OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

„Kuba unterstützt die Stärkung von Gesundheitssystemen, die auf eine universelle Gesundheitsversorgung ausgerichtet sind, indem sie die Gesundheit als ein essenzielles Menschenrecht im Zentrum politischer Maßnahmen anerkennen“,sagte am gestrigen Dienstag Kubas Stellvertretende Gesundheitsministerin Marcia Cobas Ruiz auf der 29. Konferenz der Panamerikanischen Organisation für Gesundheit.

Bei dem Treffen, das bis zum 29. September in Washington stattfindet, bekräftigte Cobas Ruiz die Verpflichtung ihres Landes, die positiven Erfahrungen aus den erzielten Fortschritten zu teilen, wie auch die Bereitschaft zu einer internationalen medizinischen Kooperation.

Die Vizeministerin überbrachte im Namen des kubanischen Volkes und seiner Regierung die Anteilnahme allen Familien der Erdbebenopfer in Mexiko wie auch denen gegenüber, die in der Karibik durch die Hurrikane Irma und Maria Angehörige verloren.

„Die Region durchquert zurzeit schwierige Momente, in denen die Solidarität und der politische Wille grundlegende Elemente in der Phase des Wiederaufbaus der betroffenen Territorien darstellen wie auch die Notwendigkeit, immer besser auf diese Naturphänomene vorbereitet zu sein, eine Reduzierung ihrer Schäden zu erreichen und die beklagenswerten Todesopfer zu vermeiden”, führte sie aus.

In gleicher Weise bewertete sie die Qualität des von Dr. Clarissa Etienne vorgestellten Berichts, der die Lage der Gesundheit in der Region und in den 52 Ländern und Gebieten der Amerikas aktualisiere und außerdem auf der Basis der gesammelten Daten erlaube, die erzielten Fortschritte und noch bestehenden Herausforderungen in den Ländern der Amerikas zu benennen, um die Gesundheit dort zu verbessern.

Cobas Ruiz erwähnte das Ziel, sich mit Infektionskrankheiten wie dem Ebola-Virus, Chikungunya und Zika auseinanderzusetzen und ersuchte die Mitgliedsstaaten um eine bessere Umsetzung des internationalen Sanitär-Reglements.  

Ebenso kommentierte sie die Notwendigkeit, die Aktivitäten nachhaltig zu gestalten, um die Wiederkehr übertragbarer Krankheiten zu verhindern, die in unseren Ländern bereits ausgerottet sind.

Auf der anderen Seite wies sie auf das Beispiel Kuba hin, „das im Juni 2015 zum einzigen Land der Welt wurde, in dem die Mutter-Kind-Übertragung des HIV-Virus und der Syphilis mit Rechtsgültigkeit als eliminiert erklärt wurde“, und fügte hinzu, dass Kuba bemüht sei, die Wirkungsindikatoren einzuhalten.

Sie betonte, das Land habe über 495.000 im Gesundheitsbereich Tätige und medizinische Brigaden seien mit mehr als 40.000 Mitarbeitern in 64 Ländern präsent.

“Die Hilfe, die in Notfällen durch das auf Katastrophen und schwere Epidemien spezialisierte Internationale Kontingent „Henry Reeve“ geleistet wird, verteilt sich auf 25 medizinische Brigaden in 20 betroffenen Ländern. (…) Derzeit gibt es je eine Brigade in Sierra Leone aufgrund der großen Überschwemmungen und in Dominica wegen der Nachwirkungen des Hurrikans Irma“, fügte sie hinzu.

Dies alles, gab sie zu bedenken “unter dem Einfluss der von den Vereinigten Staaten dem kubanischen Volk aufgenötigten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade, die allein im Jahre 2016 im Gesundheitsbereich zu Mehrkosten von 87 Millionen, 601.000 Dollar führte, was sich seit Beginn der Blockade auf 2 Milliarden, 711 Millionen, 600.000 Dollar akkumuliert hat.

Während ihres Beitrags lud die Vizeministerin die an der Konferenz teilnehmenden Gesundheitsminister der Amerikas zur Mitwirkung an der Internationalen Konvention “Cuba Salud 2018” in Havanna vom 16. bis 20. April kommenden Jahres ein. „Dieser Event wird ein wichtiger Ort zum Austausch von Erfahrungen und zur Reflexion über prioritäre Probleme des Gesundheitswesens in der Welt von heute sein“, sagte sie.

Die Panamerikanische Gesundheitskonferenz (…) tritt alle fünf Jahre zusammen, um ihre Politik und ihre Prioritäten zu bestimmen. Sie dient auch als Forum für den Austausch von Informationen und Ideen im Hinblick auf die Verhütung von Krankheiten, die Vorsorge, die Förderung und Wiederherstellung der körperlichen und geistigen Gesundheit und die Gesundheitspflege.