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Díaz-Canel sprach ausführlich mit der Bevölkerung von Villa Clara. Photo: Estudios Revolución

Santa Clara, Villa Clara - Nichts gleicht der Gesellschaft von Villa Clara so sehr wie die tiefen Diskussionen, die am Donnerstag während der Analyse der Ergebnisse des zweitägigen Regierungsbesuchs geführt wurden, der zu verschiedenen wirtschaftlichen und sozialen Objekten des Gebiets führte und während dessen ein reger Austausch mit der Bevölkerung abgehalten wurde. Die Delegation wurde von Miguel Diaz-Canel Bermudez und Salvador Valdes Mesa, Präsident und Erster Vizepräsident des Staats- und des Ministerrates, angeführt.

Transportprobleme, die Qualität von Wasser und Milch, die Nahrungsmittelproduktion und der Stand der Abdeckung der Lehrstellen für das kommende Schuljahr wurden neben anderen die Bevölkerung interessierenden Themen erörtert. Dies sei eine Bestätigung dafür, dass dies eine Regierung sei, die entschlossen ist, für das Volk zu arbeiten, sagte der kubanische Präsident.

Julio Lima Corzo und Alberto Lopez Diaz, die beiden höchsten politischen und staatlichen Führungspersönlichkeiten des Gebiets, berichteten, dass bisher 58% der Wohnungen, die durch die Witterungsunbilden beschädigt worden waren, wiederhergestellt werden konnten und dass erwartet werde, bis zum Ende des Jahres alle Fälle beschädigter bzw. fehlender Dächer zu lösen.

Was die Situation der Zuckerproduktion betrifft, so wurde erklärt, dass es eine Nichterfüllung um mehr als 38 000 Tonnen aufgrund schweren Regens und der Auswirkungen des Hurrikans Irma gab. Valdés Mesa rief dazu auf, eine zusätzliche Anstrengung zu unternehmen, weil das Land eine gute Zuckerernte in Villa Clara brauche.

Roberto Pérez Pérez, stellvertretender Minister für Wirtschaft und Planung, betonte die Notwendigkeit, die in der Provinz auftretenden Planungsprobleme zu lösen. Diesbezüglich drang Diaz-Canel darauf, die Produktion materieller Güter für den Inlandsverbrauch und den Export auszubauen.

Der kubanische Präsident kritisierte die mangelnde Vision der Fahrradfabrik, wo Elektroroller zusammengebaut werden und dann die Batterien fehlen, was wirtschaftliche Probleme hervorbringt und das Vertrauen der Kunden untergräbt.

Darüber hinaus legte der Präsident weitere Beispiele von Themen dar, die angegangen werden müssen, wie die Situation in der Milchindustrie, die unter einer bedeutenden technologischen Veralterung leidet, was dazu zwingt, dass Milch in so weit entfernte Provinzen wie Artemisa transportiert werden müsse, sowie Mängel in der Kontrolle.

Über die Situation der Wasserversorgung in Santa Clara erläuterte Inés María Chapman, Vizepräsidentin des Ministerrats, dass es sich um sehr veraltete Verteilungssysteme handele, die Investitionen benötigen. An diesem Thema werde bereits gearbeitet. In Bezug auf denTransport rief der Erste Vizepräsident dazu auf, die Frage der niedrigen Koeffizienten der technischen Verfügbarkeit zu überprüfen sowie die Nutzung des Kraftstoffs, der für den Passagierverkehr gegeben wurde, weil nicht zu verstehen sei, dass täglich so viele Fahrten ausfallen.