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Díaz-Canel hob die Bedeutung von Treffen dieser Art hervor, um aus erster Hand die Initiativen kennenzulernen, die man in den verschiedenen Gebieten durchführ und, die es lohnen auf andere übertragen zu werden Photo: Estudio Revolución

Pinar del Río – Wie der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez es den Menschen zusicherte, mit denen er auf der Straße ins Gespräch kam und die, mit denen er in den wirtschaftlichen und sozialen Zentren sprach, endete der Regierungsbesuch mit einem Treffen, auf dem die Art und Weise erörtert wurde, wie die wichtigsten Probleme anzugehen sind, die den Bewohnern dieser Provinz aktuell Sorgen bereiten.

Bei der Sitzung, an der Mitglieder des Ministerrats, Vizepräsiedenten des Staatsrats, lokale Behörden und Leiter der wichtigsten Unternehmen und Institutionen des Gebietes teilnahmen, nahm Díaz-Canel Bezug auf die Sorgen, die ihm die Bevölkerung selbst direkt mitteilte und jene, die sein Arbeitsteam feststellte.

So betonte der die Notwendigkeit, dem Thema Wohnungsbau den Vorrang einzuräumen, da immer noch 10.900 Familien, die vom den Hurrikanen betroffen waren, auf eine Wohnung warten.

Pinar del Rio sei die Provinz, die am weitesten beim Wiederaufbau der Zerstörungen zurückliege, die die Zyklone seit 2002 verursacht hätten.

„Deswegen müssen wir nun sehen, wie wir den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr strukturieren, damit der Wohnungsbau ausgeweitet werden kann“, sagte er.

Der kubanische Präsident kam auch auf die Wasserversorgung, als einen der Punkte zu sprechen, die bei den Bewohnern des Gebiets größere Unzufriedenheit hervorrufe.

„Wir müssen an allem arbeiten, das man mit organisatorischen und operativen Maßnahmen beheben kann, aber auch das planen, was wir im Bereich Investitionen tun können“, betonte er.

Dazu sagte der Präsident des Nationalen Instituts für Hydraulische Ressourcen Antonio Rodríguez Rodríguez, dass dies eine der Provinzen mit den größten Problemen bei der Wasserverteilung sei und er führte aus, dass man zur Zeit verschiedene Maßnahmen durchführe, die den Versorgungszyklus in der Provinzhauptstadt und andernorts verbessern würden.

Während der Rundreise besuchte der kubanische Präsident verschiedene Einrichtungen, die anlässlich des 151. Gründungstags der Provinzhaupstadt wieder eröffnet wurden Photo: Estudios Revolución

Díaz-Canel erwähnte unter der Dingen, die die Bewohner der Provinz beunruhigen, auch den schlechten Zustand des Krankenhauses Abel Santamaría, der wichtigsten Gesundheitseinrichtung der Provinz und die Situation beim Transport.

Zu diesem letzten Punkt wurde ihm berichtet, dass noch in diesem Jahr 24 neue Omnibusse der Marke Diana ihren Betrieb aufnehmen würden und weitere, die wegen Reifenproblemen aus dem Verkehr gezogen worden seien, ihren Dienst wieder aufnehmen könnten.
JEDES MAL MAL WENN MAN KOMMT, ZEIGT MAN UNS ETWAS NEUES

Der Präsident ging auch auf andere Besorgnisse ein, die die Bevölkerung ihm übermittelt hatte, wie das Fehlen von Lehrern in bestimmten Fächern, von dem ihm zwei Schüler der Sekundarstufe in der Ortschaft La Coloma berichtet hatten. Dies sei etwas, was er anwies, sofort zu lösen.

„Alles wird registriert und in ein Überprüfungssystem eingegeben, um Lösungen zu finden“, erklärte er.

Er hob die Wichtigkeit dieser Art von Rundreisen hervor, um aus erster Hand die Initiativen kennenzulernen, die in den Gebieten durchgeführt werden und die es lohnen, übertragen zu werden.

„Wir nehmen von hier eine Reihe wichtiger Erfahrungen mit, die im Produktionsbetrieb Hermanos Barcón gemacht wurden und im ehemaligen Zitruskombinat und jetzigen Agroindustriellen Unternehmen Enrique Troncoso.

Das sind Orte, in denen es mit eisernem Willen, großer Anstrengung und Intelligenz gelungen ist, zwei wichtige Produktionsstellen wiederzubeleben, um über mehr Lebensmittel verfügen zu können“, sagte er.

Der Präsident hob auch die Ergebnisse hervor, die in der lokalen Produktion von Baumaterialien erreicht wurden, bei der Durchführung lokaler Entwicklungsprojekte und der Computerisierung der Gesellschaft mit solch positiven Erfahrungen wie sie das Bürgerportal redpinar.cu darstellten.

