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SANTO DOMINGO, Villa Clara - Intensiv ist die Arbeit in der Basis-Unternehmenseinheit (UEB) Carlos Baliño, Provinz Villa Clara, um trotz der von der Natur auferlegten Hindernisse die eingegangene Verpflichtung zu erfüllen und der Wirtschaft des Landes die vorgesehenen 6.386 Tonnen Bio-Zucker zur Verfügung zu stellen, etwas über 650 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Bis heute habe die UEB Carlos Baliño, das einzige Unternehmen, das in Kuba Bio-Zucker herstellt, 2.919 Tonnen geliefert, was 46% des Plans entspreche, sagte der Leiter der Analyseabteilung des Werks, Frank Alberto Ocampo Soto.

Der Feuchtigkeitsüberschuss auf den Feldern durch anhaltenden Regen habe die Qualität des Rohmaterials beeinträchtigt und ein geringes Ertragspotential des Zuckerrohrs hervorgerufen, führte er weiter aus und erklärte, dass der produzierte Bio-Zucker trotz dieser anomalen Situation bisher alle Qualitätsparameter in Übereinstimmung mit etablierten internationalen Standards erfülle.

Anfangs habe die UEB Carlos Baliño während der sogenannten kleinen Ernteperiode rund 950 Tonnen konventionellen Zuckers produziert und nach Abschluss der geplanten Lieferung des nicht raffinierten Zuckers werde die traditionelle Produktion wieder aufgenommen, bis die geplanten 5.484 Tonnen erreicht werden, erklärte Ocampo Soto weiter.

EINIGE DATEN ZUR INDUSTRIE

- Bio-Zucker stammt aus einer organischen Kultur; er wird auf eine vollkommen handwerkliche Art und Weise hergestellt und behandelt; sein Ausgangsstoff kommt von einem fruchtbaren Boden, auf dem das Zuckerrohr ohne Verwendung von chemischen Produkten wie Pestiziden oder Herbiziden angebaut wird; außerdem sind diese Anbaugebiete weit von möglichen Verschmutzungsquellen wie Industriegebieten entfernt.

- In den Jahren 2000 und 2001 wurde in der UEB Carlos Baliño die erste Bio-Zuckerernte in Kuba durchgeführt. Im Jahr 1989 hatten die Arbeiten zur Vorbereitung der Zuckerrohrfelder für die spätere Produktion dieser Art von Zucker begonnen, da der Boden dazu einen längeren Entgiftungsprozess durchlaufen muss. Derzeit verfügt das Unternehmen über rund 5.000 Hektar Land, die für diesen Zweck zertifiziert sind.

- Seit im Jahr 2001 die ersten Zuckerrohrernten in den für ökologischen Anbau zertifizierten Plantagen erfolgten, werden jährlich mehr als 4.000 Tonnen Bio-Zucker für den europäischen Markt, hauptsächlich für den französischen, hergestellt.

- Die Produktionsanlage verfügt über die erforderliche internationale Zertifizierung und wird jedes Jahr während des gesamten Produktionszyklus von der Furche bis zur Raffination einer Aufsichtsprüfung unterzogen.

- Bei der Vorbereitung der Böden, auf denen das zur Erzeugung von organischem Zucker bestimmte Zuckerrohr angebaut wird, werden natürliche Düngemittel wie Mist, Bagasse, Kompost, Gründünger, Regenwurmhumus und Biodünger verwendet. Bei der Aussaat und Pflege des Zuckerrohrs werden nur biologische Verfahren und Techniken wie Fruchtfolgewechsel und Kulturvielfalt angewendet.

- Die Reproduktionszentren von Entomophagen und Entomopathogenen zur biologischen Schädlingsbekämpfung, in denen biologische Bekämpfungsmittel zur Bekämpfung der Krankheiten des Zuckerrohrs reproduziert werden, sind weitere Protagonisten dieser neuen Phase des ökologischen Landbaus.

- Der Bio-Zucker ist auf dem internationalen Markt sehr begehrt wegen seiner ausgezeichneten Qualität sowohl für den direkten Verzehr, als auch als Zutat für Lebensmittelprodukte. In dieser Hinsicht ist dieser Zucker ideal für die Herstellung von Keksen, Pralinen, Joghurts und Desserts der Bio-Lebensmittelindustrie.

- Zu erwähnen ist, dass es sich um ein nicht-raffiniertes kristallisiertes Korn von grau-weißer Farbe handelt, das unter anderem durch Anwendung einer speziellen Methode erhalten wird, bei der der erhaltene Zucker eingedickt und erneut kristallisiert wird. Da bei der Raffination des Produkts nicht auf Chemikalien wie Schwefel oder Phosphorsäure zurückgegriffen wird, bleiben die natürlichen Nährstoffe des Zuckers erhalten.