OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die Kontrollsitzungen wurde geleitet von Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez sowie dem Ersten Vizepräsidenten des Staats- und des Ministerrats, Salvador Valdés Mesa, dem zweite Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei, José Ramón Machado Ventura, dem Revolutionskommandanten Ramiro Valdés Menéndez und dem Vizepräsidenten des Ministerrats Ulises Rosales del Toro Photo: Estudio Revolución

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez überprüfte in den letzten Tagen den Verlauf der Programme der Landwirtschaft und der Viehzucht, der industriellen Produktion von Nahrungsmitteln und Getränken sowie die der erneuerbaren Energiequellen und der energetischen Effizienz in Kuba, die er als elememtar für unsere nachhahltige Entwicklung bezeichnete.

Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez Rollero gab eine Auswertung der Entwicklungsprogramme, die dieses Ministerium seit einigen Jahren durchführt, wozu die des Anbaus von Reis, Getreide,Tabak, Kaffee und Kakao gehören, sowie die der Bienenzucht, des Anbaus von Obst und Zitrusfrüchten, von Knollenfrüchten und Gemüse, der Vorratshaltung sowie die der Viehwirtschaft.

Es ist notwendig, den Investitionsprozess in der Reistrocknungs- und Mühlenindustrie abzuschließen, um dem Endprodukt, das für den Verbrauch der Bevölkerung bestimmt ist, die erforderliche Qualität zu geben Photo: Leydis María Labrador

Zunächst wurde festgestellt, dass der Anstieg der Indikatoren dieser Porgramme über die Verbesserung des landwirtschaftlichen Ertrags verlaufe, die möglich sein werde, wenn man eine größere Fläche kultivierbaren Landes bewässere. Von daher sei der wichtigste Punkt an dem man arbeite, die Bewässerungssituation auf ertragreichen Böden zu verändern, vor allem mit einheimischen Systemen.

Beim Reisanbauprogramm wurden Fortschritte festgestellt, auch wenn es noch erforderlich ist, die Wiederherstellung und Modernisierung der Infrastruktur auf dem Land und das Straßennetz widerherzustellen und zu modernisieren, für eine Vielfalt des verwendeten Saatguts zu sorgen, das heute ausschließlich kubanisches ist, und die Investitionsprozesse in der Trocknungs- und Mühlenindustrie abzuschließen, durch die das dem Verbraucher zur Verfügung gestellte Endprodukt die notwendige Qualität erhält. Wie bekannt wurde hält die Steigerung der nationalen Reisproduktion, die in den letzten Jahren zu verzeichnen war, weiter an.

Bei Zitrusfrüchten und Obst wird die Nachfrage noch nicht befriedigt, obwohl einige Fortschritte erreicht wurden. Es wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die Baumschulflächen erweitert werden sollten Photo: Jose M. Correa

Was das Getreideprogramm angeht, wozu Mais, Sorghum und Bohnen gehören, wurde betont, wie wichtig es sei, die Kapazität der mechanisierten Ernte und von Fabriken für Trocknung und Nutzung auszuweiten. In diesem Zusammenhang wurde bei dem Treffen darauf gedrängt, den Bau und die Einrichtung von fünf Fabriken dieser Art zu beschleunigen, die sich bereits in Kuba befinden, von denen es in Zukunft bis zu 32 geben soll.

In diesem Jahr ist vorgesehen, im Auftrag des Staates 50.000 Tonnen der 70.000 Bohnen aufzukaufen, die benötigt werden, um die Nachfrage auf diesem Gebiet zu befriedigen. Wenn die ansteigende Entwicklung besagten Programms beibehalten wird, kann in den nächsten zwei Jahren der Import dieses Produkts ersetzt werden.

Díaz-Canel Bermúdez sagte, dass man in diesen Plänen die Einbeziehung anderer Sorten wie z.B. Kichererbsen in Erwägung ziehen solle, die nicht so große Wassermengen benötigten. Er wiederholte auch den Aufruf, die Forschungen, die auf diesem Gebiet an den Universitäten und Instituten des Landes durchgeführt werden, zu berücksichtigen.

Die Investitionen in den verschiedenen Bereichen der Lebensmittelindustrie belaufen sich auf mehr als 144 Millionen Peso, hauptsächlich in den Bereichen Molkerei, Fleischverarbeitung, der Produktion von Konserven und Saft, Erfrischungsgetränken und Weizenmehl Photo: Archivo

Auf den Tabakbereich eingehend berichtete er, dass die Exporteinnahmen weiterhin ansteigen würden, was die Relevanz anzeige, diese Sparte weiter zu fördern. Als Folge davon sei vorgesehen, besonders im Zntrum und im Osten des Landes die Flächen für den Tabakanbau und entsprechend die Kapazität für die Reifung und Nutzung zu erweitern.

