OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Das, was im Sinne einer höheren Reisproduktion unternommen wurde, war Thema sowohl in Mayarí als auch in Nipe-Ayúa Photo: Estudio Revolución

HOLGUÍN – Das schwierige Amt der Führung wird deutlich, wenn derjenige das Konzept zur Gewohnheit macht, sich mit strategischen Fragen zu beschäftigen, ohne sich vom Alltag seiner Mitbürger zu entfernen.

Es war dies am Donnerstag der erste Besuch von Miguel Díaz-Canel Bermúdez in Holguín als Präsident. Die Menschen dort waren sicher, dass er kommen würde und erinnerten sich dabei an die Zeit, als er zwischen 2003 und 2009 erster Sekretär des Provinzkomitees der Partei in Holguín war.

Deswegen traf er auch überall bei den Kubanern dort auf Sympathie und Offenheit.

EIN PROJEKT ZUM VERLIEBEN

Ein Projekt, um sich darin zu verlieben, so bezeichnete der Staatschef das in der Entstehung begriffene Tourismuszentrum von Antilla auf einer Arbeitssitzung, auf der er die Fortschritte beim Bauprogramm analysierte, das im Bezirk gleichen Namens durchgeführt wird. Bei seinem Besuch wurde er unter anderem vom ersten Parteisekretär der Kommunistischen Partei Kubas in Holguin Ernesto Santiesteban Velázquez begleitet.

Bei der Schweinezucht des Unternehmens Mario Martínez wird die Zahl allmählich bis zu 2.000 ansteigen Photo: Estudio Revolución

„Das, was hier geschieht, wird das Leben vieler Menschen verändern, weil es den Weg für persönliche Entwicklungsprojekte und solche der Familien eröffnet. Die am Programm beteiligten Verantwortlichen versorgten ihn mit genauen Informationen und er war ständig in intensive Gespräche mit ihnen vertieft.

Der für Straßenbau Verantwortliche der Provinz Pavel Rodríguez Rodríguez erklärte, dass über 700 km an Straßen und Wegen gebaut würden, um den Tourismus in der Provinz zu verbessern.

Der kubanische Präsident sagte, dass man die Auswirkungen des Klimawandels denken müsse, um möglichen Beeinträchtigungen am Straßennetz vorzubeugen. Er schlug deshalb vor, noch einmal genau die Kanalisation und andere im Bau befindliche Objekte dahingehend zu überprüfen, ob sie den gewaltigen Niederschlägen standhalten können, wie sie jüngst in diesem Gebiet auftraten, die oft mehr Schaden anrichten könnten, als die Hurrikane.

Was die Wasserversorgung des touristischen Zentrums betrifft, sagte der Präsident, dass man die Lösung nicht getrennt von den Problemen sehen könne, unter denen die Bevölkerung Antillas, was das angehe, traditionell immer gelitten habe. Deswegen müssten alle Arten von Aktionen durchgeführt werden und auch Studien, die zu anderen Zeiten gemacht worden seien, überprüft werden.

Zu den angesprochenen Themen gehörte auch die Wiederbelebung der Hafens von Antilla, die nicht vernachlässigt werden dürfe, weil sie für den Tourismus und die Entwicklung ganz allgemein wichtig sei.

Gleichzeitig rief er dazu auf, das kulturelle Potential der Region, insbesondere das von Antilla zu nutzen, das reich an Traditionen, Geschichten und Legenden sei. Man müsse dies genau auswerten und in die Entwicklungspläne der Provinz und der Gemeinde einbeziehen.

Auf das Verhältnis des Projekts mit der Umwelt eingehend sagte er, dass diese Zone nachhaltig entwickelt werden müsse. Er hatte bereits vorher auf die Notwendigkeit hingewiesen die Müllentsorgung in den zukünftigen touristischen Zentren nicht zu vernachlässigen.

MAYARÍ UND SEINE VIELVERSPRECHENDE ENTWICKLUNG

Von Antilla aus begab sich der kubanische Präsident nach Mayarí. Auch dort findet eine für die Provinz vielversprechende Entwicklung statt.

Erste Station der Rundreise war dort Guaro, wo er ein Unternehmen der Schweinezucht besuchte. Der Betrieb wurde im letzten Jahr restauriert. Allmaählich will man die Zahl der Schweine auf bis zu 2000 erhöhen und jeweils 100 kg pro Exemplar erreichen. Zuvor waren es durschnittlich 90 kg.

Díaz-Canel erfuhr dort, dass der Monatslohn in diesem Betrieb bei über 2000 Pesos liege. Die Arbeiter bestätigten auch die guten Arbeitsbedingungen.

Er informierte sich auch über die Reisproduktion der Produktionsgenossenschaft (UBPC) Humberto Estupiñán. Dort sagte man ihm, dass die erste Ernte eine Katastrophe gewesen sei, aber dass man danach vier Tonnen pro Hektar geerntet habe.

Er sprach auch mit den Pächtern und erfuhr von deren Problemen mit der Bearbeitung des Bodens, ein Dienst, den die staatlichen Einrichtungen gewährleisten sollten und man sprach über die Verbesserung des Saatguts.

Anschließend unterhielt sich Díaz-Canel mit Bewohnern des Dorfes.

Das was im Sinne einer höheren Reisproduktion unternommen wurde, war Thema sowohl in Mayarí als auch in Nipe-Ayúa, das er anschließend besuchte. 

GEWEIHTER ORT DES VATERLANDES

„Das ist ein geweihter Ort des Vaterlandes“, sagte der kubanische Präsident zu den dortigen Arbeitern, als der die Historische Stätte von Birán betrat. Er wollte sich dort vom Fortgang der Arbeiten zum Erhalt der Einrichtung überzeugen.

Sein Rundgang beinhaltete den Pantheon der Familie Castro Ruz und die Dorfschule, wo Fidel gelernt hatte sowie den unteren Teil einer der Häuser, wo die Arbeiter zusammengekommen waren.

Díaz-Canel nutzte die Gelegenheit, um etwas über das Leben in der Gemeinde Birán zu erfahren z.B. über das Funktionieren der kulturellen Einrichtungen und der Schule und über den Zustand der Straßen und die Beförderung.

Auch die sommerlichen Freizeitoptionen fanden sein Interesse. Als Kenner des Gebiets wies er auf das erfrischende Baden im Fluss und andere Schönheiten der Natur hin.