilt werden. Die wichtigste Funktion, die wir ihm jetzt geben müssen, ist, dass es zu einer emanzipatorischen Plattform der Werte wird und um das zu erreichen, müssen wir eigene Inhalte schaffen“, fuhr er fort.



DAS VOLK BEI DER ENTSCHEIDUNGSFINDUNG

Als mitwirkend, didaktisch und als Ausdruck der Möglichkeiten, die sich ergeben, wenn wir die Vorschriften der Politik der Computerisierung der Gesellschaft richtig anwenden bezeichnete Díaz-Canel die Erfahrung, die vom Ministerium für Hochschulbildung bei der Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologie im System des Umgangs mit den an den dortigen Universitäten Eingeschriebenen gemacht wurden.

„Mit dieser Praxis etabiert man ein Feedback Situation zwischen Studenten, Professoren, der Familie und der Leitung, aus der Fragen, Orientierungen, Antworten und andere Vorteile hervorgehen.

Dass dies aus einer staatlichen Institution hervorgeht, macht den Respekt vor der Bevölkerung deutlich und ist auch eine Ausübung von Demokratie und der Beteiligung des Volkes an der Entscheidungsfindung“, sagte der kubanische Präsident weiter.

Er ging weiter darauf ein, wie wertvoll die Erfahrung dieses Ministeriums sei und versicherte, dass wenn die Bevölkerung über etwas beunruhigt sei, Zweifel äußere, ihre Meinung sage und diese berücksichtigt werde, so führe das dazu, dass die Institutionen sich anders besinnen, andere Vorschläge machen und andere Möglichkeiten zur Problemlösung finden müssten.

Er rief dazu auf, dass diese Praxis keine Ausnahme bleibe, sondern sie sich als Arbeitssystem in alle Zentrale Verwaltungsorgane des Staates und staatliche Einrichtungen ausdehnen solle.

Er stellte einige Betrachtungen über die Politik der Computerisierung der Gesellschaft an, ein Thema, das am Mittwoch in der Sitzung des Plenums mit den Abgeordneten analysiert wird und zu den Schritten, die die Zentralregierung auf der Suche nach einer besseren Verbindung mit den Instanzen der Gemeinden und Provinzen unternehmen wird. Wichtigstes Ziel dabei ist, die Vorstellungen der Bevölkerung und die Antworten, die die Einrichtungen darauf geben, in eine Wechselbeziehung zu bringen.

Als Beispiel dafür gab er an, dass seit gestern der gesamte Ministerrat an den Sitzungen der Ständigen Arbeitsausschüsse der Nationalversammlung teilnehme und obwohl die Zeit dafür fast nicht ausreiche, habe er alle Minister gebeten, vor der ordentlichen Sitzungsperiode des Parlaments an der Sendung Mesa Redonda im Fernsehen teilzunehmen.

Die Auftritte der Minister im Fernsehen würden in diesem und im kommenden Monat fortgeführt und es sei bereits ein Vorschlag für ein Fernsehprogramm gemacht worden, das regelmäßig stattfinden soll, damit systematisch die staatlichen Einrichtungen die Bevölkerung über das informieren, was ihnen Sorgen bereitet und die Pläne einer jeden Einrichtung.

„Wir, die wir Entscheidungsämter haben und Diener der Öffentlichkeit sind, schulden der Bevölkerung eine lückenlose und direkte Information und zusammen müssen wir das tun, was Fidel allein gemacht hat, denn alle zusammen sind wir Fidel“, betonte Díaz-Canel.

Er kündigte an, dass demnächst eine Website, ein YouTube Kanal und ein Twitter Konto des Präsidenten des Landes erscheinen werde, um Angelegenheiten mehr instituoneller Art zu behandeln und mit der Bevölkerung in einen Austausch zu treten, wie es sein soll.

Er rief dazu auf, die bestehenden Möglichkeiten der Konnektivität und Infrastruktur besser zu nutzen, von einer aufbauenden und emanzipatorischen Plattform aus, damit in den sozialen Netzen auch die Inhalte der Revolution zu finden sind, unserer Identität.

Die Computerisierung der Gesellschaft ist eine Realität und bringt den politischen Willen der Regierung zum Ausdruck, weiterhin ohne die Plattformen der Einmischung, die sie uns aufzwingen wollen, voranzuschreiten. „Wir tun das mit unseren eigenen Anstrengungen, Talenten und unserem Potential“ sagte der kubanische Präsident.