Man war bei diesem Treffen übereinstimmend der Auffassung, dass eines der Programme, bei dem die meisten Schwierigkeiten auftraten, das des Kaffees und Kakaos war, wo man nur langsam vorankommt. Zu den Dingen, die unternommen werden, um die Indikatoren beim Kaffee zu verbessern, gehört die Vervollständigung der Pflanzungen in Gebieten, die nur über 70 % der Pflanzen verfügen, der Anstieg der Anpflanzungen im Flachland und die Verallgemeinerung der Ergebisse und der aus dem Projekt Kuba-Vietnam stammenden Erfahrungen.

Derzeit wird an der Errichtung von zwei Windparks gearbeitet Photo: Ismael Batista

Beide Produktionen werden weiterhin durch die Teilnahme der Jugendarbeitsarmee begünstigt, deren Arbeit dort sich als wertvoll erwiesen hat. Auch werden weiterhin die Lebensbedingungen in den Gebirgszonen verbessert, um eine Abwanderung von dort in die Städte zu vermeiden.

Was das Bienenzuchtprogramm angeht, so zeigten sich positive Ergebnisse; es wurde von einem historischen Rekord von 10.000 Tonnen Honig berichtet und man strebt an, in den nächsten Jahren 15.000 Tonnen zu erreichen.

Man arbeitet auch an der Modernisierung und Vervollständigung der Industrie für die Verarbeitung und Aufbereitung des Honigs und der aus den Bienenstöcken stammenden Derivate, um den Produktionen Wertschöpfung hinzuzufügen und so die Einnahme von Devisen zu erhöhen.

Was die Zitrusfrüchte und das Obst angeht, ist es, auch wenn sich einige Produktionen wieder erholt haben, noch nicht gelungen, die Nachfrage zu befriedigen. Unter anderem wurde festgestellt, dass man die Baumschulen ergänzen, die Schulung der Produzenten erweitern und das Programm des Aufbaus von Miniindustrien erweitern müsse, um die Verpackung und Konservierung zu sichern, damit alle verfügbaren Früchte genutzt werden könnten.

Der kubanische Präsident hob die Arbeit hervor, die das Agroindustrielle Unternehmen Ceballos in Ciego de Avila geleistet hat, wo es gelungen ist, den produktiven Zyklus vom Feld bis hin zur Industrie zu schließen. Er sprach sich auch für die Wiedergewinnung der Zitrusplantagen auf der Insel der Jugend aus, die auf eine lange Tradition auf diesem Gebiet zurückblicken kann, besonders bei der Grapefruit.

Was das Programm der Knollenfrüchte und des Gemüses angeht, so arbeitet man an der Konsolidierung der produktiven Zentren und an der Umsetzung der Selbstversorgung der Kreise mit landwirtschaftlichen Produkten, um das Ziel von 30 Pfund pro Kopf pro Monat zu erreichen.

Es wurde bekräftigt, dass die urbane und suburbane Landwirtschaft eine fundamentale Rolle bei der Versorgung mit frischen Produkten für die Bevölkerung spielt. Dabei ist es wichtig, 10.000 Hektar dieser Flächen mit intensivem und halb-geschütztem Anbau zu vervollständigen.

Es wurde auch das Ankaufsystem auf der Ebene der staatlichen Märkte und der touristischen Einheiten verstärkt und wiedergewonnen, das darauf ausgerichtet ist, alle Produktionen unter Vertrag zu nehmen, die möglich sind, auch die der individuellen Produzenten und der Kooperativen.

Dabei ging Díaz-Canel Bermúdez auf den Preisanstieg bei den landwirtschaftlichen Produkten ein, ein Phänomen, das hauptsächlich auf die Spekulation zurückgeht. Es werde heute viel mehr produziert als Jahre zuvor, aber trotzdem seien die Preise weiter hoch. „Wir müssen ein Mittel finden, diese Situation wirksam zu kontrollieren“, sagte er.

Zum Schluss wurde das Programm für Vieh- und Geflügelzucht analysiert, innerhalb dessen man anstrebt, in den nächsten Jahren 250.000 Tonnen Schweinefleisch und 3 Milliarden Eier jährlich zu produzieren, die Kapazitäten in Lagern, Silos, Metallkühlungssystemen und Futterfabriken zu verbessern und die Kapazitäten der unter der Führung des Comandante en Jefe Fidel Castro zur Anhebung der Milch- und Rindfleischproduktion geschaffenen Einrichtungen wiederherzustellen.

ENTWICKLUNGSPROGRAMM DER LEBENSMITTELINDUSTRIE

Auf der Versammlung informierte die Ministerin für Lebensmittelindustrie, María del Carmen Concepción González, über das Entwicklungsprogramm dieses Ministeriums, welches Maßnahmen enthält, die auf die schrittweise Wiederherstellung der industriellen Lebensmittelproduktion, die Steigerung der Exporte, die Verringerung der Importe industrieller Produkte und die bessere Befriedigung der Nachfrage auf dem Inlandsmarkt und des Tourismus gerichtet sind.

Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde beispielsweise seit 2012 das Garnelenzuchtprogramm durchgeführt, dessen Ergebnisse die positiven Indikatoren für Produktivität, Effizienz und Exporterlöse belegen.

Was die positiven Auswirkungen der schrittweisen Wiedererlangung von Kapazitäten in der Milch- und Fleischindustrie anbelangt – wenn auch nicht in alle Fabriken -, wurden Dampf-, Wasser- und Kältedienstleistungen bevorzugt, wodurch es möglich wurde, die angewachsenen Mengen an landwirtschaftlichen Rohstoffen zu verarbeiten.

Um das Entwicklungsprogramm des Ministeriums umzusetzen, wurden zwei Phasen festgelegt. Zunächst konzentriert man sich auf die Erneuerung der Technologie- und Transportgeräte, die Einführung neuer Technologien, die die Kapazität erhöhen und die industrielle Produktion diversifizieren, die Ausweitung der Beteiligung der nationalen Industrie sowie die Diversifizierung des Angebots und des Exports.

In den verschiedenen Bereichen werden Investitionen in Höhe von mehr als 144 Millionen Peso durchgeführt, hauptsächlich in den Bereichen Molkerei, Fleischverarbeitung, der Produktion von Konserven und Saft, Erfrischungsgetränken und Weizenmehl.

Die Probleme in Bezug auf Qualität, Sicherheit, Metrologie und Verringerung der Schadstoffbelastung werden bei den Investitionen und der Instandhaltung berücksichtigt, wobei letztere eine Garantie für die Nachhaltigkeit der Industrie darstellt.

Der Präsident der Staats- und de Ministerrats vertrat die Auffassung, dass diesem Programm angesichts seiner unmittelbaren Auswirkungen auf die Bevölkerung die höchste Priorität zukommen sollte.

Er erinnerte an die Anweisung, die Armeegeneral Raúl Castro Ruz in früheren Treffen dieser Art gegeben hatte, nämlich nie wieder eine solche technologische Veralterung zuzulassen, in der sich viele Bereiche dieses Ministeriums befanden.

Díaz-Canel Bermúdez sagte außerdem, dass bei nächsten Treffen die Lebensmittelversorgung der Schulen überprüft werde, um dieses Programm mit großem Einfluss auf die kubanische Familie effizienter zu machen.

DAS ENERGIEPROGRAMM

Auch das nationale Energieprogramm, das vom Ersten Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas als das wichtigste für die Nachhaltigkeit unseres Landes bezeichnet wurde, stand im Mittelpunkt des Treffens.

Raúl García Barreiro, stellvertretender Minister für Energie und Bergbau, erläuterte die Aufgaben, die zur Wiederherstellung der Kapazitäten der Stromerzeugung unternommen werden.

Dann informierte der Minister für Energie und Bergbau, Alfredo López Valdés, über den aktuellen Stand der Maßnahmen zur Entwicklung der erneuerbaren Energiequellen und Energieeffizienz, die im Jahr 2014 angenommen worden waren und darauf gerichtet sind, die Struktur der Energiequellen zu ändern, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren sowie die Effizienz in der Erzeugung und die Umweltverträglichkeit zu erhöhen.

Mit diesem Programm soll der Anteil der erneuerbarer Energiequellen an der Stromerzeugung des Landes erhöht werden.

Derzeit wird an der Errichtung der ersten drei Bioenergieanlagen in Zuckerfabriken, von zwei neuen Windparks, 32 Photovoltaik-Solarparks und zwei Kleinwasserkraftwerken gearbeitet, die saubere Energie an das nationale Stromsystem liefern werden.

In der Landwirtschaft wurden mehr als eintausend Solarpumpensysteme, hauptsächlich für den Viehzuchtsektor, und etwa 3.000 Biodieselanlagen installiert, mit dem Hauptziel, die Umweltverschmutzung insbesondere in der Schweineproduktion zu verringern.

Unter anderem wurde erwähnt, dass Leuchtstofflampen durch LED-Lampen und elektrische Widerstandskocher durch Induktionskochfelder ausgetauscht und Photovoltaik-Solarzellen und –Wassererhitzer installiert werden.

Dazu sagte Díaz-Canel Bermúdez, es solle die Möglichkeit geprüft werden, das Angebot an effizienten Geräten für die Haushalte zu erhöhen, was sich auf die Lebensqualität der Menschen und die Einsparung von Strom auswirken wird. Es sollten auch im Land bereits vorhandene Anlagen genutzt werden, um dort, wo es sich anbiete, Sonnenkollektoren auf den Dächern anzubringen.