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Foto: Carmen Rodríguez

Sich den Arbeiten zur Sanierung anzuschließen und sich darüber bewusst zu sein, dass so die Gesundheit garantiert werde, war ein Aufruf, den die Gesundheitsbehörden nach dem Durchzug des Hurrikans Irma häufig an die Bevölkerung richteten.

Die Sauberkeit der Umgebung und das Aufsammeln aller Abfallstoffe im Innern und außerhalb des Hauses ist fundamental, „denn nur so können wir die Ratten bekämpfen und die Aktionen durchführen, die das Auftreten von Krankheiten verhindern“, sagte die nationale Direktorin für Umweltgesundheit des Gesundheitsministeriums Dr. Yanaris López Almaguer vor der Presse.

Man könne nicht oft genug wiederholen, dass in einem solchen Fall und insbesondere nach einem solch schweren Hurrikan, die Bedingungen die den Ausbruch infektiöser Krankheiten begünstigen, zunehmen.

Daher die Notwendigkeit, strikt alle festgelegten hygienischen Maßnahmen einzuhalten und keinen Augenblick die Risikowahrnehmung zu vernachlässigen.

Über die Leptospirose, „eine Bakterien Zoonose, die sich auf verschiedene Weise äußert, von einer leichten fiebrigen Erkrankung bis hin zu einer fulminanten tödlichen Form“, sprach Granma mit der für das Nationale Zoonose Programm des Gesunddheitsministeriums zuständigen Doktorin Jusayma González Arrebato, die betonte, dass Haustiere, Ratten und Mäuse die Leptospirose Überträger seien.

„Die Infektion des Menschen erfolgt über den Kontakt der Haut und der Schleimhäute mit Wasser, Erde und Nahrungsmitteln, die mit dem Urin dieser Tiere kontaminiert sind“, erklärte sie.

Deswegen muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Nager eine fundamentale Rolle bei der Übertragung dieser Krankheit spielen, an der sie selbst nicht leiden. Sie beherbergen die Leptospirose in ihren Nieren, scheiden sie aus und sie bleiben eine zeitlang lebendig und kontaminieren so das Wasser, den Boden und die Nahrungsmittel.

Deswegen tragen das Entfernen des Abfalls und die bessere Sanierung des Umfelds der Häuser zur Eliminierung des Krankheitsreservoirs bei und verhindern außerdem den Zugang der Nager zu Nahrungsmittel und Wasser und sind daher die wirksamsten Vorsorgemaßnahmen.

Wenn auch die Leptospirose eine Krankheit ist, die hauptsächlich in ländlichen Zonen auftritt, so haben doch Faktoren wie die aktuelle Verschlechterung der hygienisch-sanitären Lage dazu geführt, dass auch in urbanen Gebieten ein ähnliches Risiko für die Entwicklung dieser Krankheit besteht“, erklärte González Arrebato.

„Mit einer Rate von unter 2 Fällen auf 100.000 Einwohnern tendiert das Auftreten der Krankheit in unserem Land gegen Null.

Trotzdem ist eine erhöhte Risikowahrnehmung besonders bei jenen Personen, deren Beruf sie einem höheren Risiko aussetzt,diese Krankheit zu bekommen, wie die Arbeiter in den Reisfeldern, den Zuckerrohrfeldern, den Wasser- und Abwässerkanälen, die Schweinezüchter, die Hausfrauen, die Kontakt mit Tieren haben, sehr wichtig. Und nach Irma ist sie eine Pflicht für uns alle“, betonte sie.