Außerdem lobte er die Fortschritte beim Programm zur Wiederbelebung der Provinzhauptstadt.

„Jedes Mal, wenn man hier ist, bekommt man etwas Neues gezeigt, etwas, was wiederbelebt wurde und es ergeben sich andere Optionen für die Menschen“, sagte er.

Zum Schluss als eine Geste der Gegenseitigkeit angesichts der Zuneigung, die ihm die Männer und Frauen dieser Gegend überall entgegenbrachten, hob er die Bescheidenheit und die Noblesse der Bewohner Pinar del Rios hervor und sagte: „Das Beste, was Pinar del Rio hat, ist seine Bevölkerung“.


DAS,WAS FIDEL UND RAUL UNS LEHRTEN

Zuvor, noch ganz früh am Morgen, hatte der Präsident des Staats- und des Ministerrtas einige Einrichtungen besucht, die kurz zuvor anlässlich des 151. Geburtstags der Provinzhauptstadt eingeweiht worden waren.

Darunter befanden sich das Zentrum zur Strategischen Durchführung der Lokalen Entwicklung, eine neue Einrichtung, in der die technische Beratungsgruppe angesiedelt ist, die für die Wiederbelebung der Stadt zuständig ist, das Büro des Stadthistorikers und das Modell der Stadt.

Dort findet man ebenfalls das Zentrum zur Unterstützung der Lokalen Entwicklung, dessen Aufgabe es ist, die Bindungen zwischen der Provinzregierung und der Universität Hermanos Saíz Montes de Oca zwecks Ausarbeitung neuer Projekte zu verstärken.

Beim Rundgang suchte Díaz-Canel die Orte auf, die man ihm bei vorherigen Besuchen in der Provinz gezeigt hatte. „Sind sie noch gut erhalten? Funktionieren sie noch?, fragte er und er wies noch einmal daraufhin, nichts verfallen zu lassen und dass jedes Werk, wenn es fertiggestellt sei, besser sein müsse, als das zuvor.

Zwischen den verschiedenen Orten begrüßte der Präsident Tausende von Menschen, die , als sie von der Anwesenheit des Präsidenten erfahren hatten, sich auf der Straße versammelten, um ihn willkommen zu heißen.

„Aber was ist mit euch, müsst ihr nicht arbeiten?“, scherzte er mit zwei Frauen, die aus einer Gruppe herausragten, die sich auf dem Bürgersteig versammelt hatten.

„Wir wollten Sie einfach unbedingt sehen“, antwortete ihm die Frau und er umarmte sie.

Dann nutzte Díaz-Canel, wie scho viele Male zuvor, die Möglichkeit, direkt mit den Leuten zu sprechen: „Hier sind einige Minister und Vizepräsidenten dabei, die mit mir einen Rundgang über die Orte machen, an denen es Probleme gibt, aber auch um die interessanten Dinge kennenzulernen, die ihr hier in Pinar del Rio gemacht habt. Jetzt werden wir zusammenkommen und alles behandeln, was wir gesehen haben“, sagte er.

Mit der Offenheit, die immer zwischen einem Regierungsführer und seinem Volk bestehen muss, erklärte er den Leuten: „Es gibt Dinge, die man schneller lösen wird, aber andere müssen in den Wirtschaftsplan des nächsten Jahres aufgenommen werden; und dann gibt es die, die am schwierigsten zu lösen sind und deswegen wüssen wir solange durchhalten, bis wir vorankommen können“.

„Herr Präsident, wir mögen dich“, sagt ihm eine Frau, „Herr Präsident, wir sind auf deiner Seite“, ruft eine andere, „das Volk hat Vertrauen in Sie“, versichert ihm ein Mann und mit der für die Kubaner typischen Spontanität fügt jemand hinzu: Ja, das haben wir!“

Für die ihn begleitende Presse ist es unmöglich, alles mitzubekommen, was gesprochen wird, denn der Präsident mischt sich immer wieder unter die Menge. Da sind viele, die ihm die Hand als ein Zeichen der Zuneigung entgegenstrecken oder aufmunternde Worte sagen.

„Jeder muss mit dem Volk verbunden sein, so wie Sie das machen“, sagt jemand und der antwortet: „Ich glaube, das versuchen wir alle zu tun. Das ist letztendlich das, was uns Fidel und Raúl gelehrt haben. Erinnert euch daran, dass es hier keine Ablösung gibt, was es hier gibt, ist Kontinuität und wir werden weiter zusammen das Werk der Revolution verteidigen.“