OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Die Wiederherstellung der Elektrizität, der regelmäßigen Wasserversorgung für die Bevölkerung und die Wiederaufnahme des Schuljahres sind Prioritäten für die kubanischen Behörden. Das versicherten die Teilnehmer am siebten Treffen des Nationalen Verteidigungsrates zur Reduzierung von Katastrophen, das am Montag in der Hauptstadt stattfand.

An dem Treffen, an dem der Präsident der Nationalversammlung Esteban Lazo Hernández, der Kommandant der Revolution Ramiro Valdés Menéndez und der Minister der Revolutionären Streitkräfte General des Armeekorps Leopoldo Cintra Frías teilnahmen, rief man alle Kräfte zur Einheit auf, damit das Land so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren könne.

Die Elektrizitätswerke Kubas „sind unermüdlich dabei, diesen Dienst wiederherzustellen“, sagte der stellvertretende Minister für Energie und Bergbau Yuri Camilo Villamonte auf dem Treffen.

„Wegen der schweren Schäden, die Hurrikan Irma bei allen Kraftwerken des Landes hinterlassen hat, ist nicht einzuschätzen, wieviel Zeit die völlige Wiederherstellung der elektrischen Energie dauern wird,“ erklärte er.

Trotz allem, „werden wir eher früher als später die Stromversorgung in der Mehrheit der östlichen Provinzen des Landes wiederhergstellt haben und wir haben auch im Westen des Landes, mit Schwerpunkt auf der Hauptstadt, mit den Arbeiten dazu begonnen“, fügte er hinzu.

Was die Hauptstadt betrifft, werde man versuchen die öffentliche Beleuchtung, in den Gebieten, in denen die Stromversorgung unterbrochen ist, wieder in Gang zu setzen, sagte die Vizepräsidentin des Staatsrats und Präsidentin des Verteidigungsrats der Provinz Havanna, Mercedes López Acea.

Die Wasserversorgung ist eine weitere Dienstleistung, die durch den Durchzug von Hurrikan Irma beeinträchtigt wurde, aber man arbeite bereits an ihrer Normalisierung, sagte die Präsidentin des Nationalen Hydraulischen Instituts Inés Maria Chapman.

Die Wasserversorgung in den östlichen Provinzen hat sich in dem Maße normalisiert, in dem sich das nationale elektroenergetische System in diesen Gebieten sich erholt hat.

Im Fall von Santiago de Cuba, Guantánamo und Granma gab es keine Beeinträchtigungen des Wasserleitungssystems.

In den Provinzen, in denen Beeinträchtigungen bestehen, kommen die Behörden mit Notstromaggregaten, Wagen mit Wassertanks und Zisternenwagen den Bedürfnissen der Bevölkerung nach.

Die Verlegung der Ressourcen in die zentrale Region des Landes, die vom Ansturm Irmas besonders schwer getroffen wurde, hat bereits begonnen. Verschiedene Arbeitsbrigaden mit den entsprechenden Ressourcen seien dabei mit der Wiederherstellung zu beginnen und die Versorgung zu garantieren“, sagte Chapman.

In Havanna existierten andere Komplikationen. Die Systeme sind größer und deswegen benötige man mehr Arbeiter für die Reparaturen und größere Anstrengungen bei der Wasserversorgung.

Trotzdem sei es in weniger als 72 Stunden gelungen, den größten Teil der Probleme der Wasserversorgung in der Hauptstadt zu lösen.

Was den Bildungsbereich angehe, so gehe die Wiederherstellung ebenfalls voran, sagte die Ministerin für Bildung Ena Elsa Velázquez.

Es sind über 1.400 Bildungseinrichtungen beeinträchtigt, davon etwa 500 in der Hauptstadt. „Wir haben in allen Schulen mit dem Prozess der Hygienisierung begonnen, um so schnell wie möglich die notwendigen Bedingungen für eine Wiederaufnahme des Schulbetriebs zu schaffen“, fügte sie hinzu.

Das Ministerium hat noch kein festes Datum für den Unterrichtsbeginn festgelegt, da nicht alle Provinzen die gleichen Beeinträchtigungen erfahren haben. Man gehe jedoch davon aus, dass im ganzen Land der Unterricht im Laufe dieser Woche wiederaufgenommen werde, sagte die Ministerin.