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Der kubanische Präsident bezeichnete die Leute von Florencia als edel, gebildet, fleißig und sehr diszipliniert. Photo: Estudio Revolución

FLORENCIA, Ciego de Ávila - Bis in die Berge im Nordosten von Las Villas, in dieser Gemeinde der Bergregion Plan Turquino- Bamburanao, kam der Präsident des Staats- und des Ministerrates Kubas, Miguel Diaz-Canel Bermúdez, um sich mit den Bewohnern dieses Gebiets auszutauschen, das im vergangenen Mai durch den subtropischen Sturm Alberto stark betroffen worden war.
Und da Kuba kein Land von Geheimnissen ist, versammelten sich am Dienstag seit den frühen Morgenstunden die Bewohner dieses Dorfes zwischen den Bergen neben dem Stadion, wo sie den kubanischen Führer erwarteten.
Um 8:40 Uhr stieg er aus dem Hubschrauber und ging mit ausgestreckten Händen und Fragen auf die Menge zu. Es kam zu einem ehrlichen Austausch mit ehrlichen Menschen, weil Florencia seine eigene Geschichte des Kampfes und des Sieges hat, denn es war das erste Dorf der ehemaligen Provinz Camagüey, das durch Kräfte der Rebellen-Armee unter dem Befehl von Camilo befreit wurde, am 14. Dezember 1958. Später war das Dorf außerdem das erste Gebiet in Kuba, das den Kampf um den Abschluss der sechsten Klasse gewann, und das zweite, um die neunte zu erreichen.
In den letzten Zeiten sahen sich die Bewohner gezwungen, Ausnahmesituationen zu bewältigen, die mit dem Klimawandel zusammenhängen: zuerst jene, die der Hurrikan Irma im September 2017 hervorgerufen hatte, und später die des subtropischen Sturms Alberto.
Dieser letztere hinterließ Spuren in der Landwirtschaft des Territoriums, hauptsächlich im Tabakanbau, mit berechneten Schäden von mehr als 12 Millionen Pesos.

Díaz-Canel besuchte die Konservenfabrik in Majagua. Photo: Estudio Revolución




Begleitet von Felix Duarte Ortega, Mitglied des Zentralkomitees und erster Sekretär der Partei in Ciego de Ávila, und von Raúl Pérez Carmenate, Präsident der Provinzversammlung der Volksmacht in derselben Instanz, besuchte er die Brücke in Lowrey, die von der Macht des Wassers stark in Mitleidenschaft gezogen worden war.
Dort ging er hinunter zum Flussbett und tauschte mit den Arbeitern der 2. Brigade eines Baubetriebes von Ciego de Ávila aus, die ihm versicherten, dass das Bauwerk bis zum 15. August vollständig wiederhergestellt sei.
In der Ableitung des Flusses Jatibonico del Norte, der das Wasser dem Staubecken Liberación de Florencia (dem größten Provinz mit einer Kapazität von 80 Millionen Kubikmetern) zuführt, war er an der Durchführung der Arbeiten interessiert und schlug vor, Studien auszuführen, um einige Anpassungen in der Planung vorzunehmen und damit im Falle neuer Überschwemmungen, „die aufgrund des Klimawandels immer stärker wiederkehren“, Schäden an der gebauten Infrastruktur zu verhindern.
Bergauf, auf der Durchfahrt in Richtung der Gemeinde Lowrey, wo der Fluss Jatibonico del Norte über die Ufer getreten und bis zu den Pfosten der Stromleitung hinaufgestiegen war, besuchte er das Gut Abras Grandes, das  der Basiseinheit des Tabakanbaus von Florencia angehört.
Nachdem er sich für die Arbeitsbedingungen und das Einkommen der Arbeiter interessiert hatte, in ihrer Mehrheit Frauen, hörte er Anekdoten über die Witterungsunbilden vom 26. bis 28. Mai dieses Jahres.

Das besichtigte Gut Abras Grandes gehört der Basiseinheit des Tabakanbaus von Florencia an. Photo: Estudio Revolución



Irma Martínez Martínez (MANI), eine 80-jährige aus dieser Gegend stammende Frau, sagte, dass sie so etwas noch nie erlebt hatte. Sie erzählte dem Präsidenten und seinem Gefolge, dass sie den Hund auf den Arm nehmen und mit einem Teil der Familie ihr komfortables Zuhause verlassen und Zuflucht in einer Palmenhütte oben auf den Hügeln nehmen musste.
Nachdem er eine schmale Bergstraße befuhr, die bereits vollständig repariert ist, machte Diaz-Canel Halt in Boquerones, wo am 5. und 6. Oktober 1958 Kommandant Camilo Cienfuegos vor der Schlacht von Yaguajay im Dezember 1958 gelagert hatte.
Auf der Rückfahrt besuchte er die Konservenfabrik Majagua und kehrte zum weiteren Austausch mit den Menschen von Florencia zurück,  die er edel, gebildet, fleißig und sehr diszipliniert nannte.
Florenz war die am stärksten betroffene Gemeinde Kubas in der vergangenen Dürre und heute bietet es aufgrund der Füllung seiner Stauseen eine günstige Situation. Im vergangenen Mai wurden im Territorium Niederschläge verzeichnet, die 330% des historischen Durchschnitts ausmachen, wodurch der Monat Mai zum feuchtesten Monat der letzten drei Jahrzehnte wurde.

WIEDERHERSTELLUNG VON CIEGO DE ÁVILA AUF GUTEM VORMARSCH

Nach Beendigung der Rundreise durch Florencia leitete der kubanische Präsident ein Treffen mit der Temporären Arbeitsgruppe zur Wiederherstellung der Auswirkungen des Hurrikans Irma und des subtropischen Sturms Alberto, an dem auch Salvador Valdés Mesa, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei und erster Vizepräsident des Staats- und des Ministerrates Kubas, teilnahm.

Der Präsident der Provinzversammlung der Volksmacht erklärte, dass Hurrikan Irma 31.540 Häuser in der Provinz beschädigt habe, von denen 58,1% bereits wiedergewonnen werden konnten.
Ein weiteres Thema, für das sich Diaz-Canel interessierte, war der Fortschritt in der Erholung des Landwirtschaftssektors. Im Wesentlichen ging es um die maßgebliche Rolle des Landwirtschaftsunternehmens La Cuba, das Lieferant von Lebensmitteln in elf kubanische Provinzen und mehr als 250 Hoteleinrichtungen der Mehrheit der Touismuszentren des Landes ist.