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Die Bestandteile der schwimmenden Sperren werden vor dem Verlassen des Werkes einem strengen Inspektionsprozess unterzogen. Foto: Ortelio González Martínez Photo: Ortelio González Martínez

CIEGO DE ÁVILA – Die ersten schwimmenden Sperren zur Sammlung von festen Abfällen, die in Kuba entworfen und gebaut wurden, bestätigen ihre Wirksamkeit nach ersten Einschätzungen von Spezialisten an jeder der Stellen, an denen diese Schutzsperren zum Schutz der Umwelt angebracht worden sind.

Die im lokalen Unternehmen Ciegoplast aus HDPE gefertigten Rohre wurden im Fluss Almendares und im sogenannten Dren, dem Dränierungssystem der Bucht von Havanna, installiert. In letzterem kommt das Wasser von drei Flüssen (Luyanó, Martin Perez und Tadeo) mit einem hohen Verschmutzungsgrad an, der auf Abfälle aus der Großindustrie, Disziplinverstöße der Bevölkerung und die Auswirkungen anderer verunreinigender Quellen zurückzuführen ist.

Der Ingenieur Jorge Eduardo Brey Herrera, stellvertretender Direktor des Unternehmens für Grundsanierung von Havanna, das der Unternehmensgruppe Akuädukt und Kanalisation angehört, erklärte gegenüber Granma, dass in diesem Jahr weitere vier Systeme in Betrieb gehen werden: zwei im Fluss Luyanó, eines im Graben Capitán Núñez, im stark bevölkerten Stadtgebiet San Miguel del Padron, und ein weiteres im Fluss Martin Perez. Für später ist geplant, ein weiteres im Fluss Cojímar östlich der Hauptstadt zu platzieren.

All dies ist auch Teil der sogenannten „Aufgabe Leben“, die den Staubecken, Kanälen und den hydroregulatorischen Randzonen der Wassereinzugsgebiete an den wichtigsten Buchten und Küsten der kubanischen Inselplattform Priorität einräumt.

Brey Herrera fügte hinzu, dass unter den wichtigsten Sanierungsarbeiten, die sein Betrieb vorgenommen hat, die des Flusses Quibú sind, aus dem etwa 10 000 Kubikmeter Abfall entfernt worden sind. Einige Jahre zuvor war eine ähnliche Arbeit im Fluss Luyanó unternommen worden, aus dem mehr als 25 000 Kubikmeter Müll entfernt wurden. Diese Arbeit sei jedoch noch unzureichend, wenn man bedenkt, dass die kubanische Hauptstadt über 500 Kilometer Kanäle hat.

In diesem Zusammenhang betonte er, wie wichtig es sei, unter der Bevölkerung ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu entwickeln, um der Schädigung der menschlichen Gesundheit und der Natur vorzubeugen und die Arbeit der Umwelterziehung zu verbessern.

Der Ingenieur Hiorvanys Espinosa Pérez, Direktor von CIEGOPLAST, bestätigte, dass die Fabrik die artikulierten schwimmenden Sperren bereits fertiggestellt hat, die im Fluss Luyanó und dem Graben Capitán Núñez zum Einsatz kommen, und sie nur noch dahin transportiert werden müssen.