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Díaz–Canel informierte sich über die Schäden am Kraftwerk Santa Cruz del Norte und über die Arbeiten zu seiner Wiederinbetriebnahme Photo: Carlos Cánovas

ARTEMISA- Mit Disziplin, Organisation zu arbeiten und vor allem das Gesamtbild im Auge zu haben, dazu rief der erste Viszepräsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz–Canel Bermúdez bei einem Treffen mit den Behörden der Provinz Artemisa auf.

Der Präsident des Verteidigungsrats der Provinz José Antonio Valeriano Fariñas gab ihm einen Überblick über die aktuelle Lage. Díaz- Canel sagte, es gehe in erster Linie darum, die Spuren, die Hurrikan Irma hinterlassen habe, auszulöschen und die Versorgung mit Elektrizität und Wasser zu gewährleisten. Auch müsse man an der allmählichen Erholung der Landwirtschaft und am Wiederaufbau der betroffenen Wohnungen und Einrichtungen arbeiten.

Am Dienstag Morgen waren „ von den 210 Schaltkreisen der Provinz 195 bereit, im Verlauf des Tages in Funktion zu treten und bis Ende des Tages erfolge die Zertifizierung der übrigen. Um den elektrischen Strom wiederherzustellen, sind wir auf die Energiezufuhr angewiesen“, sagte Martín de la Concepción Cordero, der Direktor des Elekrizitätswerks von Artemisa und er gab bekannt, dass bis jetzt die Mehrzahl der Kreise mit Ausnahme von Güira de Melena und San Antonio de los Baños überSchaltkreise mit Elektrizität verfügten.

Díaz-Canel besuchte in Begleitung des Vorsitzenden des Gewerkschaftsdachverbandes Ulises Guilarte de Nacimiento auch die Kraftwerkzentrale von Mariel.

Der Direktor dieses Kraftwerks Leonardo Valdés Almenares sagte, dass die Auswirkungen von Irma hauptsächlich die Abdeckung des Raumes der Motoren und den Teil der zur Küste führt, beträfen. Die zwei elektrischen Umspannerke hätten keinen Schaden erlitten.

Lazo begutachtete der durch die den Hurrikan verursachten Unterspülungen in der Via Blanca Photo: Carlos Cánovas

Als man vom möglichen Verlauf des Hurrikans erfuhr und die ersten Aktionen durchgeführt habe, „überprüfte man die Notfallsysteme, die es ermöglichen, die technologoischen Einrichtungen des Kraftwerks zu sichern. Als Resultat wurden die Technologie zur Energieerzeugung außer Kraft gesetzt und während des gesamten Hurrikans geschützt, als man den Verbrauchern keine Energie liefern konnte“, erklärte der technische Direktor Roberto Manuel Pigueiras Fernández gegenüber Granma.

„Seit Sonntag Nacht konnten wir die Provinz Artemisa wieder durch mit Strom versorgen. Um 19 Uhr am Montag erfolgte die Synchronisierung von Block 7 mit dem nationalen Stromnetz. Inzwischen sind auch Block 5 und Block 8 angeschlossen und das Kraftwerk kann dem Land wieder 250 MW liefern“, führte er aus.

WIEDERAUFBAU IN MAYABEQUE GEHT VORAN

MAYABEQUE – „In dem Maße wie die Ressourcen uns dies ermöglichen, werden wir auf die von Hurrikan Irma verursachten Schäden reagieren. Wir werden der Bevölkerung und den Betrieben die Basisleistungen garantieren“, das sagte Díaz-Canel bei einem Trefen mit dem Verteidigungsrat in Mayabeque.

„Von diesem Gebiet hängt die Wiedererholung Havannas ab was Gas, Wasser und Eelektrizität und landwirtschaftliche Produkte angeht, die von dort zur Hauptstadt geschickt werden“, sagte er weiter.

„Die Informationen, die ich von euch erhalten habe, beweisen mir, wieviel gearbeitet wird und wie weit man mit den Wiedererholungsarbeiten vorankommt, da jede Aktion genau ins Auge gefasst wird und dafür eine Lösung gesucht wird“, sagte er.

Als Alternative wurden Verkaufsstände mit verarbeiteten Lebensmitteln geschaffen, die in jenen Teilen aufgestellt werden, wo die Lage noch schwierig ist, auch wenn sich die Versorgung mit Elektrizität und Wasser stabilisiert hat.

Die Landwirtschaft hat über 1.400 Hektar Bananen verloren, außerdem Mais und Yucca; was die noch geerntet werden konnte, wird an die Bevölkerung verteilt.

Díaz-Canel wies darauf hin, dass die Aussaat der Kälteperiode in diesem Monat es ermöglichen werde, sich von dem Schaden zu erholen; was das Zuckerrohr angehe, sei die Lage ähnlich und man müsse die Erntestrategie umorganisieren.

Der öffentliche Verkehr wurde wiederaufgenommen. Auf der Via Blanca gab es einen Erdrutsch, an dessen Beseitigung gearbeitet werde. Dabei müssen 9.000 Kubikmeter Erde zur Füllung bewegt werden, weswegen die Arbeiten einige Tage dauern werden.