OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Roberto Suárez

Bei ihrer Ankunft hielten sie die Fahne, die Bilder von Che und Fidel in die Höhe. Sie kamen mit Liedern und einem Lächeln auf den Lippen, was die Regenwolken, die am Nachmittag über Havanna drohten, verscheuchte. Sie waren sichtlich voller Stolz, Kubaner zu sein und zu den Auserwählten zu gehören, die ihr Land auf dem 19. Weltfestival der Jugend und Studenten repräsentieren, das vom 14. bis 22. Oktober in Sotschi, Russland, stattfinden wird.

Die Vorbereitungsfakultät der Medizinischen Wissenschaften von Casablanca hieß sie willkommen zusammen mit dem Nationalen Büro der Union der Jungen Kommunisten (UJC). Havanna, Sancti Spiritus, Ciego de Ávila, Camagüey … nach und nach komplettierte sich die Delegation von über 250 Jugendlichen, die im Rhythmus der Musik der „Guaracheros“ von Regla und der „Comparsa“ des Studentenverbandes FEU einander kennenlernten.

In jeder Losung wurde die Verpflichtung deutlich, „den Abdruck des Comandante Ernesto Che Guevara und unseres unbesiegten Comandante en Jefe“ zu vervielfachen, „die Historie des Kampfes, die Solidarität, die Konfrontation des Imperialismus zu verteidigen und den Ländern der Dritten Welt zu helfen“, wie es Kuba mehr als 50 Jahre lang immer getan habe, wie es der junge Henry Pantoja, Metallingenieur aus Las Tunas, der noch merklich unter der Aufwallung der Gefühle angesichts des Empfangs stand, Granma gegenüber versicherte.

Aus dieser Empfindung heraus nährt sich auch die junge Ärztin Mabel Placer Álvarez, die einer Abordnung aus vier kubanischen Delegierten angehört, die von der Bolivarischen Republik Venezuela ausgewählt wurden. „Wir werden die unverrückbare Position der Jugend dieses Landes weitertragen – in diesem so schwierigen Moment, den sie zurzeit durchmachen, und die Unbeugsamkeit, mit der sie das Vermächtnis von Chávez und Fidel erfüllen, dieses Land zu verteidigen“, sagte sie, während man aus dem Hintergrund die Worte des Kampfhahns hörte, aus dem Lied, das zum Thema dieses 19. Festivals geworden ist und inzwischen von den Gruppen Buena Fe und Moncada bekannt gemacht wurde.

Das bedeutendste und symbolhafteste Ereignis der Jugendbewegung weltweit ist den Kubanern schon vertraut. Das fing mit den Provinzveranstaltungen an und jetzt ist man an dem Punkt, dass vier intensive Tage damit ausgefüllt werden, auf Themen vorzubereiten, die für Kuba und die Welt aktuell sind, bevor es dann am 13. Oktober nach Sotschi geht.

Heute wird der Delegation der Größten der Antillen im Memorial José Martí an der historischen Plaza de la Revolución feierlich die Fahne überreicht. Am Ort des Festivals wird der Stolz der Kubaner im Wind flattern, hoch gehisst wie die Prinzipien, die unsere Teilnehmer an diesem 19. Festival verteidigen werden.