OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez zusammen mit dem FEU Vorsitzenden der Universität von Havanna Vicente Luis Diaz Melian Photo: ACN

„Das heute war eine ehrliche, engagierte Debatte, die deutlich gemacht hat, dass die kubanische Jugend stolz auf die Geschichte ihres Lande ist und sie in sich spürt“, sagte der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez auf der Versammlung der Studenten der Universität von Havanna (UH), die vor dem IX. Kongress des Studentenverbandes FEU stattfand.

Das Treffen vom Samstag war das letzte einer Kette von 39. Versammlungen an Universitäten, mit denen am 3. Mai begonnen worden war. Díaz-Canel sagte, dass dies der geeignete Raum zum Austausch kreativer Vorstellungen, Besorgnisse und Beiträge der Organisation in den letzten Jahren gewesen sei.

Díaz-Canel sprach über die Anstrengungen, die die kubanische Regierungsführung unternehme, um die Bindungen zu den Organismen der zentralen Staatsverwaltung mit jeder einzelnen Provinz zu verstärken, um effektiv auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen.

„So werden wir die Tatenlosigkeit und das administrative Schweigen bekämpfen, bessere Qualität bei den Dienstleistungen zeigen, auf die Beschwerden der Bevölkerung reagieren, eine größere wissenschaftliche Kultur der Innovation, Kommunikation, Informatisierung und Automatisierung erreichen und die Hindernisse beim Treffen von Entscheidungen beseitigen“, sagte er weiter.

„Um dies erreichen zu können, zählen wir auf die Universitäten. Wir werden oft dorthin kommen, um eure Vorstellungen kennenzulernen. Und jedes Mal, wenn ihr über irgendetwas beunruhigt seid oder eine Debatte zu irgendeinem Thema wünscht, stehen wir zu eurer vollen Verfügung“, fügte er hinzu.

„Nach diesem Treffen gibt es keine Zweifel mehr. Die FEU ist die Zukunft für das, was wir erreichen möchten, und alle zusammen werden wir eine bessere Welt aufbauen können“, sagte Díaz-Canel.

Bei dem Treffen sprachen die Studenten der ältesten Universität des Landes über das Funktionieren der Organisation, die Leitung durch ihre Führung, über Forschung und Lehre, die Ausdehnung der Universität, das Leben in den Studentenwohnheimen und über ihre Verpflichtung gegenüber der Revolution, der Kommunistischen Partei Kubas und der Gesellschaft.

Der Vorsitzende des nationalen Studenverbandes Raúl Alejandro Palmero erinnerte an den Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz und wies daraufhin, dass der im Monat Juli stattfindende Kongress der erste ohne die physische Präsenz des historischen Führers der kubanischen Revolution sei, der ein herzliches Verhältnis zur studentischen Jugend unterhalten habe.

Während des Treffen verurteilten die Delegierten der Organisation die Einmischung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und anderer internationaler Agenten des Imperialismus, die versuchen, die fortschrittlichen Regierungen der Region zu destabilisieren.

Sie wiesen ebenfalls die Heuchelei des US- Außenministers zurück, der versuche Lektionen in demokratischer Regierungsfähigkeit zu erteilen und gleichzeitig die Rechte der Völker auf Selbstbestimmung verletzte. Sie verurteilten die Forderung, Venezuela mit nicht fundierten Argumenten wegen einer angeblichen Krise der konstitutionellen Ordnungaus der OAS auszuschließen und die Wahlen, die am 20. Mai in diesem Land stattfanden, nicht anzuerkennen.

Über die wichtigsten Herausforderungen der Organisation sagte die Studentin für Geschichte Yaima Oña : „ Wir müssen näher an der Basis sein. Dort ist es, wo sich entscheidet, ob die Organisation funktioniert.“

Der Geographiestudent Antonio Torres sprach über die Notwendigkeit „sich in den Studentenwohnheimen angemessen zu verhalten, dass sie immer mehr einem Zuhause gleichen. Wir können nicht zulassen, dass dort illegale Substanzen konsumiert werden und auch nicht, dass der Friede in der Gemeinschaft durch Musik oder durch Lärm in den frühen Morgenstunden gestört wird.“

Die Journalismusstudentin und ehemalige FEU Vorsitzende Ania Terrero sagte: „Wir können nicht zulassen, dass bei jedem Kongress wieder die gleichen Probleme auftauchen. Lasst uns die Probleme so schnell lösen, wie wir sie erkennen.“

Der junge Angolaner Antonio Buta Numba dankte für die Chance in Kuba zu studieren und eine Realität zu erleben, die sich von der anderer Länder unterscheide.

„Ohne Geld kann man dort nicht an Hochschulen studieren und die Politiker interessieren sich nicht für das, was die Jugendlichen denken. Vielen Dank dafür, Kuba“, fügte Buta hinzu.

Die Vorsitzende de Kommunistischen Jugendverbandes Susely Morfa González forderte von den Jugendlichen, sich menschlich und fachlich zu verbessern und die Erste Sekretärin der Kommunistischen Partei Kubas in Havanna Mercedes López Acea erkannte die Arbeit des Studentenverbandes in den Gemeinden der Hauptstadt an.

Dabei hob sie besonders die Beteiligung der Universität beim Projekt „Erziehen mit Liebe“ und die Rolle hervor, die Studenten und Professoren bei der Wiedererholung der Stadt bei Naturkatastrophen eingenommen haben.