OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ortelio González Martínez

Über viereinhalb Tonnen an Drogen wurden in Kuba zwischen Januar und Oktober 2017 beschlagnahmt. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Marihuana zusammen und um im Meer aufgesammelte Drogenpäckchen, die nicht die Insel zum Ziel hatten.

Wie aus offiziellen Berichten hervorgeht, liegt die Ziffer von 4.787 kg, die in den ersten zehn Monaten des Jahres gefunden wurden, über der von 2015 und 2016. Dieser Anstieg steht im Zusammenhang mit den ungünstigen Auswirkungen des weltweit illegalen Drogenhandels und Konsums auf unser Gebiet, die sich aus dem Anstieg der Produktion, dem größeren Angebot und dem höheren Verbrauch ableiten.

Wie aus dem Bericht 2017 des Büros der Vereinten Nationen gegen Drogen und Verbrechen (Unodc) hervorgeht, verändern und diversifizieren sich die Routen des Handels in „alarmierendem Rhythmus“. Man schätzt, dass etwa 97% des Drogenumschlags unserer Region über den Seeweg vor sich geht, hauptsächlich mit Schnellbooten, die in der Nähe des kubanischen Hoheitsgebiets im Osten und Westen des Landes navigieren. Dies hat zu einer Stärkung der Kontrollmaßnahmen seitens der Antidrogendienste des Gebietes geführt; dies, zusammen mit den Meeresströmungen bringt es mit sich, dass vermehrt Drogenpäckchen an der kubanische Küste aufgefunden werden.

Angesichts der Herausforderungen an den Küsten wird die Bereitstellung von Kräften und Fachpersonal, das an der Operation Aché III teilnimmt, fortgesetzt. Diese besteht aus auf nationaler Ebene durchgeführten gemeinsamen Aktionen des Verteidigungs- und Innenministeriums. Dadurch konnte erreicht werden, dass kriminelle Organisationen, die in diesem Gebiet operieren, von unserem Hoheitsgebiet fernblieben. Trotzdem wurden 244 Drogenpäckchen mit 4571 kg Drogen sichergestellt ( 4.462 kg Marihuana und 109 kg Kokain) und 63 Schnellboote gesichtet, die des Drogenhandels verdächtigt wurden.

Die Regionen mit dem höchsten Aufkommen, wo die massivsten Funde auftraten, waren im Osten (Granma und Guantánamo), die Südküste Pinar del Rios bis Camagüey und die Insel der Jugend. Vorherrschend waren die Päckchen mit Marihuana; die Kokainfunde waren im Abnehmen begriffen.

Die erhöhte Wachsamkeit und Bekämpfung hatten die Klärung von 18 Fällen mit versteckten Drogen zur Folge, was zur Festnahme von 46 Bürgern und zur Beschlagnahme von 41,28 kg Drogen führte.

An den Flughäfen wurden 43 Operationen des internationalen Drogenhandels vereitelt. In diesem Zusammenhang wurden 54 Ausländer festgenommen und 55 kg Drogen beschlagnahmt. Bei der Bekämpfung dieser Delikte wurde das Fortbestehen von kriminellen Netzwerken festgestellt, an denen ausgewanderte Kubaner und Ausländer beiteilt waren, die versuchten diese Substanzen in das Land einzuführen.

Der internationale Flughafen José Martí ist weiterhin derjenige mit den meisten Vorkommnissen in Verbindung mit Drogen, aber auch auf den Terminals in Matanzas und Holguín wurden Operationen dieser Art neutralisiert. Außerdem entdeckte man in 46 Fällen kleine Mengen Drogen für den persönlichen Gebrauch bei Ausländern. Ihnen wurden die Drogen abgenommen, sie wurden über die herrschenden Gesetzte informiert und mussten ein Strafgeld zahlen.

Im Innern des Landes gehen die Präventivmaßahmen weiter und auch die Bekämpfung des unzulässigen Gebrauchs von Medikamenten und des Anbaus von Marihuana in abgelegenen Gebieten. Bei der Neutralisierung von Fällen dieser Art wurden insgesamt 43 kg Drogen sichergestellt, in den meisten Fällen Marihuana (40kg) und kleine Mengen von Kokain, synthetische Cannabinoide, Crack, Haschisch und Pharmazeutika.

Man hält an der Politik der strengen Strafverfolgung fest und hat gleichzeitig die Präventivarbeit in den verletzlichsten Sektoren der Gesellschaft verstärkt.

Die Anti-Drogen Strategie Kubas mit einem multifaktoriellem Charakter, dessen Vollständigkeit durch Aktionspläne der politischen-, sozialen- und Massenorganisationen sowie durch die Institutionen garantiert wird, stellt angesichts ser globalen Herausforderungen des Übels des Drogenhandels, dem wegen dessen im 21. Jahrhundert weitreichenden Tentakel kein Land und keine Person entkommt, eine Stärke des Landes dar. Deswegen ist das zusammengehende und zweckmäßige Funktionieren dieser Maschinerie und jedes ihrer Einzelteile unerlässlich und unentwegte Wachsamkeit nötig. Das Ausmaß der Bedrohung erfordert dies.