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Bárcena überreichte dem kubanischen Präsidenten dem Gedenkmedaille zum 70. Jahrestag der Cepal. Photo: Estudio Revolución

Die Exekutivsekretärin der Wirtschaftskommission für Lateinamrika und die Karibik Alicia Bárcena übergab am Dienstag den Vorsitz der Cepal für die Periode 2018 bis 2020 aus den Händen Mexikos an Kuba.

„Es ist eine Ehre für uns in Kuba zu sein, zusammen mit diesem noblen Volk, das sein Schicksal selbst und authentisch gestaltet hat“, sagte Bárcena in ihrer Rede während der 37. Sitzungsperiode der Wirtschaftkommission für Lateinamerika und die Karibik, die in der kubanischen Hauptstadt stattfindet.

„Dieses Land, das uns heute aufnimmt, und es ist nur gerecht, dies zu unterstreichen, hat angesichts der brutalen menschlichen Kosten, die ihm die über 50 Jahre andauernde Verhängung einer ungerechten Blockade auferlegte, eigene Wege erprobt“, sagte die Exekutivsekretärin der Cepal.

„Wir werten es jedes Jahr als Wirtschaftskommission aus und wir wissen, dass diese Blockade das kubanische Volk über 130 Milliarden Dollar zu laufenden Preisen kostet und dass sie eine unauslöschliche Spur in seiner Wirtschaftsstruktur zurückgelassen hat“, fügte sie hinzu.

Bárcena zeigte sich zuversichtlich über die Rolle Kuba im Vorsitz des Organismus und dankte gleichzeitig dem Präsidenten Enrique Peña Nieto für die Zeit, als Mexiko den Vorsitz der Kommission innehatte.

Beim Beginn dieses neuen Jahrzehnts unter dem Vorsitz Kuba sei sich die Cepal voll darüber bewusst, dass man den Herausforderungen der Welt mit dem Multilateralismus entegegentreten müsse, sagte Bárcena weiter.

In diesem Sinne betonte auch der Leiter des Büros des mexikanischen Präsidenten Francisco Guzmán Ortiz: „ Heute ist es so wichtig wie nie zuvor, dass wir zusammengehen und Bündnisse mit den Nachbarländern schaffen, denn das Vorankommen des einen trägt zum Wachstum der gesamten Region bei. Ich bin sicher, dass Kuba von seinem Vorsitz der Cepal aus, mit seinem Talent, seinem Engagement und seiner Führerschaft dazu beiträgt, dass die Region gute Ergebnisse aufweist.“

GLEICHHEIT ALS ZENTRALE VISION DER ENTWICKLUNG

Der UNO-Generalsekretär António Guterres sprach in seiner Rede bei der 37. Sitzungsperiode der Cepal im Kongresspalast in Havanna über die Welt von heute und die Aufgaben, die sich die Cepal vorgenommen hat „die Gleichheit als zentrale Vision der Ernwicklung“.

Nachdem er Miguel Díaz-Canel zum Vorsitz seine Glückwünsche ausgesprochen und Kuba für sein Willkommen und seine Gastfreundlichkeit gedankt hatte, richtete der UNO-Generalsekretär seine Worte auf den Zustand in der Welt, auf den Klimawandel, die transnationalen Herausforderungen, die Geldwäsche und die Existenz von illegalen Finanzkonten und er bezog sich auf die vierte industrielle Revolution, die wachsende Bereicherung der Reichen und die Anfälligkeit, was die Sicherheit angeht.

„ Es ist richtig, dass die Globalisierung Vorteile gebracht hat, viele sind der Armut entkommen, viele leben heute ein längeres und gesünderes Leben, aber viele sind auch zurückgeblieben.“

Die Menschen würden sich mit Recht fragen, was das für eine Welt sei, in der eine Handvoll Männer (die reichsten) doppelt so viel Reichtum angehäuft hätten, wie der größte Teil der Menschheit besitze.