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Das Große Feuchtgebiet des Nordens von Ciego de Ávila nimmt einen vordringlichen Platz innerhalb des Programms Tarea Vida (Aufgabe Leben) ein, da es eines der gefährdeten und anfälligen Szenarien der kubanischen Küstengebiete ist. Foto: Portal Ciencia de Cuba

MORÓN, Ciego de Ávila – Erstmalig werden barymethrische Studien ausgeführt, um das exakte Volumen der größten Wasserspiegel des Großen Feuchtgebietes des Nordens von Ciego de Ávila zu messen, das seit 2002 zur Ramsar Stätte erklärt worden war und nach der Ciénaga de Zapata das zweitgrößte des Landes darstellt.

Die Untersuchung wird von Spezialisten der Agentur für Schifffahrtsassistenz des Unternehmens Geocuba Camagüey–Ciego de Ávila und der Wasserressourcen angeführt .

Der Hydrotechnik-Ingenieur Nelson Hernández Hernández vom Unternehmen für Forschung und Hydraulikprojekte von Ciego de Ávila sagte dieser Zeitung, dass dieser breite Streifen von 686 Quadratkilometern – ohne Einbeziehung der im Norden vorgelagerten kleinen Inseln – einen vordringlichen Platz innerhalb des Programms Tarea Vida (Aufgabe Leben) einnimmt, da es eines der gefährdeten und anfälligen Szenarien der kubanischen Küstengebiete und der nahegelegenen kleinen Inseln ist, die dem Anstieg des Meeresspiegels im Zeitraum 2050 – 2100 ausgesetzt sein werden.

Die erste Etappe umfasste die Untersuchungen der Lagune La Redonda und ermöglichte es, die gegenwärtigen Parameter kennen zu lernen und gleichzeitig das Fassungsvermögen dieses Wasserbeckens zu messen.

Nach der Bearbeitung der Daten wurde bekannt, dass das reale Volumen, das La Redonda als natürlicher See aufnehmen kann, 13,7 Millionen Kubikmeter Wasser beträgt. Die Lagune hat eine mittlere Tiefe von 1, 5 Metern und auf ihrem Boden befinden sich etwa eine Million Kubikmeter Ablagerungen, eine Zahl, die bisher unbekannt war.

Dieser natürliche Stausee ist Teil der komplementären Beckens, das sich vom Cierre de Puente Largo bis zum Damm Estero Socorro hinzieht und dessen maximales Fassungsvermögen bei 80 Millionen Kubikmeter Wasser liegt.

Hernández Hernández erklärte, dass auch die barymethrischen Studien der Lagune La Leche bald beendet sein werden und die vorläufigen Daten anzeigen, dass die größte Salzwasserlagune des Landes über 130 Millionen Kubikmeter fassen könnte, eine Zahl, die den bisher normalen Wasserstand bezeichnet.

Das Große Feuchtgebiet umfasst die Gemeinden Bolivia, Primero de Enero, Morón, Chambas und Ciro Redondo, die vorgelagerten kleinen Inseln, und es dringt etwa 40 Kilometer ins Innere der Provinz vor. Es hat eine artenreiche Meeresplattform, stellt ein Refugium für die Zugvögel aus Nord-, Mittel- und Südamerika dar und ist das größte Gebiet in der Karibik und den Antilleninseln, in dem Flamingos (Phoenicopterus ruber ruber) nisten.

Dieses Ökosystem, das vor Jahren durch die anhaltende und intensive Dürre in der Provinz sehr in Mitleidenschaft gezogen worden war, verlor seine kleinen Flüsse und Tümpel und wies sehr deprimierte Wasser- und Grundwasserspiegel auf, bis zu den Regenfällen, die mit dem Hurrikan Irma verbunden waren, sowie den Regenfällen der letzten Zeiten.