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Kuba fördert die Energieerzeugung durch Biomasse mit dem Bau einer Anlage, die im Agrarindustriekomplex Ciro Redondo in Ciego de Ávila pro Tag 60 Megawatt (MW) Strom erzeugen kann.

Dem Leiter der Logistik- und Handelsabteilung der Baufirma Biopower S.A., Armando Urquiola, zufolge könnte die Bioelektrizitätsanlage Mitte nächsten Jahres fertiggestellt sein. Nach einem notwendigen Prozess, um die Logistik abzusichern, sei das Projekt bereits in der Lage, das auf 1 500 Tonnen Biomasse geschätzte Rohmaterial zu liefern, berichtet Prensa Latina.

Um invasive Pflanzen wie Marabu zu nutzen und in Elektrizität umzuwandeln, war es notwendig, spezifische Maschinen zu konstruieren, die Biopower (ein gemischtes Unternehmen mit britischer, chinesischer und kubanischer Beteiligung) aus Deutschland importierte, erklärte der Vertreter.

Die Ausrüstung, die bereits in Camagüey verwendet wurde und in der Lage war, Marabu-Biomasse an den Agrarindustriekomplex Ignacio Agramonte für die Zuckerraffination zu liefern, ist in der Lage, das Feld zum Furchen und Säen bereit zu hinterlassen.

Laut der Führungskraft sparen drei Tonnen Biomasse aus Bagasse zu deren Umwandlung in Elektrizität dem Land die Kosten von einer Tonne Heizöl.

Wie die Behörden des Sektors ankündigten, soll Biomasse 14 jener 24 Prozent erneuerbarer Energien ausmachen, die Kuba bis 2030 erreichen will.

PRÄZISIONEN

- In den Zuckerfabriken Jesús Rabí in Matanzas und Héctor Rodríguez in Villa Clara entstehen zwei weitere Bioelektrizitätsanlagen von jeweils 20 MW.


- Miguel Diaz-Canel Bermúdez, Präsident des Staats- und des Ministerrates, hat in einer kürzlich abgehaltenen Sitzung zur Erörterung des Themas zum Ausdruck gebracht, dass das Land sein ganzes Potenzial ausschöpfen und sich nicht damit begnügen sollte, das Jahr 2030 mit 24% der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen zu erreichen. Es müsse alles getan werden, um in Abhängigkeit der Wirtschaftslage ein besseres Ergebnis zu erzielen, sagte er.