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Photo: Ismael Batista

Nach drei Zwischenlandungen vor dem Sammelpunkt, wo er an Bord der IL96-300 der Cubana de Aviación ging, die ihn nach Kuba zurückbringen würde, quellen die Gedanken von Dr.Rogelio Hernández über von Erinnerungen.

Er lebte zwei Jahre im Südosten Brasiliens, im Staat Pará, zu lange, um seine Erlebnisse in zwei Minuten zu schildern.

Er spricht dann über die Herausforderungen, dener er sich gegenübersah, was es bedeutete, für eine Bevölkerung verantwortlich zu sein, sich in sie hineinzuversetzen. „Ein Arzt hat keine feste Arbeitszeit“, erklärt er.

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Unter all seinen Erinnerungen, fischt er eine heraus. „Es ist nichts wichtiger für einen Arzt, als ein Kind in Empfang zu nehmen. Das ist das Schönste“, sagt er.

Er erzählt von den widrigen Bedingungen, von diesem regnerischen Tag, und wie die Menschen schnell nach dem einzig verfügbaren Arzt suchten. Er erinnert sich eine schwierige Geburt zum Abschluss bringen zu müssen, die bereits in einem Auto begonnen hatte.

Die Augen glänzen. „Dieses Kind trägt meinen Namen. Gott sei Dank lebt es und ist gesund. Ich hatte das Glück, es in meinen Sprechstunden weiterzubehandeln und es wächst gesund auf.

Rogelio ruft sich aber auch traurige Ereignisse ins Gedächntnis, die Male, an denen er nicht alles tun konnte, was er gerne getan hätte, weil die Entfernung einfach zu groß war und er nicht rechtzeitig eintraf. Einen Patienten zu retten zu versuchen und bis zum nächstgelegenen Krankenhaus zu begleiten, das bedeutete, von seiner Gemeinde aus eine Strecke von 300km zurückzulegen

„Nichts erfüllt einen so sehr, wie die Dankbarkeit der Menschen. Sie hätten immer vor Beginn der Sprechstunde gefragt, wie er sich fühle, ober er gut geschlafen habe oder ob er etwas von seiner Familie erfahren habe. Es war sehr schmerzhaft für mich, wegzugehen. Aber noch schmerzhafter ist es, zu wissen, dass nun keiner da sein wird, der ihnen hilft.“

Rogeli kam mit dem Flug Nr. 21, der 212 kubanische Mitarbeiter des Pogramms Mais Médicos para o Brasil zurück nach Kuba brachte. Fünf Stunden zuvor später kamen mit dem Flug Nr. 22 weitere 210. Damit sind jetzt 4.500 kubanische Ärzte bereits nach Kuba zurückgekehrt.

Ihnen allen wurde auf dem Internationalen Flughafen José Martí ein herzlicher Empfang bereitet.

Photo: Ismael Batista

Dr. Karel Gómez García erinnerte an Fidel und dass „ seine Gegenwart in allem zu spüren ist, was wir tun. Auch Che Guevara kommt mir in den Sinn. Wir können sagen: Lieber Raúl, die uns übertragene Aufgabe wurde erfüllt“, sagte er im Namen seiner Kollegen.

„Wir sind nach Brasilien gegangen, um einem Volk, das unsere Dienste brauchte und immer noch braucht, Liebe, Leben und Gesundheit zu bringen“, sagte er.

„Sein Präsident, aus seiner Haltung voller Hass und Bosheit heraus, wollte nicht, dass wir unsere Arbeit fortsetzen und hat einen völlig sinnlosen Diskurs begonnen. Kein Mensch auf der Welt stellt unsere Fähigkeiten in Frage. Das wird durch die kubanische Schule der Medizin bestätigt, die Werte und Prinzipien vermittelt, wo man uns Wissenschaft und Wissen lehrt und wo der Humanismus und der Internationalismus blühen, die uns vom Rest der Welt unterscheiden. Unserer Partei, unserer Regierung und unserem Gesundheitsministerium sagen wir: Hier sind wir, die wir mehr als Ärzte sind. Sagt uns, was für andere Aufgaben wir erfüllen müssen“, sagte der Mitarbeiter.

Für Dr. Odisley García repräsentiert die kubanische Medizinschule den Weg der Wissenschaft, der Ethik, der Solidarität und des Humanismus.

Photo: Ismael Batista

„Unsere Würde ist nicht verhandelbar. Wir sind revolutionäre und patriotische Mediziner. Die Einfachheit und Bescheidenheit der kubanischen Gesundheitsfachleute wird dem brasilianischen Volk im Gedächtnis bleiben“, versicherte sie.

„Ihr seid Männer und Frauen, die keine Verträge mit ihrem Heimatland machen, sondern Verpflichtungen mit ihrem Volk eingehen“, betonte die Stellvertretende Ministerin für Gesundheit Regla Ángulo Pardo.

Sie erinnerte daran, dass, als das Programm Más Médicos im Jahre 2013 begann, Brasilien die Absicht gehabt habe, Ärzte für die Grundversorgung zu rekrutieren, die in Gemeinden im ganzen Land arbeiten sollten, unschließlich der 701 Gemeinden, die zurzeit völlig ohne ärztliche Betreuung sind.

„Tausende neuer Posten schuf man sowohl für brasilianische Gesundheitsexperten als auch für Ausländer. Von letzteren antworteten mehrheitlich Kubaner auf die Anfrage. Mehr als 20.000 unserer Fachkräfte nahmen am Programm teil“, präzisierte sie.

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„Wir haben sie an einen freundlichen, zärtlichen Umgang in der Sprechstunde gewöhnt“, sagte dr. Ivett Terry Ordaz, die im Staat Pará arbeitete, gegenüber Granma.

 „In meinem Bezirk waren wir nur zwei Ärzte. Sie waren nicht an Familienärzte gewohnt, wie wir sie kennen, dass der Arzt sich mit ihnen unterhält, ihnen Orientierung gibt.“