OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Juvenal Balán

„Wir zählen auf euch. Wir sind Kuba“, lautete die Botschaft, mit der Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez während seines Besuchs im September in New York seine Rede vor mehr als 150 in den USA lebenden Kubanern abschloss. Die kubanischen Emigranten trügen in allen Teilen der Welt entscheidend zu den Kämpfen und Interessen bei, die unsere Nation verteidigt.

An diese Botschaft erinnerte auch Ernesto Soberón Guzmán, Direktor für konsularische Angelegenheiten und Kubaner mit Wohnsitz im Ausland des Außenministeriums (MINREX), in seiner Rede auf dem XIII. Regionaltreffen von Kubanern in Europa.

„Gestatten Sie mir erneut zu bekräftigen, dass die Stärkung der Beziehungen zwischen der kubanischen Nation und ihren Staatsangehörigen im Ausland kontinuierlich und unumkehrbar ist“, sagte Soberón.

Ein wichtiger und beispielloser Schritt in diese Richtung sei die Tatsache, dass alle Kubaner im Ausland, unabhängig davon, wo sie sich befinden, an der Debatte über das neue Verfassungsprojekt teilnehmen können.

Bis heute haben Kubaner, die in 121 Ländern der Welt leben, an dieser Volksbefragung teilgenommen, was ihren demokratischen und einzigartigen Charakter bestätigt.

Kubas Beziehungen zu seinen Auswanderern war nicht ausgenommen vom historischen Konflikt mit den Vereinigten Staaten und der bedingungslosen Unterstützung Washington für die Emigranten-Gruppen gewesen, die bereits seit dem 1. Januar 1959 auf Terrorismus und Aggression setzten, um die Revolution zu stürzen.

In diesem Zusammenhang müsse die Bedeutung des Dialogs von 1978 betont werden, in dem in Gegenwart und unter der entschlossenen Führung von Fidel die Unterstützung und das Engagement der kubanischen Regierung für die Entwicklung der Kontakte zwischen der Nation und den Emigranten zum Ausdruck gebracht wurde.

Das Ideal für Kuba war und ist es, die Beziehungen zu den im Ausland lebenden Kubanern zu stärken. Trotz der aktuellen minderheitlichen extremistischen Strömung, die nach wie vor die Konfrontation zwischen in anderen Ländern lebenden Kubanern und ihrem Vaterland fördert, setzt unsere Regierung heute auf den Ausbau eines offenen und umfassenden Dialogs mit unseren Landsleuten im Ausland.

Mehr als fünf Jahre nach der Aktualisierung unserer Migrationspolitik nimmt die Zahl der Reisen von Kubanern mit einem gültigen Reisepass weiter zu. In diesem Zeitraum wurden von Kubanern 2.674. 676 Reisen ins Ausland unternommen.

Parallel dazu hat sich auch die Zahl der Einreisen von im Ausland wohnenden Kubanern erhöht. Vom 14. Januar 2013 bis zum 14. Januar 2018 wurden 2.080.043 derartige Einreisen registriert.

Außerdem ist auch die Zahl der Anträge auf Wiedereinbürgerung von ausgewanderten Kubanern gestiegen. Seit 2013 sind 40.603 Emigranten wiedereingebürgert worden. Soberón fasste zusammen, dass die Kubaner gegenwärtig immer mehr reisen und nicht massiv emigrieren.