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Die Stadt verjüngt sich mit dem Entwicklungsprogramm des Büros des Stadthistorikers vor ihrem 500. Gründungsjubiläum im Jahre 2019 Photo: Juvenal Balán

„Havanna wird zu seinem 498. Geburtstag schöner den je erscheinen“, sagte Stadthistoriker Dr. Eusebio Leal Spengler gestern während einer Pressekonferenz im historischen Zentrum der Stadt.

Die Stadt verjünge sich, fügte Spengler hinzu, als Teil des intensiven Kulturprogramms und der „ständigen Bewegung von Aktionen und Arbeiten“, die das Büro des Stadthistorikers in seinem Bemühen auflegt, die archäologische Geschichte Havannas zu retten und ihr die Bedeutung und den historischen Bezug wiederzugeben.

Eines der Werke mit Blick auf das Datum ist die Neugestaltung von El Templete, einem skulpturalen Komplex, der den Neugründungsakt der Stadt im Jahre 1519 symbolisiert und wo es an jedem 16. November Tradition ist, dreimal den mythischen Ceiba-Baum zu umrunden, während man im Stillen einen Wunsch ausspricht.

Auch der verlorene Portikus von 1852 wurde wiederhergestellt. Er war zwischen 1929 und 1930 eingerissen worden, um die Hafenallee zu verbreitern. Das Tor der Straße O´Reilly trägt „das Originalschild des stets treuen Havanna und seine Kanonen, abgenutzt in Verteidigung der Stadt, die schon aufgestellt wurden, während derzeit die Handwerksmeister damit beschäftigt sind, die Lanzen über den Gitterstäben anzubringen“, wie Spengler sagte.

In Erinnerung an das kommende Jubiläum werde am morgigen 16. November das mit allen modernen Elementen ausgestattete Jugendzentrum des historischen Stadtkerns eingeweiht, auf dass die Jugend Havannas und ganz Kubas die Kunst der Filmemachens und Erstellens von Radiosendungen erlernen, Tanz studieren und Bibliotheken besuchen könne.

Auch das Informationszentrum des Büros des Historikers und seine Zweigstelle in San Cristóbal, die die Kulturerbe-Städte Kubas vereinen und einen Tourismus verwalten werde, der sich vom Kulturerbe Kubas angezogen fühle, werde seine Tore öffnen.

Außerdem würden neue Ausstellungen im Castillo de la Real Fuerza eröffnet werden, die von Kuba im Laufe der Jahre aus dem Meer geborgene Schätze zeigten. Wiedergeöffnet würden überdies die Tore des Palastes der Capitanes Generales in der Plaza de Armas, in dem der größte Teil der Säle vollständig restauriert worden sei.

Dies alles solle zeigen, wie Havanna zur Zeit seiner Kolonisierung ausgesehen habe, sagte Orlando Inclán, Architekt des Büros des Stadthistorikers.

“Wir möchten diese Zone in ein bedeutendes archäologisches Zentrum verwandeln und es wird erwartet, dass alles zum Zeitpunkt des 500. Gründungsjubiläums der Stadt im Jahre 2019 fertig sein wird“, fügte er hinzu.

Deshalb wird Havanna nach Meinung Eusebio Leal Spenglers schöner als je zuvor aufblühen.

“Mögen Wirbelstürme, Ächtungen, Einschränkungen über uns kommen – wir werden stets imstande sein zu entrinnen, Mauern zu durchbrechen und voran zu gehen“, äußerte sich der Historiker zum Schluss.