OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Eduardo Palomares

VEREINTE NATIONEN – Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez stellte am Montag in der UNO fest, dass Kuba im Wiederaufbau nach dem verheerenden Schlag des Hurrikans Irma voranschreitet und keine der betroffenen Personen ihrem Schicksal überlassen wird.

«Früchte von Jahren intensiver Arbeit unseres Volkes wurden von Irma in wenigen Stunden ausgelöscht. Aber den Widerstandsgeist der Kubaner brach der Hurrikan nicht.» Dies brachte er bei seiner Rede in einem Forum auf hoher Ebene der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Ausdruck, das die Auswirkungen von Irma in der Karibikregion und die Anstrengungen des Wiederaufbaus behandelte. Rodríguez erinnerte an die Worte des Präsidenten Raúl Castro, der kürzlich aufgrund der von den Witterungsunbilden verursachten Schäden darauf hinwies, dass «unser Volk aus jeder Widrigkeit wieder aufersteht.»

«Wie es im Verlaufe der Kubanischen Revolution immer gewesen ist, werden alle Ressourcen genutzt, um abzusichern, dass niemand schutzlos ist», führte er aus.

Der Diplomat nutzte die Gelegenheit, «um für die vielen Beweise der Solidarität und die Hilfsangebote zu danken, die wir von zahlreichen Regierungen, Parlamenten, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft erhielten.»

«Der Hurrikan suchte Kuba über mehr als 72 Stunden heim. Insbesondere fiel er über über fast den gesamten Norden des Landes her. Praktisch blieb kein Territorium des Archipels von seinen Auswirkungen verschont. Trotz der enormen Schutzmaßnahmen, die getroffen worden waren, erlitten wir den Verlust von zehn Menschenleben.»

Ebenso brachte er die Kondolenzen unseres Landes gegenüber allen Ländern und Territorien zum Ausdruck, die vom Hurrikan verwüstet wurden und ratifizierte den Willen Kubas, «innerhalb unserer bescheidenen Möglichkeiten mit den vom Hurrikan betroffenen Brudervölkern zusammenzuarbeiten.»

Rodríguez rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Hilfe für die vom Hurrikan betroffene Karibikregion zu mobilisieren und dabei jene Staaten und Territorien vorzuziehen, die aufgrund ihres kleinen Ausmaßes, geringerer Bevölkerung und beschränkter Wiederherstellungskapazität den größten Schwierigkeiten gegenüberstehen.

Der kubanische Außenminister wies darauf hin, dass Erscheinungen wie Irma die Wichtigkeit nachweisen, der Konfrontation des Klimawandels unter den Prinzipien der gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortung Priorität einzuräumen, insbesondere der Notwendigkeit einer besonderen und differenzierten Behandlung der kleinen Inselstaaten wie der Brudernationen Kubas, die nun schwer betroffen sind.

Das vom Vorsitzenden der Generalversammlung in ihrer 72. Sitzungsperiode, Miroslav Lajcak, und vom Generalsekretär der UNO António Guterres einberufene Forum hatte zum Ziel, das Augenmerk der internationalen Gemeinschaft auf die von Irma hervorgerufenen Schäden zu richten.