OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Wie es aussieht, machen sich viele Sorgen über das sozialistische Modell Kubas, wenn der US-Verteidigungsminister James Mattis persönlich behauptet, dass „das Modell Kubas weder für Kuba noch für sonst jemanden funktioniert“ .

Bei einer Pressekonferenz im Pentagon nahm Mattis Bezug auf seine jüngst zu Ende gegangene Rundreise durch Länder wie Brasilien, Argentinien und Kolumbien und hob die auf dem Kontinent herrschende „Stabilität“ hervor, ohne natürlich klarzustellen, dass davon Venezuela, Kuba und Nicaragua ausgenommen seien.

Und in Anerkennung der Fortschritte seiner imperialen Pläne wiederholte er: „Trotz der Probleme, denen wir offensichtlich momentan in dieser Hemisphäre gegenmüberstehen, haben wir das Glück, obwohl die Welt instabil ist, Zeuge der wachsenden Demokratie und des wachsenden Wohlstands in dieser Region zu sein.“

Ganz offensichtlich verfolgt Mattis das gleiche Drehbuch wie diejenigen, die vor ihm diese Rundreise durch die Region unternommen hatten, um das zu festigen, was sie als „strategische Allianzen“ bezeichnen. Daraus ergibt sich auch das Interesse, „ eine sichere, prosperierende, demokratische Hemsisphäre mit energetischer Sicherheit zu propagieren“, wie dies auch bereits Rex Tillerson getan hat.

Es ist ganz offensichtlich, wer diejenigen sind, die, auch wenn sich ihr Bemühen als unangenehm gestaltet ,in einer Region, die weiter daran arbeitet, eine Zone des Friedens zu sein, ihre Souveränität, ihre Bindungen der Zusammenarbeit und Brüderlichkeitund die Einheit, die ihre Völker stärkt über alle Differenzen stellt, den Rückschritt herbeizuführen.

Venezuela und Nicaragua waren aller Arten von Putschen und Bedrohungen ausgesetzt und sind jedes Mal gestärkter daraus hervorgegangen. Und dies ohne ohne von jemanden Rechenschaft zu fordern, jemanden zu verletzen, aus eigenen Anstrengungen und immer mit Würde.

Was Kuba angeht, lohnt sich die Frage wer jene sind, für die das kubanische Modell nicht funktionsfähig ist. Oder wie ein Kollege sagen würde: Wenn es bewiesen ist, dass es nicht funktionsfähig ist, warum muss man dann die Wirtschafts-, handels- und Finanzblockade gegen unser Volk aufrechterhalten?

Es stellen sich auch noch andere Fragen: Jagt es ihnen vielleicht einen solchen Schrecken ein, dass soviele Millionen Kubaner im Land und über 1. 400 000 Söhne und Töchter des Landes, die sich im Ausland aufhalten, eine tragende Rolle bei einer Volksbefragung einnehmen und Beiträge leisten, die es ihnen ermöglichen ihre Verfassung zu verändern und den sozialistischen Charakter unseres Prozesses wieder zu bestätigen? Hat Herr Mattis die Eltern und Familien von Hunderttausenden von Kindern und Jugendlichen gefragt, die am 3. September wieder zur Schule gehen und deren Kleine, bevor sie ein Jahr alt sind, gegen 13 Krankheiten geimpft wurden, ohne dass dies sie nur einen einzigen Cent gekostet hätte?

Mit seiner für ihn typischen imperialen Rhetorik, die den Kubanern wohl bekannt ist, sucht Herr Mattis, immer höflich und professionell, aber mit einem Plan in der Hand, seine eigene Empfehlung in die Praxis umzusetzen und gegen jene vorzugehen, die sich seinen hegemonischen Interessen widersetzen.

Wir hier wissen gut, dass unser Modell unvollkommen ist, deswegen überdenken wir es, um es zu perfektionieren, um weiter zusammen am Wohlstand aller zu arbeiten, aber dies – und das haben wir schon vor langer Zeit gelernt – es steht einzig und allein den Kubanern zu, darüber zu entscheiden und die Protagonisten dieses Prozesses zu sein, so wie wir dies jetzt sind.

Eins ist klar, es wird nie ein Modell geben, das vom Kapital aufgezwungen wird und dessen Interessen oder dem der reichen Minderheit der Ausbeuter der Welt dient. Werden das diejenigen, die sich solche Sorgen um die Funktionsfähigkeit unseres Modells machen, einmal verstehen?