OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Jose M. Correa

Eine weit gefasste Tagesordnung lag am Montag Morgen vor der Präsidentin Chiles Michelle Bachelet, die sich zu einem Staatsbesuch in Kuba aufhält.

Die Regierungschefin besuchte die Pädagogik Schule Präsident Salvador Allende in der kubanischen Hauptstadt, wo sie ein Rahmenabkommen zwischen ihrem Land und Kuba im Bereich Gesundheit unterzeichnete und Flaggen Chiles an Schulen in Havanna überreichte, die den Namen von Ereignissen und Persönlichkeiten Chiles tragen.

In ihrer Rede betonte sie, dass die Zusammenarbeit eine der Säulen der Außenpolitik ihrer Regierung sei und sie betonte die Bedeutung der auf den Süden gerichtete Vision, die das südamerikanische Land mit der Insel teile.

Auf die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Kuba und Chile eingehend sagte sie, dass diese der Solidarität zwischen beiden Völkern und der Sehnsucht nach Wachstum in Gerechtigkeit und Einheit entspreche.

Die Regierungschefin sagte, dass die Zusammenarbeit, die hauptsächlich in technischer Hilfe und der Ausbildung humaner Ressourcen bestehe , ihren Schwerpunkt im Agrarbereich, im Bauwesen und im Gesundheitsbereich sowie in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zur Entwicklung habe,

„Die von uns durchgeführten Initiativen umfassen eine Investition von etwa 1,5 millionen Dollar sowohl in bilateralen als auch in Dreiecksprojekten“, sagte Bachelet.

Zum Schluss wies sie daraufhin, dass man mit dem Aufbau von Gesellschaften mit größerer Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit voranschreiten müsse, was eines der Ziele ihrer Regierungszeit gewesen sei und das sein müsse, was die Zusammenarbeit mit allen befreundeten Staaten bestimmen müsse.

Die kubanische Ministerin für Erziehung Ena Elsa Velázquez betonte, dass Bildung und Gesundheit zwei Errungenschaften der Revolution seien, die auf die höchste Aufmerksamkeit von Staat und Regierung zählen könnten.

In jedem Jahr würden beiden über 50% des Staatshaushalts zugeleitet, was ermögliche, dass sie gratis seien und international auf Anerkennung treffen.

Velázquez hob die Rolle des Comandante en Jefe Fidel Castro hervor, den sie als den „Urheber der in diesen für das Volk so wichtigen sozialen Revolutionen, sowie deren ständige Veränderung und Entwicklung“ bezeichnete.

Eine neue Plattform für die Zusammenarbeit

Im Laufe des Tages wurde auch ein Rahmenabkommen für die Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus Dr. Exequiel González in Santiago de Chile und dem Pädiatrischen Lehrkrankenhaus von Centro Habana unterzeichnet.

Das Dokument, das von den Direktorinnen beider Einrichtungen María Begoña Yarza auf chilenischer Seite und Tania Peón Valdés auf kubanischer Seite paraphiert wurde, reglementiert und richtet die Bindungen, die beide Länder seit zwei Jahrzehnten in diesem Bereich gewebt haben, auf die Zukunft aus.

Wichtigstes Ziel ist die Förderung und Durchführung von Projekten gegenseitiger Hilfe, gemeinsame Lehr- und Forschungsarbeit, Praktika von Fachpersonal, Austausch von technischer Information, Forschung und Organisation von wissenschaftlichen Treffen.

Bachelet setzt sich zur Festigung der wirtschaftlichen Bindungen zu Kuba ein

Früher am Morgen nahm Michelle Bachelet an der Eröffnung eines Seminars teil, das die Perspektiven der bilateralen Beziehungen auswertete, an dem Geschäftsleute beider Länder teilnahmen.

Bei dem Treffen, an dem die chilenische Regierungschefin vom kubanischen Minister für Außenhandel und Ausländische Investitionen Rodrigo Malmierca begleitet wurde, sagte sie, dass in wenigen Wochen ihre Amtszeit ablaufe und sie auf die wachsende Präsenz Chiles in Zentralamerika und der Karibik und besonders in Kuba baue.

Die Regierungschefin wertete das Treffen als einen großen Beitrag zur Stärkung der Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern und sie betonte das Interesse der chilenischen Unternehmer, die Chancen in Kuba zu erkunden, ein Austausch, der bereits mit einer öffentlich-privaten Mission im November 2014 begonnen worden sei.

Sie erinnerte daran, dass dieser positiven Erfahrung eine ähnliche Reise im September 2015 folgte und sie wies auch auf die Stärkung der bilateralen Instrumentarien hin, wie sie in der Bildung der Unternehmerkommission Kuba-Chile und der Zeichnung des dritten Protokolls der wirtschaftlichen Komplementarität zum Ausdruck kommte.

Malmierca wies darauf hin, dass zur Zeit verschiedene Projekte mit chilenischen Investoren sich in der Verhandlungsphase befänden, die sich möglicherweise im Jahr 2018 konkretisieren könnten. Sie beinhalteten den Bereich Tourismus, Landwirtschaft und professionelle Dienstleistungen.

Er sagte weiter, dass in den letzten Jahren der bilaterale Handelsaustausch durchschnittlich 50 Millionen Dollar betragen habe und rief dazu auf, den Handel in beide Richtungen zu erweitern.