OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Foto: Archiv Granma

Zwei neue Dokumente, die den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Kuba und China neue Impulse geben, wurden am heutigen Mittwoch im Rahmen der XIV. Sitzung des Bilateralen Unternehmerausschusses unterzeichnet.

Eines davon war der Aktionsplan 2019 des Ausschusses und das zweite die Absichtserklärung zwischen dem Zentrum zur Förderung des Außenhandels und der Auslandsinvestition Kubas (PROCUBA) und dem Chinesischen Rat zur Förderung des Internationalen Handels (CCPIT).

Bei der Sitzung gab der CCPIT Vizepräsident ChenZhou bekannt, dass man an verschiedenen Aspekten arbeiten werde, wobei der erste den Austausch von Gruppen und der Ausrichtung von Events und Foren zur Investitionsförderung betreffe und der zweite darauf gerichtet sei, spezifische Informationen über Wirtschaft und Handel für die bilaterale Zusammenarbeit bereitzustellen.

Außerdem biete man chinesischen und kubanischen Unternehmen rechtliche Beratung, Vermittlung, Schiedsverfahren, Schulung, intellektuelles Eigentum und andere Dienstleistungen, um die Entwicklung der gegenseitigen Zusammenarbeit zu schützen. Auch fördere man den Austausch zwischen Provinzen Chinas und der Insel.

Zhou stellte fest, dass seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern vor fast 60 Jahren, die Beziehungen eine starke wirtschaftliche Komplementarität aufrechterhalten hätten und der bialterale Handel auf bemerkenswerte Weise angestiegen sei.

„Elektronische und mechanische Produkte aus China von hoher Qualität sind überall in kubanischen Haushalten zu finden und Produkte wie Zucker, Rum, Tabak und Meeresfrüchte aus Kuba finden immer mehr Liebhaber unter chinesischen Käufern“, sagte er.

In diesem Sinne arbeite man an verschiedenen Projekten der Zusammenarbeit in dem Maße, wie sich die Sonderentwicklungszone Mariel ausdehnt, denn die Unternehmen Chinas hätten dahingehend großes Interesse gezeigt.

Der CCPIT (wichtigste Einrichtung Chinas zur Förderung von Handel und Investition) vertritt die Auffassung, dass die Arbeit Kubas seit man im Jahr 2003 den Kooperationsvertrag zur Schaffung des Unternehmerausschusses Kuba –China unterzeichnet habe, sehr wichtig gewesen sei.

So führte der Präsident der kubanischen Handelskammer Orlando Hernández Guillén aus, dass die aus China stammenden Lieferungen eine breite Palette von Produkten umfassten, die praktisch in allen Bereichen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens Kubas präsent seien – im Bereich Gesundheit, Bildung, Elektronik, Transport, Informatik, Telekommunikation und Ernährung.

„Bereiche wie Tourismus, erneuerbare Energie, Bauwesen, Landwirtschaft und Biotechnologie-Phamaindustrie bieten wichtige Chancen, die die chinesischen Unternehmer nutzen können“, fügte er hinzu.

Er stellte jedoch fest, dass die Investitionen Chinas in Kuba noch nicht annähernd das Potential nutzen, das der Markt biete; beide Seiten müssten in diesem Sinne weiter arbeiten, sagte er.

Er wies auch darauf hin, dass die kubanische Handelskammer sich in diesem Jahr der Seidenstraße Chinas angeschlossen habe. „Wir wollen uns an diesem Projekt so engagiert wie möglich beteiligen, was bedeutet, dass der chinesische unternehmerische Sektor aktiver am Prozess der Aktualisierung unseres Wirtschaftsmodells teilnimmt (...), sagte er.

Er ging auch auf die Präsenz Kubas auf der ersten Internationalen Importausstellung im vergangenen Monat in Shanghai ein, wo die Insel mit 31 Unternehmen vertreten war; die Ausstellung war auch vom Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez besucht worden.

China ist heute der größte Handelspartner Kubas in Asien und der zweitgrößte weltweit.