OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Ricardo López Hevia

„Was die ausländischen Investitionen betrifft, so lassen sich bei der Konkretisierung neuer Projekte sowohl innerhalb als außerhalb der Sonderentwicklungszone Mariel (ZEDM) bescheidenen Fortschritte erkennen, und auch was die Reinvestitionen bei den schon bestehenden Projekten angeht“, sagte der Minister für Außenhandel und Ausländische Investitionen Rodrigo Malmierca Díaz, als er am Montag die 35. Auflage der Internationalen Messe von Havanna eröffnete, die bis zum 3. November auf dem ExpoCuba Gelände stattfindet.

Er informierte darüber, dass seit dem letzten Mal eine Reihe wichtiger Geschäfte mit ausländischem Kapital in strategischen Sektoren der Wirtschaft getätigt worden seien und zwar bei erneuerbaren Energien, Tourismus, Bauwesen, Bergbau und Erdölexploration in Zusammenarbeit mit Banken und Industrien, hauptsächlich der Leicht-, Nahrungsmittel- und Zuckerindustrie.

Nach Aussage von Malmierca, der nicht genauer auf die Zahlen der 2017 erreichten Ergebnisse einging, seien im laufenden Jahr Geschäfte mit einem Gesamtkapitalbetrag über 2 Milliarden Dollar genehmigt worden. Außerdem befänden sich verschiedene Projekte in einer fortgeschrittenen Phase der Verhandlung, bei denen reale Aussichten bestünden, noch in diesem Jahr zur Ausführung zu kommen.

„Dies zeigt, dass trotz der Versuche der US-Regierung die Blockade zu verschärfen und dem Vorhaben, Kuba zu isolieren, unser Land als Ziel ausländischer Investitionen weiterhin auf Interesse stößt“, sagte er.

Er sagte weiter, dass die Messe ihre Stellung als eine multisektoriale äußerst repräsentative Handelsbörse in Lateinmamerika und der Karibik gefestigt habe. Die Teilnahme von Unternehmern und Vertretern aus über 70 Ländern und über 3.400 Aussteller auf einer Fläche von etwa 27.000 Quadratmetern würden bestätigen, dass dieser Event der geeignete Raum für die Absprache von Geschäften und Investitionen sei.

Malmierca hob die Präsenz unserer wichtigsten Handelspartner hervor: Venezuela, Russland, China und Spanien. Letzteres war das am meisten vertretene Land. Er betonte auch die Teilnahme lateinamerikanischer und karibischer Länder, was unseren Interessen entgegenkommen würde, die wirtschaftlichen Bindungen zu diesen zu erweitern und die regionale Integration zu verstärken.

Der Minister wiederholte, dass Kuba sich konjunkturbedingt finanziellen Einschränkungen gegenübersehe, die hauptsächlich durch ein Sinken der Weltmarktpreise für unsere Exportprodukte, durch die Schwierigkeiten einiger unserer wichtigsten Handelspartner und die Verschärfung der Blockade hervorgerufen würden. Hinzu kämen die durch klimatische Phänomene wie Hurrikan Irma verursachten Beeinträchtigungen. In diesem Zusammenhang danke er allen Freunden, die Interesse gezeigt haben zu helfen.

Er unterstrich, dass Kuba die als Ergebnis des Prozesses der Neurordnung der Auslandsschulden eingegangenen Verpflichtungen erfüllt habe und bekräftigte die Entschlossenheit, dies weiterhin zu tun.

Es sei jedoch wegen der konjunkturbedingten Liquiditätsbeschränkungen an Devisen nicht möglich gewesen, alle laufenden Kosten der kubanischen Unternehmen an ihre Zulieferer zu begleichen.

Auf der anderen Seite erinnerte er daran, dass der Präsident der Vereinigten Staaten am 16. Juni die Politik seiner Regierung Kuba gegenüber angekündigt habe, die eine Verschärfung der Blockade beinhalte. Diese Entscheidungen würden die Interessen breiter Sektoren, insbesondere des Unternehmertums dieses Landes ignorieren, das trotz der auferlegten Hindernisse weiterhin an Geschäften mit Kuba interessiert sei.

Malmierca kündigte an, dass von Dienstag bis zum 1. November das II. Investitionsforum auf dem Messegelände stattfinde, auf dem das neue Portfolio der Möglichkeiten für ausländische Investitionen vorgestellt werde.

Es gebe außerdem eine Präsentation über die ZEDM und Foren die dem Agrolebensmittel- und dem industriellen Bereich gewidmet seien. Ferner seien etwa 250 bilaterale Treffen zwischen kubanischen und ausländischen Unternehmern aus über 30 Ländern koordiniert.