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Insgesamt gesehen sind die Talsperren Pinar del Rios zu 95% ihrer Kapazität gefüllt Photo: Ronald Suárez Rivas

PINAR DEL RÍO – Von den 24 Talsperren, die Pinar del Rio besitzt, lassen 18 als Folge einer regenreichen Periode Wasser ab. Für das ganze Jahr 2018 ist damit die Wasserversorgung garantiert.

Insgesamt gesehen sind die Stauseen zu 95% ihrer Kapazität angefüllt; das heißt von den 782 Millionen Kubikmeter die gestaut werden können, sind heute 744 Millionen erreicht.

Der Direktor des Unternehmens für Hydraulische Nutzung der Provinz Daniel Herrera erklärt, dass außer dem Stausee von Herradura (68%), der von einem sehr kleinen Fluss gespeist wird und anderen fünf nicht bedeutsamen Stausseen, alle anderen gefüllt seien.

Es ist fast ein Jahrzehnt her, dass ein so hohes Volumen erreicht werden konnte.

Diese Lage steht in starkem Gegensatz zu dem Panorama, das sich dem Gebiet vor knapp zwei Jahren bot. Damals hatten 13 Stauseen, die die Reisfelder versorgten, kein Wasser mehr und auch die unterirdischen Wasservorkommen konnten wegen der langen Trockenheit nur noch wenig kontrolliert genutzt werden.

Herrera führte aus, dass die Arbeiter mit der größten Erfahrung in diesem Bereich erzählten, dass man niemals zuvor, ohne dass es einen Hurrikan oder ein anderes extremes meteorologisches Phänomen gegeben habe, soviel Wasser gespeichert habe.

„Es ist, als ob die Natur nach sovielen Katastrophen, die die Provinz heimgesucht haben, Pinar del Rio jetzt freundlich gesinnt ist“, sagte er.

Obwohl die Mehrheit der Stauseen Wasser ablasse, gebe es aber kein Sicherheitsproblem.

„Unsere Stauseen sind so eingerichtet, dass sie viel größere Mengen ablassen könnten, als die im Moment geschieht. Es ist alles total stabil“, fügte er hinzu. Trotzdem finde eine ständige Überwachung statt.

Er sagte außerdem, dass das gespeicherte Wasser die Provinz angesichts der bevorstehenden Trockenperiode in eine günstige Position bringe. Man könne so das ganze nächste Jahr über die Nachfrage unterschiedlicher Klienten befriedigen, auch die der Reisfelder, von denen es dort viele gebe.