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Mühsam war die Arbeit zur Wiederherstellung der Kakaopflanzungen in Baracoa Photo: Jorge Luis Merencio

BARACOA, Guantánamo – Als Hurrikan Matthew Anfang Oktober 2016 Baracoa heimsuchte, wies dort die Kakaoproduktion die besten Ergebnisse ihrer Geschichte auf.

Nur die unaufhaltsame Kraft des Sturms war in der Lage, das Wachstum in diesem Bereich zu bremsen, der 2015 eine Ernte von 1.6000 Tonnen aufwies und 2017 dramatisch auf an die 200 Tonnen zurückfiel.

Der Hurrikan beeinträchtigte in unterschiedlichem Ausmaß die 3.635 Hektar, die dafür in diesem Gebiet existierten.Davon wurden in einem Jahr die 2.255 möglichen Hektar wiederhergestellt, abhängig von dem Schaden den die Plantagen erlitten hatten, dem Alter der Pflanzen und dem Ertrag.

Der größte Schaden trat jedoch bei den Bäumen auf, die den kleinen KakaobäumenSchatten spenden.

Da die Wiedererholung dieser Bäume noch einige Jahre dauern wird, pflanzte man Bananen und Rizinus als zeitweilige Schattenspender an, um die Sonneneinwirkung auf die Kakaopflanzen zu mildern.

Bei der Wiederherstellung der Kakaoplantagen bekamen die Produzenten aus Baracoa Hilfe von landwirtschaftlichen Kollektiven aus anderen Provinzen.

Zu der Wiederherstellung der Pflanzungen gehörte auch die Rettung von über 50 beschädigten oder zerstörten Planzenaufzuchtanlagen und andere Teile der Infrastruktur dieses Bereiches.

Als sich die Gebiete gerade von Matthew erholten, erschien im September vergangenen Jahres Irma. Die Winde dieses Hurrikan entlaubten viele Pflanzen und ließen die gerade sich entwickelnden Früchte herunterfallen. Dies war der Gnadenstoß für die Ernte von 2017, die als die schlechteste seit über 70 Jahren in die Annalen eingehen wird.

Trotzdem wollen sich die Produzenten bemühen, in diesem Jahr 800 Tonnen Kakaobohnen zu ernten und bis 2020 die gesamten Schäden behoben haben.

„Diese Hoffnung stützt sich auf den Fortschritt bei der Wiederherstellung der Plantagen, des Schattens und der Samenbanken, der baldigen Fertigstellung von zwei neuen Häusern im Zentrum zur Veredelung von Keimlingen und die Ausdehnung dieser Technologie auf zwei Kooperativen“, erkärte der Direktor des Agroforstunternehmens und von Coco Baracoa Alexis Toirac Perera.

GROSSE AUSSAAT

„In diesem Jahr“, so fügte er hinzu „ müssen wir 450 ha bepflanzen, um im Jahr 2020 auf die gleiche Anzahl wie vor Hurrikan Matthew zu kommen. Um diesen ehrgeizigen Plan abzusichern, müssen außer dem schon genannten, zwei Aufzuchtanlagen mit Röhrentechnologie aufgebaut werden, mit einer Kapazität von jeweils 100.000 Pflanzen pro Jahr. Das Unternehmen verfügt bereits teilweise über die dafür erforderlichen Ressourcen.

Die Strategie der Aussaat sieht vor, die zwei feuchtesten Perioden in Baracoa zu nutzen, weswegen zwischen Januar und April 50% des Plans ausgeführt werden müssen und die andere Hälfte zwischen September und Dezember“, sagte er.

DRAINAGE, WEGE, MINIINDUSTRIE

Zu den Arbeiten in diesem Bereich gehören auch die Drainagearbeiten in tiefergelegenen Gebieten. Diese Arbeit ist für höhere Erträge und für die Prävention von Krankheiten in den Plantagen entscheidend.

Für den Wasserabfluss in den Kakaopflanzungen, relevante Aktion von Tarea Vida in Baracoa, erhielt das Unternehmen eine Brigade mit modernen mechanischen Apparaturen, darunter verschiedene Bagger.

Die Plantagen und vor allem die Ernte werden auch einen Vorteil durch die Verbesserung der Wege haben, mit der bereits begonnen wurde.

In Übereinstimmung mit dem Entwicklungsprogramm der Kakao-Produktivkette und der Nutzung der Wertschöpfung des Produkts wurde ein Ort zur Herstellung eines Essigs aus der Kakaobohne eingerichtet.