OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ricardo López Hevia

Du bist dort, in einem monolithischen Stein mit Caguairán Wurzeln. In dieser Stadt, der du „Danke Santiago“ sagtest. Zusammen mit Martí, Carlos Manuel de Céspedes und Mariana Grajales. Geschützt von den von Frank País angeführten Kämpfern des 30. November. Zusammen mit jenen, die dich im Sturm auf die Moncada begleiteten. Du bist bei dem Volk, das jeden Tag zu dir kommt, um dir Ehre zu erweisen. Bei der kleinen Pionierin, die, als sie eine weiße Blume niederlegt, unschuldige Tränen weint.

Wir haben die letzten 365 Tage ohne deine physische Präzenz gelebt, Fidel. Aber es ist dies gleichzeitig ein mit unendlich multipliziertes Jahr gewesen, in dem wir alle dich in jedem Werk gefühlt haben, das aufgrund deiner Ideen und sogar mit deinen Händen entstanden ist – jenen Händen, die Guyasamín malte – weil sie der reinste Ausdruck deines unbeugsamen Charakters sind.

Wir spüren dich jede Minute und jede Sekunde unserer Tage und wir werden dich immer in deiner olivgrünen Uniform vor uns sehen, als Zeichen deines Rebellentums und deines Muts.

Wir lesen immer wieder deine Reden, deine Reflexionen. Du bist der verpflichtende Referenzpunkt für ein Volk, das seine Grenzen überschritten hat und sich auf ganz Lateinamerika und die Welt ausdehnt.

Wenn von groß geschriebener Solidarität gesprochen wird, so setzen alle sie mit Fidel gleich. Vom Menschen mit Behinderung in den Wäldern Ecuadors, dem Indigenen Boliviens, dem Venezolaner, der sein Augenlicht wiedergewonnen hat. In Haiti bist du ein Symbol und man muss nicht spanisch sprechen, um Fidel zu sagen, wenn es um Kuba geht. Ganz Afrika erinnert sich an dich. Für den ganzen Planeten bist du präsent, weil wir alle wissen, wieviel es noch zu tun gibt.

Wir waren Hunderttausende, die wir in diesem ersten Jahr diese Stätte der Geschichte und des Lebens besucht haben, die der Friedhof Santa Ifigenia in Santiago de Cuba darstellt.

Dort, da bin ich mir sicher, hat die große Mehrheit nicht nur eine Blume für den Comandante niedergelegt, sondern wir haben auch mit ihm „gesprochen“. Wir haben ihm Fragen gestellt, ihm Rechenschaft über den Verlauf seines Werkes abgelegt, das schwierige aber sichere Werk, das er uns lehrte aufzubauen und für das wir die Verpflichtung haben, es zu hüten und zu verbessern.

Sein Konzept von Revolution ist bei jeder Aktion präsent. Und dabei geht es nicht darum, dass wir nur memorieren, sondern dass wir wissen es zu internalisieren und es jeden Tag als Aufforderung zum Kampf betrachten machen.

Auch Staatschefs, Minister, Führer politischer Parteien und viele andere Personen, die ihn bewundern, sind aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa gekommen, um dem Comandante en Jefe die Ehre zu erweisen.

Jetzt, Fidel beendest du dein erstes Jahr in einer anderen Dimension, begleitet von Martí, dem Apostel, den du als „den genialsten und universalsten der kubanischen Politiker“ bezeichnet hast.

„Und was hat Martí anderes getan, um Revolution zu machen, als die Partei der Revolution zu organisieren, die Partei der Revolutionäre? Und es gab eine einzige Partei der Revolutionäre“. So hast du dich immer an diesen großen Mann unserer Geschichte erinnert.

Am 14. Oktober 1991, als du in einer Rede bei der Abschlusssitzung des IV. Parteitags der Kommunistischen Partei Kubas, die in der Heldenstadt Santiago de Cuba auf dem Platz General Antonio Maceo über den Tod Martís im Kampf sprachst, sagtest du: „Du, Marti, wurdest niemals besiegt, an jenem Tag, an dem Du bei Dos Ríos fielst! Und dank Euch, dank Eurem Beispiel, dank Eurem Tod, sind heute Millionen Kubaner bereit, Eurem Beispiel zu folgen, sie sind bereit, die Ideen zu verteidigen und bereit, für sie zu sterben, genau wie Ihr es tatet, um die Freiheit zu retten, um die Gerechtigkeit zu retten, um die Ehre und die Würde des Menschen zu retten; denn ohne Ehre und Würde kann es kein Leben geben, ist das Leben nichts wert, liegt uns nichts am Leben; ohne Ehre und Würde ist das Leben nichts wert, liegt uns nichts am Leben, nicht nur an unserem eigenen Leben, sondern auch am Leben aller, die wir lieben. Ohne Ehre, ohne Würde, ohne Unabhängigkeit und ohne Anstand ist ein Volk nichts, ist das Leben eines Volkes nichts wert!“

Jetzt ganz nahe am monolithischen Stein von wo aus der Comandante uns leitet, sind jetzt Denkmäler entstanden, die die sterblichen Überreste von Mariana Grajales und Carlos Manuel de Céspedes enthalten.

Über die Mutter der Maceos und „aller Kubaner“ hat Fidel am 23. August 1960 gesagt: „Kuba muss sich für viele Dinge glücklich schätzen, aber zuallererst für das wunderbare Volk, das es hat. Hier kämpfen nicht nur die Männer: Hier kämpfen wie die Männer auch die Frauen. (...) Und das ist nicht neu, die Geschichte erzählt von großen Frauen in unseren Kämpfen für die Unabhängigkeit und eine von ihnen steht für alle: Mariana Grajales“...

Auch Carlos Manuel de Céspedes, der Vater des Vaterlandes, ist in der Logik der historischen Kontinuität in der Nähe Fidels.

„Was bedeutet der 10. Oktober 1868 für unser Volk? Was bedeutet dieses ruhmreiche Datum für die Revolutionäre unseres Landes? Es bedeutet einfach der Beginn eines hundertjährigen Kampfes, den Beginn der Revolution in Kuba, denn in Kuba hat es nur eine Revolution gegeben: die, die Carlos Manuel Céspedes am 10. Oktober 1868 begonnen hat und die unser Volk in diesen Momenten vorantreibt.

Es gibt auch nicht den geringsten Zweifel, dass Cépedes den Geist der Kubaner jener Epoche symbolisiert, die Würde und das Rebellentum eines noch heterogenen Volkes, das in der Geschichte zu entstehen begann“.

Es waren dies die Worte Fidels, die sein umfassendes Denken einer Geschichte zusammenfasst, die man nicht auf den Kampf oder einen Sieg begrenzen kann, sondern die selbst den Weg des Werks definiert, das aufgebaut wird.

In diesem über hundert Jahre währenden Kampf für ein freies und unabhängiges Kuba, kreuzen sich Männder und Frauen wie Martí, Maceo, Mariana Grajales, Carlos Manuel de Céspedes und viele andere, die diese Revolution initiiert haben, die fortgesetzt wurde bis zum Sieg Fidels und seiner Kampfgefährten in der Sierra und in den Städten und die seit dem 1. Januar 1959 präsent ist, um nie wieder verloren zu gehen.