OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Foto: Cortesía de OPS y UNFPA

Nach dem Durchzug des Hurrikans Irma und mitten in der Periode der Einschätzung der Schäden und der Wiedererholung gab es zahlreiche Beweise der Solidarität mit Kuba.Seit einigen Tagen arbeitet ein Länderteam der UNO Organisationen mit Vertretung in Kuba daran, eine allumfassende Hilfe zu organisieren und koordinieren, „die angesichts einer so komplexen Situation, wie Irma, einer der stärksten Hurrikane der letzten Jahre, sie darstellt, so effektiv wie möglich sein soll.“

Angesichts der Stärke des Aufpralls und der Verwüstungen ist es sehr schwierig darauf zu reagieren und im System der Vereinten Nationen ist uns bewusst, dass wir die Behörden des Landes unterstützen müssen, um auf die best mögliche Art und Weise auf die ausgemachten Prioritäten und Notwendigkeiten zu reagieren. Wir bieten an Kuba dabei zu helfen, den Wiederaufbau zu ergänzen und dieser Prozess zementiert eine solide Beziehung zwischen Kuba und den Vereinten Nationen“, sagte der Vertreter der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (OPS) Cristian Morales Fuhriman gegenüber Granma.

„Seitens der OPS sehen wir nicht nur die Antwort Kubas auf den Hurrikan sondern auch seine Vorbereitung darauf. „Wieviele Tote mehr hätte es gegeben, wenn nicht die Maßnahmen ergriffen worden wären, die man ergriffen hat: zwei Millionen Kubaner zu schützen, viele davon innerhalb der Gemeinde, was für die Solidaridät spricht. In Kuba ist es das kubanische Volk, das sein eigenes Volk aufnimmt; hinzu kommt die Antwort der Institutionen, um die Bevölkerung zu retten, die besonders verletzlich oder einem Risiko ausgesetzt ist“, sagte er.

Dabei wies er auf die lobenswerte Arbeit des Gesundheitsministeriums hin, den Evakuierungszentren genügend Personal zur Verfügung zu stellen, über Dinge wie die Verfügbarkeit von Blutbeuteln und Blutderivaten zu wachen sowie über den Schutz der Patienten in kritischem Zustand. Daran zeigten sich Erfahrung und die Fähigkeit. Gleichzeitig betonte er, dass die OPS, wie auch in den übrigen Ländern der Karibik, die unter Irma zu leiden hatten, es geboten sieht, zur Wiedererholung von den Schäden in den Gesundheitseinrichtungen beizutragen.

Die Unicef Vertreterin in Kuba María Machicado Terán erklärte, dass ihre Organisation jetzt gemeinsam mit der Unesco den Bereich Bildung koordiniere und sie bewertete die Entscheidung als positiv, den Unterricht wiederaufzunehmen, denn „die Schulen sind ein sicherer Ort für die Kinder, wenn die Eltern mit Aufgaben der Wiederherstellung beschäftigt sind“.

Die betonte, dass in solchen Situationen Frauen und Männer sich verschiedenen Verantwortungen gegenübersähen, wenn es darum gehe Entscheidungen zu treffen und dass oftmals ein sehr großer Druck auf den Frauen laste; deswegen sei deren Rolle anzuerkennen, so wie der Schutz der Jungen und Mädchen, die andere Bedürfnisse hätten, fundmanental.

Die Vertreterin des Welternährungsprogramms in Kuba Laura Melo machte deutlich, dass sie beeindruckt sei und Dankbarkeit gegenüber der kubanischen Regierung empfinde, für die Art, wie sie die Bevölkerung vorbereitet und das menschliche Leben, aber auch die Ressourcen schütze.

Sie wies außerdem darauf hin, dass die Personen, die am meisten betroffen waren, sofort Zugang zu Lebensmitteln hatten. „Wir haben 1.600 Tonnen Lebensmittel für das Land vorgesehen, die sich bereits in Havanna, Cienfuegos und in Santiago de Cuba befinden, die übergeben werden, sobald die kubanische Regierung die priorisierten Gebiete bestimmt hat. Wegen des Ausmaßes der Schäden reicht das, was wir haben, nicht aus und wir arbeiten bereits an unserer Hauptstelle und in unserem Regionalbüro daran, Ressourcen zu mobilisieren, um mehr geben zu können sowie diese Lebensmittel wieder aufzufüllen“, führte sie aus.

Die Vertreterin des in Kuba ansässigen Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) Denise Cook sagte, dass man sich auf das Thema Wohnung und Wiederaufbau konzentriere, was bedeute, dass man eine umfassende Arbeit mit den Behörden machen müsse, um zu wissen welche Art des zur Verfügung stehenden Materials ihnen wichtig erscheine. Wir haben bereits an die 800 Schutzplanen zur Lagerung der Lebensmittel übergeben und wir sind bereit, dort zusammenzuarbeiten, wo die Regierung die Priorität sieht – im Berich des Materials für Dächer, Matratzen, Planen, Küchenkits- alles was notwendig ist, so weit wie möglich für die, die ihre Wohnung verloren haben, zu einer Normalität zurückzufinden.

Die UNDP Beigeordnete Soledad Bauza fügte hinzu, dass sie bereits aus der gemeinsamen Arbeit bei Matthew und Sandy über Erfahrung verfügten und sie froh darüber seien, ihren Teil beitragen zu können, indem sie die nationalen Behörden unterstützten. „Schnell die Mittel zum Lebensunterhalt wiederherzustellen und eine auf Entwicklung gerichtete Antwort zu koordinieren, wenn einmal die Notlage überwunden ist, hat Priorität“, sagte sie.

Der Vertreter der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in Kuba Theodor Friedrich sagte, dass seine Organisation nicht direkt zur Lieferung von Nahrungsmitteln beitrage, sondern sich darauf konzentriere, die nationale Produktion so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Priorität hätten die kurzzyklischen Gewächse, außerdem die Lieferung von Bewässerungssystemen, Netze zum Schutz landwirtschaftlicher Kulturen oder Fischfanggeräte. Er zeigte sich befriedigt darüber, dass die Führung des Landes selbst auf das Land gegangen sei, um die Schäden auszuwerten.

Der Koordinator des internationalen UN Bevölkerungsfond (UNFPA) Rafael Cuestas erwähnte, dass die Unterstützung der schwangeren Frauen und das Thema der sexuellen und reproduktiven Gesundheit Prioritäten insbesondere für jene seien, die ihre Wohnung verlassen und in Herbergen unterkommen mussten. Die Schwangerschaft sei keine Krankheit, aber eine temporäre Situation, und in einer Notfalllage müsse das Leben der Mutter und des Kindes besonders geschützt werden. Auf der anderen Seite seien sexuelle und reproduktive Gesundheit unabhängig davon in welcher Lage man sich befände, ein menschliches Bedürfnis und deswegen müsse man darauf achten, dass es nicht zu unerwünschten Schwangerschaften komme.

Er sagte außerdem, dass man die Wiederherstellung der medizinischen Einrichtungen innerhalb des Mutter-Kind Programms, die beeinträchtigt wurden, mit Ausrüstung unterstützen werde.

Der für Mexiko und Kuba zuständige UNO Habitat Koordinator Pablo Vaggione sagte, dass man Kuba technische Unterstützung bezüglich der urbanen und ländlichen Entwicklung zukommen lasse.

Er war voll des Lobs, wegen des Grads an Bewusstsein und Informiertheit der Bevölkerung, die wisse, wie sie sich bei einer Katastrophe verhalten soll, ruhig bleibe und am nächsten Tag aufstehe, um sich dem Wiederaufbau zu widmen.